Versicherungswirtschaft: 07/2019
7-2019
VW-Redaktion
Briefing
Bilanzen

Signal Iduna

Die Signal Iduna Gruppe hat ihr Vertriebsergebnis im ersten Quartal 2019 um 28 % gesteigert und weist bei der Beitragseinnahme ein Plus von 5,1 % gegenüber dem Vorjahresquartal aus. Vorstandschef Ulrich Leitermann wertet den starken Start 2019 als Indiz, dass das 2018 aufgelegte digitale Transformationsprogramm „Vision 2023“ bereits wirkt. „Obwohl noch ganz am Anfang stehen, gehe ich davon aus, dass wir bereits 2019 positive Effekte auf die Zahlen 2019 sehen werden. Das erste Quartal deutet darauf hin,“ sagte er in der Bilanzpressekonferenz Ende Mai. Leitermann hofft, dass der Konzern sich über zusätzliches Wachstum auf der Kostenseite auf den Marktdurchschnitt verbessert. Die Krankenversicherung weist für 2018 eine Verwaltungskostenquote von 2,5 (2,6)%, die Lebensversicherung von 3,3 (3,4) % aus und in der Kompositversicherung beträgt die Brutto-Kostenquote 27,4 (27,9)%. Für 2019 beziffert Leitermann die Investitionen für „Vision 2023“ auf 40 Mio. Euro. In den nächsten Jahren sollen es jeweils 70 Mio. Euro sein, allerdings werden dann auch weitere IT- und Projektausgaben in diesem Budget zusammengeführt.
Krankenversicherer: Das Beitragsplus von 1,6% bei der Signal Iduna Krankenversicherung setzt sich aus einem Plus von 1,8% in der Kranken- und einem Minus von 1,3 % in der Pflegepflichtversicherung zusammen. Dass das Neugeschäft entgegen dem Markttrend um 15,6% stieg und erneut netto 5.658 (4.222) Vollversicherte hinzugewonnen wurden, wird der Beitragsstabilität zugeschrieben. In der Vollversicherung hätten sich die Beiträge im Durchschnitt der letzten fünf Jahre nur um 1,6 Prozent p.a. verteuert. In der Zehn-Jahresbetrachtung lag das Plus bei 1,7%. Zum 1. Januar 2019 betrug die Beitragsanpassung (BAP) in der Vollversicherung bei 1,07 (2) Prozent; im Gesamtbestand waren es 0,6 (2) Prozent. „Wir geben enorm viel Geld zum Kappen der Beiträge aus“, sagte Vorstand Dr. Karl-Josef Bierth. Das zahle sich aus, denn von den Erhöhungen blieben 96 bis 97% übrig, die nicht den Tarif oder das Unternehmen wechselten. Tarife, die von einer BAP betroffen sind, aber leistungsfrei bleiben erhalten als Treuebonus zusätzlich zur vereinbarten Beitragsrückerstattung, den Mehrbeitrag von zwölf Monaten rückerstattet. Der Krankenversicherer baute nach Unternehmensangaben seinen Marktanteil auf über 8% (Bestand) bzw. 11% (Neugeschäft) aus.
Für Leistungsfälle wurden 2,35 Mrd. Euro 2,4% mehr aufgewendet. Damit stieg die Schadenquote auf 76,6 (76,0)%. Die versicherungstechnische Ergebnisquote verminderte sich auf 13,3 (13,8)%. Erzielt wurden 2018 eine Nettoverzinsung von 3,6 (4,0)% und eine laufende Durchschnittsverzinsung von 3,4 (3,5) %. Infolge geringerer Abgangsgewinne fiel das Kapitalanlageergebnis 2018 auf 831,6 (909,7) Mio. Euro. Damit sank der Bruttoüberschuss auf 303,2 (409,2) Mio. Euro. Davon wurden 284,2 (384,2) Mio. Euro der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zugeführt. Die RfB sank wegen höherer Entnahmen auf  1,168 (1,283) Mrd. Euro. Die Solvency II-Bedeckungsquote betrug 473%.
