Erschienen in Ausgabe 8-2019Unternehmen & Management

Bilanzen

Provinzial Nordwest, Concordia, DEVK, VPV, Mecklenburgische, Ammerländer Versicherung, Auxilia, Öffentliche Braunschweig, Continentale

Von Monika Lier und Claudia Schmidt-WehrmannVersicherungswirtschaft

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Provinzial Nordwest

Die Provinzial NordWest ist im Geschäftsjahr 2018 gruppenweit um 3,4% auf 3,46 Mrd. Euro Bruttobeitrag gewachsen. Das versicherungstechnische Ergebnis verbesserte sich um gut ein Viertel auf 137,7 (109,6) Mio. Euro. Der Konzernergebnis vor Steuern stieg zwar um 10% auf 156,0 Mio. Euro, nach Steuern waren es mit 70,1 Mio. Euro 3,4% weniger. Die versicherungstechnischen Rückstellungen f.e.R. wurden um 0,6% auf 22,1 Mrd. Euro aufgestockt.
Die Holding schüttet an die Aktionäre (Landschaftsverband Westfalen-Lippe über eine Tochter sowie die Sparkassenverbände Westfalen-Lippe, Schleswig-Holstein und Ostdeutscher ) 55 (50) Mio. Euro Gewinn aus und trägt weitere 50 Mio. Euro Gewinn auf neue Rechnung vor.
Die traditionelle Bilanzpressekonferenz entfiel – wie bei der Provinzial Rheinland, mit der es Fusionsgespräche gibt. Im Geschäftsbericht gibt es zur Fusion nur wenig Neues: Der 2018 eingeleitete Due Diligence-Prozess und die vergleichende Bewertung der beiden Unternehmensgruppen seien im ersten Quartal 2019 fortgeführt worden. Angestrebt wird eine Fusion rückwirkend zum 1. Januar. Im Zahlenwerk 2018 hat sich die Fusionsabsichten in einem Anstieg der sonstigen Aufwendungen niedergeschlagen. So haben sich die Aufwendungen für das Unternehmen als Ganzes in der Holding auf 27,8 (18,6) Mio. Euro erhöht; im Konzern waren es 37,0 (28,1) Mio. Euro.
Die Süddeutsche hatte vor Wochen berichtet, dass die Verhandlungen stockten, weil sich die Eigentümer eben nicht auf ein Bewertungsverhältnis einigen können bzw. mit dem Ermittelten die rheinischen Kommunen unzufrieden sind. Danach wäre die Rheinische Provinzial nämlich weniger wert als die Provinzial Nordwest. Die beiden öffentlichen Versicherergruppen haben insgesamt sieben verschiedene Eigentümer, die bereits mehrere Anläufe für eine Fusion genommen haben. An der Bewertungsfrage scheiterte es schon mindestens ein Mal.
Die drei Kompositgesellschaften (Westfälische Provinzial Versicherung AG, Provinzial Nord Brandkasse AG, die Hamburger Feuerkasse Versicherungs-AG) steigerten die Beitragseinnahmen um 3,1% auf 2,01 Mrd. Euro. Wachstumstreiber war unter anderem die Wohngebäudeversicherung (+ 5,7%), die von Beitragsanpassungen, Deckungserweiterungen und höheren Versicherungssummen profitierte. Das Kraftfahrtversicherungsgeschäft wuchs infolge von mehr Flottengeschäft sowie Mehrbeiträgen durch Tarifanpassungen um 2,9% auf 565,2 Mio. Euro Bruttobeitrag und erzielte eine Combined Ratio von 96%.
Die bilanziellen…