Erschienen in Ausgabe 8-2019Trends & Innovationen

Versicherer lassen Gonetto im Regen stehen

Von VW-Redaktion

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Das Insurtech Gonetto hat Ende Juli einen Versicherungsvergleich im Internet gestartet. Privathaftpflicht-, Unfall-, Hausrat-, Wohngebäude- und Tierhalterhaftpflicht-Policen von sechs Assekuranzhäusern (Asspario, Konzept & Marketing, InterRisk, GVO, Janitos und die Haftpflichtkasse) sollten auf der Plattform verglichen werden. Doch nur nach zwei Tagen wurde Gonetto der Stecker gezogen. Denn die teilnehmenden Versicherer hatten nie einer Kooperation mit der Plattform zugestimmt. Das Portal wollte Tarife ohne Provision vergleichen und wäre nach eigenen Angaben bis zu 25 Prozent günstiger als die üblichen Tarife mit Provisionsaufschlag. Mit dem neuen Angebot wollte das Insurtech dem Marktführer bei Vergleichsportalen Check24 Konkurrenz machen.  Gonetto-Chef Dieter Lendle betont jedoch, dass die Versicherer weiterhin provisionsfreie Tarife anbieten wollen, aber nicht öffentlich auf einem Vergleichsportal. Auch in der Vergangenheit lief es nicht gut für das Start-up aus dem hessischen Bensheim. Das Geschäftsmodell wurde auf Druck der Bafin eingestellt. Dieses fußte auf der Rückführung von Provisionen aus Bruttotarifen an Kunden und tangierte damit das Provisionsabgabeverbot.