Erschienen in Ausgabe 9-2019Unternehmen & Management

Bilanzen

VHV, VGH, Nürnberger, Zurich Deutscher Herold

Von Versicherungswirtschaft

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Vereinigte Hannoversche Versicherung

Die VHV Versicherungsgruppe, die in diesem Jahr ihr 100jähriges Jubiläum feierte, kann erneut auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken und hat trotz des schwierigen Umfeldes ihre bereits ambitionierten Ziele noch übertroffen. „Auch mit Glück“ (kaum Elementarschäden), wie Vorstandschef Uwe H. Reuter bei der Vorlage der Bilanz 2018 erklärte, fiel der Konzerngewinn mit 233,3 Mio. Euro um 77,2 Mio. Euro höher aus als im bisherigen Rekordjahr 2017. Das Wort Rekord nahm Reuter jedoch nicht wieder in den Mund. Zu dem Ergebnis 2018 haben alle Bereiche des Komposit- und Lebensversicherers beigetragen. Die Vertragszahlen in der Gruppe stiegen um 3,3% auf 10,9 Mio. Stück, die Beitragseinnahmen brutto um 3,6% auf 3,15 Mrd. Euro; beide übertrafen damit die Planungen ebenso wie den Markt. Die um 1,6% auf 16,3 Mrd. Euro aufgestockten Kapitalanlagen warfen mit 555 Mio. Euro 12,8% geringere Erträge als im Vorjahr ab, weil die Zinsen am Kapitalmarkt immer mehr in die Negativzone rutschten. Die haftenden Eigenmittel einschließlich der Schwankungsrückstellungen konnten um 10,8% auf 2,26 Mrd. Euro  verstärkt werden. Vor zehn Jahren lag dieser Betrag nur bei etwas mehr als 550 Mio. Euro. Mit diesem finanziellen Fundament ist die VHV Gruppe unverändert eine der solidestens und am besten finanzierten Gesellschaften am Markt und wurde aktuell wieder von der Ratingagentur Standard & Poor’s mit der Bestnote Triple A bewertet.
Der Erfolg  der VHV kommt nicht von Ungefähr. Schon vor mehr als zehn Jahren hat Reuter ein umfassendes Fitness-Programm angeschoben. Es hatte und hat zum Ziel, Kosten und Prozesse auf die sich schnell verändernden Anforderungen und Kundenbedürfnisse einzustellen, aber auch den lang erarbeiteten Vorsprung nachhaltig zu sichern. Die Produktivität soll nach wie vor Jahr für Jahr um rund 3% steigen. Konsequent betrieben wird daher auch die vor drei Jahren angekündigte  Digitalisierung des Geschäfts. Dafür sind 400 Mio. Euro eingeplant, von denen in den vergangenen zwei Jahren 100 Mio. Euro ausgegeben worden sind. Digitalisierung ist für Reuter Schmieröl und Innovation zugleich: Schmieröl für optimierte Produkte und Prozesse, Innovation für neue und bessere Produkte und Prozesse. Auf diesen Kurs werden auch die Mitarbeiter eingeschworen. Die Mittel für Mitarbeiterqualifizierung wurden ebenso erhöht wie die Zahl der Trainingstage. Personalabbau ist kein Thema. Im Gegenteil. Die Zahl der Arbeitsplätze steigt…