Erschienen in Ausgabe 9-2019Trends & Innovationen

Allianz benennt Allsecur um und forciert eigene Bezahl-App

Von VW-Redaktion

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Im Herbst zur Kfz-Wechselsaison will die Allianz mit ihrem neuen europaweiten Direktversicherer Allianz Direct in Deutschland an den Start gehen und zeitgleich in den Niederlanden den Geschäftsbetrieb aufnehmen. 2020 folgen Italien und Spanien. 2005 war Allianz mit der Online-Marke Allianz24 auf den Markt gekommen. Aufgrund von Konflikten mit dem eigenen Ausschließlichkeitsvertrieb wurde die Marke 2009 in Allsecur umbenannt. Der Erfolg ist jedoch überschaubar geblieben – zumal gleichzeitig Huk-Coburg mit seinem Direktversicherer Huk24 zum größten Kfz-Versicherer aufstieg. Die Coburger hatten Ende 2018 zwölf Millionen Fahrzeuge versichert, die Allianz 8,6 Millionen. 
Die rund 750.000 Kunden der Allsecur werden mit dem Start von Allianz Direct übertragen. Damit der neue Player im Preiskampf mithalten könne, gebe es zunächst keine Renditeerwartungen. Allianz-Finanzvorstand Giulio Terzariol kündigte an, dass in den ersten Jahren die Schaden-Kosten-Quote des Online-Versicherers bei 100 oder darüber liegen dürfe. „Es ist normal, dass Allianz Direct in der Ausbauphase eine höhere Kostenquote hat“, so Terzariol. Erst nach vier bis fünf Jahren strebe man eine niedrigere Quote an.
Gleichzeitig kündigte der Münchener Versicherer an, eine eigene Bezahl-App auf den Markt zu bringen. Die App mit dem Namen „Allianz Pay & Protect“ ermöglicht Nutzern von iPhones und der Apple Watch das Bezahlen mit dem Apple-Bezahldienst Apple Pay an der Kasse und im Internet. Alle damit abgewickelten Transaktionen seien gegen Liefer- und Zahlungsausfälle versichert, sagte Vorstandsmitglied Bernd Heinemann. „Für uns ist das ein Instrument der Kundenbindung – dafür sind wir auch bereit, Geld auszugeben.“ Die Light-Version ist kostenlos, die Premiumversion kostet 1,25 Euro im Monat.