Lebensversicherer: Infolge des Rückgangs der Einmalbeiträge auf 175,9 (185,5) Mio. Euro sanken die Beitragseinnahmen der Signal Iduna Lebensversicherung a. G. 2018 um 2,8% auf 1,2 Mrd. Euro. Getragen von einem Plus von 26,7 % in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) wuchs das gesamte Neugeschäft gegen laufenden Beitrag um 2,0% auf 80,7 Mio. Euro. Der laufende Bestandsbeitrag nahm um 2,3% auf 1,0 Mrd. Euro ab; davon waren 34,6 (35,3)% Rentenversicherungen. Die Stornoquote wird mit 4,8 (4,6) % angegeben. Aus den Kapitalanlagen von 20,47 (20,45) Mrd. Euro erwirtschaftete der Lebensversicherer 862,3 Mio. Euro. Dass das Kapitalanlageergebnis um 18 % zurückging, beruht auf der Änderung der Berechnungsmethode zur Zinszusatzreserve (ZZR). Zur Finanzierung der ZZR musste nicht mehr so viele stille Reserven gehoben werden. Dies zeigt sich in der auf 4,2 (5,2)% gesunkenen Nettoverzinsung. Die laufende Durchschnittsverzinsung belief sich auf 2,8 (3,0)%. Die ZZR belief sich Ende 2018 auf 2,0 (1,8) Mrd. Euro. Vom Rohüberschuss von 190,3 (110,8) Mio. Euro gingen 97,4 (93,7)% als Zuführung zur RfB bzw. als Direktgutschrift an die Kunden. Die Solvenzquote belief sich auf 663 (486)% mit und 200 (130)% ohne Rückstellungstransitional. Die gebuchten Bruttobeiträge der Signal Iduna Pensionskasse AG sanken 2018 analog der Entwicklung am Markt um 4,1 % auf 110,0 Mio. Euro. Das Neugeschäft, gemessen in laufendem Beitrag, sank um 4,4% und damit weniger stark als im Marktdurchschnitt. Dadurch stieg der Marktanteil im Neugeschäft auf 15,4%.

Signal Iduna (in Mio. Euro)20182017
Beitragseinnahmen (brutto)5.7395.686
– davon in Leben1.2941.333
– davon in Komposit1.3591.324
– davon in Kranken2.8632.819
Neugeschäft Leben (Beitragssumme)2.6562.632
Schaden-Kosten-Quote 94,50%94,40%
Zahl der Vollversicherten (Personen)621.411615.753
Kapitalanlagen50.61949.264
Ergebnis aus Kapitalanlagen1.9112.191
Gewinn (nach Steuern)51,880,9
addierte Werte; kein testierter Konzernabschluss, alle Angaben beziehen sich auf das Versicherungsgeschäft - also ohne Finanzdienstleister
Kompositversicherer: Das Kompositgeschäft der Gruppe wuchs um 2,6% auf rund 1,5 Mrd. Euro; davon entfielen 1,3 Mrd. Euro auf die Inlandsgesellschaften (+ 2,6%). Bei der rumänischen sowie die polnischen Gesellschaften gelang der Turnaround. Das Flagschiff Signal Iduna Allgemeine wuchs um 3,4% auf über 1,0 Mrd. Euro Bruttobeitrag; davon waren 37,6% Kraftfahrtgeschäft und 29,8 % Unfall- und Krankenversicherung. Segmentweit stiegen im Inlandsgeschäft die Aufwendungen für Versicherungsfälle  um 3,6% auf 880 Mio. Euro und damit die Combined Ratio auf 94,5 (94,4)%. Ursache für die höhere Schadenbelastung waren vor allem einige Großschäden in der gewerblichen Haftpflicht und mehr Schäden in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung. Bei der Allgemeinen weist eine Bruttoschadenquote von 67,2 (65,7)% und eine Bruttokostenquote von 27,3 (27,9)% aus. Vor Schwankungsrückstellung kommt die Allgemeine auf einen versicherungstechnischen Gewinn von 40,1 (33,9) Mio. Euro; netto verdoppelt sich dieser auf 31,5 (15,4) Mio. Euro. Die Solvenzquote der Signal Iduna betrug 241%.

