Quelle: Allianz Deutschland
Erschienen in Ausgabe 8-2019Köpfe & Positionen

"Auch wir lernen von anderen Allianz-Gesellschaften"

Im Profil: Dr. Klaus-Peter Röhler, Vorstandsvorsitzender Allianz Deutschland 

Von Alexander KasparVersicherungswirtschaft

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Polyglott, kompetent, integer und sehr kommunikativ. Eine solche Kombination findet man in den Vorstandsetagen der Versicherungswirtschaft nicht alle Tage, wo Diskretion bis zur Unsichtbarkeit noch vor gar nicht allzu langer Zeit zur professionellen Grundausstattung von Vertretern wie Vorständen gehörte. Nicht nur diese Eigenschaften treffen auf Klaus-Peter Röhler, seit 1. Januar 2018 Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG, zu. Daneben ist Röhler, der am 4. November seinen 55. Geburtstag feiert, zielstrebig, fokussiert und erfolgsorientiert, dabei dennoch umgänglich, verständnisvoll und völlig frei von Launen. Wer mit ihm zusammenarbeitet erlebt einen Chef, der seine Mitarbeiter, vom Vorstandskollegen bis hinunter zum Pförtner, stets mit der gleichen Zuvorkommenheit behandelt, der sich Zeit nimmt auch für noch so kleine Detailfragen und auch menschlich ansprechbar bleibt, wenn der Job dafür die Zeit läßt. Klaus-Peter Röhler, der sein zweites juristisches Staatsexamen als 32-jähriger an der Universität Göttingen mit der Promotion abschloss, welche er vier Jahre zuvor noch mit dem Diplom eines Kaufmanns an selber Stätte unterfüttert hatte, ist, nicht nur was die phänotypische Erscheinung anbelangt, ein Allianzer wie er im Buche steht: Souverän, diskret und eingedenk des Rufes, den das Haus Allianz in der deutschen (Wirtschafts-) Gesellschaft hat, sehr selbstbewusst. Dies aber, wie beschrieben nicht auf Kosten anderer, sondern aus sich selbst heraus, genährt von Anspruch und Erfolg. Manch einer wird darüber zur "Diva" und entfernt sich damit von der DNA des Unternehmens, nicht so Klaus-Peter Röhler, der mit dem "Job" als CEO der wichtigsten Tochtergesellschaft der Allianz, dem Nukleus des "Blauen Riesen", seine Erfüllung gefunden hat.  

Passen Banken und Versicherer zusammen?

Den Grundstein für seine Karriere legt Röhler mit seiner Doktorarbeit, die zwar im Amazon-Bestseller-Ranking unter Ferner liefen auf Platz 7.809.423 rangiert, sich jedoch auf 378 Taschenbuch-Seiten - erhältlich nicht unter 51 Euro - mit dem auch für die Allianz sehr wichtigen Thema "American Depository Shares: Zugang deutscher Gesellschaften zum US-amerikanischen Eigenkapitalmarkt, Rechnungslegung und das rechtliche Verhältnis zur Aktie (Studien zum Bank- und Börsenrecht)" auseinandersetzt. Einblicke und Kompetenzen dazu erlangt Röhler schon während seines Studiums, wo ihn nach dem ersten juristischen Staatsexamen, ebenfalls in Göttingen absolviert, der Weg in seinem…