Erschienen in Ausgabe 7-2019Unternehmen & Management

Neues Kampffeld

Mapfre forciert Allfinanzbündnisse in der Nichtlebensversicherung

Von Rolf EngelhardtVersicherungswirtschaft

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Der Trend zu strategischen Allfinanzpartnerschaften in der spanischen Nichtlebensversicherung gewinnt deutlich an Fahrt. Ganz vorne mit dabei ist der ehemalige Branchenprimus Mapfre. Aktuelles Beispiel ist das Joint Venture zwischen der Mapfre und der Online-Bank WiZink.  Die Mapfre hat in den vergangenen Jahren ihre Führungsposition zunächst im Gesamtmarkt und dann auch in der Nichtlebensversicherung an die VidaCaixa beziehungsweise die Mutua Madrileña verloren. Letztere sind strategische Allfinanzpartner und höchst erfolgreich beim Policenverkauf über den Bankschalter aktiv. Binnen weniger Jahre haben beide den jahrzehntelangen Marktführer Mapfre von der Spitzenposition verdrängt. Spätestens seit dem Verlust der Marktführerschaft in der Nichtlebensversicherung in 2018 hat nun auch die Mapfre ihre Schlagzahl beim Schmieden von strategischen Partnerschaften mit Kreditinstituten spürbar erhöht. Sie ist zwar bereits seit Jahren der strategische Partner der Bankengruppe Bankia, jedoch ist dieses Bündnis weniger erfolgreich, als das Tandem VidaCaixa und Mutua Madrileña. Entsprechend setzt die Mapfre auf zusätzliche Partner.
Der neueste Allfinanzpartner WiZink ist auf das Angebot von Kreditkarten und einfachen Sparprodukten spezialisiert. Damit ist sie letztlich eine Zweitbank, die für ihre Kunden das Produktangebot ihrer Erstbank ergänzt. WiZink ist in Spanien und Portugal aktiv und hat rund 1000 Mitarbeiter. Für beide Märkte verfügt sie über eine entsprechende Banklizenz. Sie setzt komplett auf das digitale Geschäft und verfügt über keine Zweigstellen. Gegenstand des Joint Ventures zwischen der Mapfre und WiZink ist der Vertrieb von Policen aus dem Geschäftssegment Nichtlebensversicherung. Den Kunden von WiZink werden zunächst Mapfre-Produkte aus der Kraftfahrt- und der Haushaltsversicherung angeboten. Sie sollen mit zahlreichen digitalen Servicekomponenten angereichert werden, um den speziellen Bedürfnissen der Kunden von WiZink gerecht zu werden. Der Vertragsabschluss erfolgt in einem ersten Schritt telefonisch. Künftig sollen die Prozesse verstärkt online über die Internetseite von WiZink kanalisiert werden. „Das Bündnis mit WiZink hat für uns große Bedeutung, denn es stärkt unsere Mehrkanal-Strategie und schafft die Grundlage für weitere Projekte in der Zukunft.“, sagt der Direktor für die strategische Entwicklung der Mapfre España Javier Enériz.

Wie am Fließband

Die strategische Partnerschaft mit WiZink ist nur eines von vielen Beispielen, denn die Mapfre…