Die von der Gruppe verwalteten Assets under Management (einschließlich der Finanztöchter) wuchsen auf 76,51 (73,07) Mrd. Euro; darin stecken rund 50,6 (49,3) Mrd. Euro Kapitalanlagen der Versicherungsunternehmen.
Finanztöchter: Die Signal Iduna Bauspar AG weitete 2018 nach Unternehmensangaben ihren Bestand an Baudarlehen um 8,9% auf 966,2 Mio. Euro aus. Das Bauspar-Neugeschäft sank auf 509,0 (538,9) Mio. Euro, der Jahresüberschuss auf 0,08 (0,12) Mio. Euro. Der für die Gruppe verwaltete Bestand an Immobilienfinanzierungen stieg um 9,8 % auf 5,8 Mrd. Euro. Die Signal Iduna Asset Management GmbH (SIAM) verwaltete für Dritte 43,4 (43,3) Mrd. Euro Vermögen und steigerte damit das Provisionsergebnis auf 47,7 (44,7) Mio. Euro. Das Jahresergebnis war nut 37,8 Mio. Euro um 4,7% höher.  Das Bankhaus Donner & Reuschel erzielte 2,13 (3,73) Mio. Euro Gewinn nach Steuern, womit das Eigenkapital gestärkt wurde. Bei der Hansainvest Hanseatische Investment-GmbH wuchs das administrierte Nettofondsvermögen um rund 9% auf 32,0 Mrd. Euro und das Bruttofondsvermögen auf knapp 34,9 (31,3) Mrd. Euro. Die Hansainvest Real Assets GmbH verwaltete 5,17 (4,75) Mrd. Euro. lie

Provinzial Rheinland

Bei den Provinzial Rheinland Versicherungen lief das Gj 2018 im Wesentlichen wie gehabt: Die Sachversicherer der Gruppe wuchsen um 5% auf 1,57 Mrd. Euro Beitrag im selbst abgeschlossenen Geschäft, während der Lebensversicherer weiter um 9,4% auf 984,1 Mio. Euro schrumpfte. Die gebuchten Bruttobeiträge des Konzerns verminderten sich damit entgegen der Erwartung einer leichten Beitragssteigerung erneut um 1,0% auf 2,61 Mrd. Euro. Die verdienten Nettobeiträge erreichten 2,18 (2,25) Mrd. Euro. Der Gewinn der Holding wird mit 104 (74) Mio. Euro vor Steuern angegeben – hierzu trugen höhere Kapitalerträge und im Vergleich zum Vorjahr eine geringere Dotierung der Schwankungsrückstellung bei. Die Gewährträger (34% der Rheinische Sparkassen- und Giroverband, zu 33,3% der Sparkassen- und Giroverband Rheinland-Pfalz und zu 32,6% der Landschaftsverband Rheinland) erhalten zusammen wie in den Vorjahren 18 Mio. Euro Dividende.
Zur möglichen Fusion mit dem Provinzial Nordwest-Konzern hält sich die Provinzial Rheinland recht bedeckt. Die traditionelle Bilanzpressekonferenz entfiel und im Geschäftsbericht heißt es: „Aktuell läuft die Phase der Due Diligence. Hierbei werden beide Unternehmen sorgfältig auf ihre rechtlichen, steuerlichen und finanziellen Verhältnisse analysiert. Daraus wird ein Bewertungsverhältnis ermittelt, das den Anteilseignern vorgelegt wird.“ Die Süddeutsche hatte berichtet, dass die Verhandlungen stockten, weil sich die Eigentümer eben nicht auf ein Bewertungsverhältnis einigen können bzw. mit dem Ermittelten die rheinischen Kommunen unzufrieden sind. Danach wäre die Rheinische Provinzial nämlich weniger wert als die Provinzial Nordwest. Die beiden öffentlichen Versicherergruppen haben insgesamt sieben verschiedene Eigentümer, die bereits mehrere Anläufe für eine Fusion genommen haben. An der Bewertungsfrage scheiterte es schon mindestens ein Mal.
