Erschienen in Ausgabe 7-2019Unternehmen & Management

Bilanzen

Signal Iduna, Provinzial Rheinland, Barmenia, Arag, Deutsche Rück, Inter Versicherung

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.

Signal Iduna

Die Signal Iduna Gruppe hat ihr Vertriebsergebnis im ersten Quartal 2019 um 28 % gesteigert und weist bei der Beitragseinnahme ein Plus von 5,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Vorstandschef Ulrich Leitermann wertet den starken Start 2019 als Indiz, dass das 2018 aufgelegte digitale Transformationsprogramm „Vision 2023“ bereits wirkt. „Obwohl noch ganz am Anfang stehen, gehe ich davon aus, dass wir bereits 2019 positive Effekte auf die Zahlen 2019 sehen werden. Das erste Quartal deutet darauf hin,“ sagte er in der Bilanzpressekonferenz Ende Mai. Leitermann hofft, dass der Konzern sich über zusätzliches Wachstum auf der Kostenseite auf den Marktdurchschnitt verbessert. Die Krankenversicherung weist für 2018 eine Verwaltungskostenquote von 2,5 (2,6)%, die Lebensversicherung von 3,3 (3,4) % aus und in der Kompositversicherung beträgt die Brutto-Kostenquote 27,4 (27,9)%. Für 2019 beziffert Leitermann die Investitionen für „Vision 2023“ auf 40 Mio. Euro. In den nächsten Jahren sollen es jeweils 70 Mio. Euro sein, allerdings werden dann auch weitere IT- und Projektausgaben in diesem Budget zusammengeführt.
Krankenversicherer: Das Beitragsplus von 1,6% bei der Signal Iduna Krankenversicherung setzt sich aus einem Plus von 1,8% in der Kranken- und einem Minus von 1,3 % in der Pflegepflichtversicherung zusammen. Dass das Neugeschäft entgegen dem Markttrend um 15,6% stieg und erneut netto 5.658 (4.222) Vollversicherte hinzugewonnen wurden, wird der Beitragsstabilität zugeschrieben. In der Vollversicherung hätten sich die Beiträge im Durchschnitt der letzten fünf Jahre nur um 1,6 Prozent p.a. verteuert. In der Zehn-Jahresbetrachtung lag das Plus bei 1,7%. Zum 1. Januar 2019 betrug die Beitragsanpassung (BAP) in der Vollversicherung bei 1,07 (2) Prozent; im Gesamtbestand waren es 0,6 (2) Prozent. „Wir geben enorm viel Geld zum Kappen der Beiträge aus“, sagte Vorstand Dr. Karl-Josef Bierth. Das zahle sich aus, denn von den Erhöhungen blieben 96 bis 97% übrig, die nicht den Tarif oder das Unternehmen wechselten. Tarife, die von einer BAP betroffen sind, aber leistungsfrei bleiben erhalten als Treuebonus zusätzlich zur vereinbarten Beitragsrückerstattung, den Mehrbeitrag von zwölf Monaten rückerstattet. Der Krankenversicherer baute nach Unternehmensangaben seinen Marktanteil auf über 8% (Bestand) bzw. 11% (Neugeschäft) aus.
Für Leistungsfälle wurden 2,35 Mrd. Euro 2,4% mehr aufgewendet. Damit stieg die Schadenquote auf 76,6 (76,0)%. Die…