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Erschienen in Ausgabe 9-2019Trends & Innovationen

Swiss Re stellt Raumfahrt-Geschäft ein

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Rund 200 bis 300 Mio. Dollar kosten Rakete und Satellit im Schnitt. Dieses Geld holen die Betreiber von den Banken, die wiederum auf eine Versicherung bestehen. Zuletzt sind jedoch zu viele Schäden aufgekommen, sodass Swiss Re jetzt die Reißleine ziehen musste und aus dem Geschäft mit Weltraumpolicen aussteigt. Jan Schmidt, Chef der Underwriting Space-Abteilung, sagte, dass die Entscheidung den zuletzt schlechten Ergebnissen und nicht nachhaltigen Prämienraten geschuldet sei. Das Exposure soll eingeschränkt werden, um Verluste aus anderen Sparten besser zu stemmen. Viele Satelliten und Trägerraketen wurden zuletzt im Weltraum oder beim Start in den Orbit zerstört und verursachten hohe Versicherungsschäden. Einer der größten davon zuletzt am 11. Juli – der Fehlstart einer VEGA-Trägerrakete der Arianespace. Laut GDV entfallen fast die Hälfte der Schäden in der Sparte auf die Startphase. Auch der Müll bereitet den Versicherern zunehmend Sorgen. Nach Schätzungen der ESA fliegen rund 750.000 Schrottteilchen mit mindestens einem Zentimeter Durchmesser im Orbit.