Ende 2018 sei das auf drei Jahre angelegte Zukunftsprogramm „Plan P“ abgeschlossen worden, wird mitgeteilt. Durch sozialverträgliche Personalmaßnahmen sowie die Reduzierung von Sachkosten würden damit bis 2020 jährlich 25 bis 30 Mio. Euro eingespart. Die Belegschaft reduzierte sich 2018 auf durchschnittlich 2.147 (2.207) Mitarbeiter. Für die Provinzial Rheinland Versicherung AG (PRV), das Sach-Flagschiff der Gruppe, wird eine Bruttokostenquote von 20,2 (23,9)% genannt; beim Lebensversicherer belief sich die Verwaltungskostenquote auf unverändert 1,6%. „Plan P“ dient aber auch der Digitalisierung: So wurde unter anderem ein digitalen Kundenportals mit derzeit 70.000 aktiven Nutzern eingeführt und das Cyber-Versicherungen für Privatkunden sowie kleinere und mittlere Gewerbekunden entwickelt. Anfang 2019 wurde die „Provinzial Dienstleistungs-GmbH“ gegründet. Denn die Provinzial Rheinland will ihr bestehendes Handwerkernetz künftig auch unabhängig von einem Schadenfall anbieten – beispielsweise für die Wohnungsrenovierung. Zudem soll die neue Gesellschaft Dienstleistungen bei Planung und Umsetzung für einen altersgerechten Umbau vermitteln.
Provinzial Rheinland Versicherung: Im selbst abgeschlossenen Geschäft legte die Provinzial Rheinland Versicherung um 3,6% auf knapp 1,18 Mrd. Euro zu. Treiber waren vor allem die Sparten Wohngebäude (+7,7%), Unfall (+3,4%) und Allgemeine Haftpflicht (+2,7%). In der Verbundenen Wohngebäudeversicherung, auf die mit 317,2 (294,5) Mio. Euro mehr als die Hälfte des gesamten Sach-Beitrags entfällt, stammt das Plus aus Beitragsanpassungen, Index-getriebenen Erhöhungen sowie Mehrbeiträgen aus der Neuordnungen (z. B. mit Starkregeneinschluss). Mehrere größere und außerordentliche Unwetterereignisse sowie mehrere Großbrände trieben den Bruttoaufwand für Versicherungsfälle nach Abwicklung um 10,6% auf 788,6 Mio. Euro; die bilanzielle Nettoschadenquote erreichte 67,3 (65,4) %. Die Combined Ratio erhöhte sich um 4,2 Prozentpunkte auf 90,9%; lag damit aber erneut unterhalb der Quote für den Gesamtmarkt, die der GDV auf rund 95 % schätzt. Der Schwankungsrückstellung wurden im Saldo 13,5 (VJ.: 20,2 Zuführung) Mio. Euro entnommen. Daraus resultiert ein verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis f.e.R. von 90,9 (79,4) Mio. Euro. Das Nettoergebnis der Kapitalanlagen belief sich auf 81,5 (67,1) Mio. Euro; damit betrug die Nettorendite 2,9 (2,5)%. Der Anstieg wird auf höhere laufenden Erträge von 78,2 (58,9) Mio. Euro zurückgeführt. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Betrag von 103,5 (99,3) Mio. Euro, der an die Provinzial Rheinland Holding weitergegeben wird. Zu den Tochtergesellschaften heißt es, dass die in Detmold ansässige Lippische Landes-Brandversicherungsanstalt (LLB) ihre Beitragseinnahmen um 2,4% auf 105,4 (102,9) Mio. Euro steigerte. Die Sparkassen DirektVersicherung wuchs um knapp 6% auf 118,7 (112,0) Mio. Euro und ProTect um 17% auf 171,1 (146,0) Mio. Euro.

Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG20182017
Beitragseinnahmen (brutto)9841.087
Neugeschäft (Beitragssumme)1.5231.602
Stornoquote*4,00%3,80%
Verwaltungskosten-Quote 1,60%1,60%
Abschlusskosten-Quote** 4,60%4,70%
Kapitalanlagen13.99114.037
Nettoverzinsung 3,10%3,90%
Gewinn (nach Steuern)1513
* auf den mittleren Bestand der Kapitalversicherungen nach laufendem Beitrag bezogen.
