Quelle: Audi AG
Erschienen in Ausgabe 9-2019Schlaglicht

Wenn das Herz der Produktion still steht

Sind Maschinen nicht funktionstüchtig, kann dies weitreichende Folgen für das betroffene Unternehmen haben: Von teuren und oft langwierigen Reparaturen bis hin zum Verlust von Marktanteilen. Um die Resilienz zu stärken, unterstützen Industriesachversicherer Betriebe mit Risikoingenieuren, die speziell für die Erkennung von Maschinen- und Anlagenrisiken ausgebildet wurden. 

Von Alexander LubbadehVersicherungswirtschaft

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Klimawandel, extreme Wetterereignisse, Malware, DDoS-Attacken und Hackerangriffe – dies sind nur einige der Gefahren für die Lieferkette. Ernstzunehmende Risiken sind sie allesamt, denn laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik wurden knapp 70 Prozent der Unternehmen und Institutionen in Deutschland in den Jahren 2016 und 2017 Opfer von Cyberangriffen. Der Digitalverband Bitkom gibt ebenso wenig Entwarnung: 68 Prozent der Industrieunternehmen bejahten, von digitaler Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl betroffen gewesen zu sein, so der Bitkom-Studienbericht von 2018.
Mit ihren Weltmarktführern bleibt die deutsche Industrie besonders interessant für Kriminelle. Investitionen in Cyberlösungen sowie deren kontinuierliche Verbesserung sind daher mehr als empfehlenswert. Genauso gilt es jedoch, den vorhandenen Schutz vor Naturkatastrophen regelmäßig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen. Denn durch den Klimawandel und verstärkt auftretende Extremwetter werden nun auch einst sichere Regionen mehr und mehr zu Risikogebieten. So rechnet zum Beispiel der Deutsche Wetterdienst für die Zukunft auch in heimischen Gefilden mit mehr Stürmen, extremen Regenfällen und Hitzewellen aufgrund der Klimaerwärmung.

Verheerende Brände bringen die meisten Verluste

Die größte Gefahr für Unternehmen stellen aber weiterhin Brände dar. Werden zur Schadensumme sekundäre Brandfolgen dazugerechnet, kann ein einzelner Brand schnell drei Millionen Euro Sachschaden verursachen und zu einer Betriebsunterbrechung auf unbestimmte Zeit führen. Allein 20 Prozent der Brandursachen 2018 sind nach Aussagen des Instituts für Schadenverhütung und Schadenforschung auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen gewesen. Durch regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter könnte diese Prozentzahl minimiert werden. Ein weiterer Auslöser, der in einem verheerenden Brand enden kann: Maschinen- und Anlagenschäden – altbekannte, aber häufig unterschätzte Gefahren für die Betriebssicherheit und den Unternehmensgewinn.
Wenn Maschinen und Anlagen durch einen Schaden ausfallen, kann dies für Unternehmen äußerst problematisch sein. Denn während der Reparatur kann die betroffene Maschine nicht stanzen, schweißen oder montieren. Im schlimmsten Fall sorgt der plötzliche Ausfall dafür, dass die gesamte Produktion zum Stillstand kommt, weil den im Fertigungsprozess nachfolgenden Stationen ein bestimmtes und nicht ersetzbares Produktionsteil fehlt. 
Nach einer Analyse des Industriesachversicherers…