** bezogen auf die Beitragssumme des Neugeschäfts.

Provinzial Rheinland Leben: Der Beitragsrückgang der Provinzial Rheinland Lebensversicherung AG (PRL) ergibt sich im Wesentlichen einem mit 306,9 Mio. Euro um ein knappes Viertel niedrigem Einmalbeitragsgeschäft. Im Vorjahr hatte die Provinzial Leben von einer Sonderzahlung in das Kapitalisierungsprodukt „Parkdepot“ profitiert, die so 2018 nicht mehr anfiel. Dagegen verminderten sich die gebuchten laufenden Beiträgen nur noch leicht auf 675 (690) Mio. Euro. Aus den Kapitalanlagen von 13,99 (14,03) Mrd. Euro erwirtschaftete der Lebensversicherer 435,5 (548,7) Mio. Euro Ertrag. Das entspricht einer Nettoverzinsung von 3,1 (3,9)%. Der gesteuerte Rückgang resultiert aus der Geschäftsstrategie, in der Niedrigzinsphase möglichst wenige hochverzinsliche Papiere zu veräußern – in Kombination mit der Neugestaltung der Zinszusatzreserve (ZZR). So mussten der ZZR nach der Korridormethode nur noch 60,2 (219,8) Mio. Euro zugeführt werden. Für 2018 war ohne die Änderung der Berechnungsmethode mit einer ZZR-Zuführung von knapp 300 Mio. Euro gerechnet worden. Das Rohergebnis erreichte120,0 (47,9) Mio. Euro. Davon wurden der Rückstellung für Beitragsrückerstattung 105,0 (34,9) Mio. Euro zugeführt; diese erreichte damit 608,94 (577,9) Mio. Euro. Der freie Teil der RfB macht 317,7 (312,5) Mio. Euro aus. Nach Unternehmensangaben kommt der Lebensversicherer auf eine Bedeckungsquote gemäß Solvency II mit Übergangsmaßnahmen von 837,4 (707,9)% sowie mit sogenannter. Volatilitätsanpassung von 445,4 (337,5)%. lie

Barmenia

In der Gruppe kommt die Barmenia zum Jahresende 2018 auf eine SCR-Bedeckungsquote von 398,7 (384,5)%. Für die Barmenia Lebensversicherung a. G., die zusammen mit der Krankenversicherung einen Gleichordnungskonzern bildet und daher in der Tabelle nicht berücksichtig ist, beträgt die Bedeckungsquote 467,7(348,6)% (inklusive Rückstellungsübergangsmaßnahme und Volatilitätsanpassung). Ohne Rückstel-lungsübergangsmaßnahme liegt die Bedeckungsquote bei 385,2 (275,6)%. Der Krankenversicherer hat eine SCR-Quote von 432,1 (448,9)%, der Schaden- und Unfallversicherer von 230,4 (218,8)%. Die Barmenia Lebensversicherung a.G. und die Barmenia Allgemeine Versicherungs-AG wuchsen 2018 dynamisch, der Krankenversicherer marktkonform. Insgesamt buchte die Gruppe mit 2,18 Mrd. Euro 3,1% mehr Bruttobeitrag.
Barmenia Krankenversicherung a. G. steigerte 2018 laut Geschäftsbericht zwar die Zahl der Verträge um 1,8% auf über 1,5 Millionen (ohne Auslandsreise), in der Vollkostenversicherung bröckelte der Bestand aber weiter: Die Zahl der Vollversicherten verminderte sich 0,2%, während die Beiträge in der Krankheitskostenvollversicherung um 2,4 (5,5)% auf 1,23 Mrd. Euro zulegten. Aussagen zu Beitragsanpassungen oder Details zum Neugeschäft macht die Barmenia in ihrem Geschäftsbericht nicht. Die Zahlungen für Versicherungsfälle stiegen mit Plus 3,0 (+ 5,5)% auf 1,87 Mrd. Euro zwar etwas weniger stark als im Vorjahr, jedoch schneller als die Beiträge, weshalb sich die Schadenquote auf 78,4 (75,7)% erhöhte. Höherer Abschlusskosten ließen die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb um 94% auf 195,8 Mio. Euro. Die Abschlusskostenquote wird mit 8,9 (8,2)% angegeben, die Verwaltungskostenquote mit 2,4 (2,3)%. Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote liegt damit bei 10,3 (13,7)%.
Die Kapitalanlagen von 10,97 (10,36) Mrd. Euro erzielten per saldo 336,3 (327,6) Mio. Euro Ergebnis. Die Durchschnittsverzinsung verminderte sich weiter auf 2,9 (3,2)%, die Nettoverzinsung auf 3,2 (3,3)%. Vom Rohüberschuss nach Steuern von 182,5 (250,0) Mio. Euro wurden 151,5 (210,0) Mio. Euro der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung (RfB) zugeführt, die damit 569,6 (561,7) Mio. Euro erreichte. Mit Zuführung von 31,0 (40,0) Mio. Euro zu den anderen Gewinnrücklagen vergrößerte sich das Eigenkapital auf 443,0 (412,0) Mio. Euro, was einer Eigenkapitalquote von 25,7 (24,3)% entspricht. Die Überschussverwendungsquote belief sich auf 84,8 (85,0)%, die RfB-Quote 33,0 (33,1) % und die RfB-Zuführungsquote 8,8 (12,4)%.
Barmenia Krankenversicherung a.G. (in Mio. Euro)20182017
Beitragseinnahmen (brutto) 1.9241.876
– davon in Komposit 198179
– davon in Kranken 1.7261.697
Schaden-Kosten-Quote 99,00%95,30%
Zahl der Vollversicherten (Personen) 298.894299.619
Kapitalanlagen 11.15110.530
Ergebnis aus Kapitalanlagen 344,5334,7
Versicherungstechnisches Ergebnis (f.e.R.)59,264,1
Gewinn (nach Steuern)36,146,8
Die Barmenia Leben baute ihr Neugeschäft 2018 um 17,7% auf 34,0 Mio. Euro Annual Premium Equivalent (APE) aus. 58 (50)% des Neugeschäfts waren Produkte mit modifizierten Garantien. Mit insgesamt 20.761 (17.932) neu geschlossenen Verträgen  wurde eine Versicherungssumme von 1,555 (1,417) Mrd. Euro eingelöst und eine Beitragssumme von 983,8 (822,3) Mio. Euro erzielt. Die Einmalbeiträge erreichten 56,2 (46,7) Mio. Euro. Bezogen auf den laufenden Beitrag belief sich die Stornoquote auf 2,5%. Der gesamte Bestand vergrößerte sich um 6,1% auf 205,6 Mio. Euro laufenden Bestandsbeitrag. 51,4 (49,2)% des Bestands sind Renten- (inklusive Berufsunfähigkeit und Pflege) und 28,5 (30,1)% kapitalbildende Lebensversicherungen. Die Brutto-Beiträge erhöhten sich um 7,9% auf 255,7 Mio. Euro; davon waren 199,5 Mio. Euro laufende Beiträge (+ 4,9%).
Der Lebensversicherer erwirtschaftete bei einer Nettoverzinsung von 3,3 (3,8)% ein Kapitalanlageergebnis von 81,2 (90,0) Mio. Euro. Die Durchschnittsverzinsung erreichte 2,5 (2,8)%. Dank der Änderung der Berechnungsmodalität für die Zinszusatzreserve fällt diese geringer aus, so dass ein Überschuss von 26,5 (10,6) Mio. Euro bleibt. 24,0 (9,6) Mio. Euro der RfB zugeführt, die sich erneut auf 82,6 (82,90) Mio. Euro ermäßigt. 25,2 (29,6) Mio. Euro sind freie RfB. Der Jahresüberschuss von 2,5 (1,0) Mio. Euro wurde erneut voll dem Eigenkapital zugewiesen. Bei der Berechnung der Zinszusatzreserve wurden dabei wiederum sowohl für den regulierten als auch für den deregulierten Versicherungsbestand Storno- und Kapitalwahlwahrscheinlichkeiten sowie Sicherheiten in den biometrischen Rechnungsgrundlagen berücksichtigt.
Die gebuchten Bruttobeiträge des Kompositversicherers übertrafen mit 198,2 Mio. Euro den Vorjahreswert um 10,6%. Besonders stark wuchsen die Allgemeine Haftplicht- und die verbundene Hausratversicherung. Die Zahl der Verträge erhöhte sich um 7,8% auf über 1,11 Millionen. Im Spartenmix hatten weiterhin die Kraftfahrtversicherung mit 36,9 (39,1)% und die Unfallversicherung mit 24,3 (24,7)% das größte Gewicht. Der  Selbstbehalt lag bei 71,4 (71,2)%. Die Combined Ratio wird brutto mit 99,0 (95,3)% und netto mit 97,3 (96,0)% angegeben. Aus den Kapitalanlagen wurden bei einer Nettoverzinsung von 3,0 (2,8) % per Saldo 5,7 (5,1) Mio. Euro erwirtschaftet. Der Jahresüberschuss beträgt 3,58 (4,8) Mio. Euro.

Arag

Die Arag SE hat den Wachstumsschwung von 2018 ins erste Quartal 2019 mitgenommen. Vor allem das Rechtsschutzgeschäft in Deutschland brummt. In der Bilanzpressekonferenz ging es dieses Mal weniger um die Zahlen 2018, die dank der guten Voraussage im Dezember schon weit gehend bekannt waren, als vielmehr um die Nachfolge des Vorstandschefs Dr. Paul-Otto Faßbender.
Er habe es als „nicht gerade prickelnd“ empfunden, ab 1998 stereotyp die Journalistenfragen nach dem schrumpfenden Marktanteil beantworten zu müssen, sagte Dr. Paul-Otto Faßbender in seiner voraussichtlich vorletzten Bilanzpressekonferenz als Vorstandschef der Arag SE. Dieser Trend ist seit einiger Zeit gebrochen: Auch im ersten Quartal 2019 wuchs der heimische Rechtsschutz mit einem plus sieben Prozent kräftig. 2018 wuchs das deutsche Rechtsschutzgeschäft ebenfalls um gut sieben Prozent auf 379,5 Mio. Euro und damit fast doppelt so schnell wie der Markt. Der Marktanteil vergrößerte sich auf 9,4 (8,8) Prozent. Hinter dem Plus steckt ein Zuwachs von über 46.000 Verträgen. Leidigen Fragen nach Marktanteilen wird sich Faßbender nach dem 3. Juli 2020 nicht mehr stellen müssen. Er will seinen dann auslaufenden Vertrag als Vorstandschef nicht verlängern, sondern in den Aufsichtsrat wechseln. Als Mehrheitsaktionär und Vorstandsvorsitzender der Konzernobergesellschaft Arag Holding SE bleibe er aber „im Unternehmen präsent und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eng verbunden“, sagte Faßbender Dr. Reno Dirksen wurde zum 4. Juli 2020 zum Vorstandssprecher berufen. Er soll eine „moderierende Funktion“ übernehmen und so die „erfolgreiche Weiterentwicklung der Arag mit ihrem langjährig eingespielten Vorstandsteam“ weiterführen, erläuterte Faßbender. Der gebürtige Hannoveraner arbeitet seit 2005 im Unternehmen in verschiedenen Funktionen und Mandaten und gehört dem Vorstand der Arag SE seit 2015 an.
„Der Aufsichtsrat Faßbender ist aber kein Supervorstand“, entgegnete er auf kritische Fragen, ob er nach 20 Jahren Arag-Chef seinen Nachfolge wirklich agieren lassen könne. „Das deutsche Gesetz sieht vor, dass der Vorstand die Geschäfte führt und nicht der Aufsichtsrat. Die Aufgabe des Aufsichtsrats ist eine andere: Er hat nicht die operativen Geschäfte zu führen, sondern er ist Ratgeber und hat vielfältige Kontrollpflichten.“ Faßbender hatte bereits auf der letztjährigen Bilanzpressekonferenz angekündigt, nun seinen Nachfolger zu benennen. „Mit der Neuordnung des Vorstandes setzen wir ein weiteres wichtiges Signal zur Zukunftsfähigkeit des gesamten Konzerns als erfolgreiches Familienunternehmen.“ Die Arag bleibe ein Familienunternehmen, betonte er. Er habe sich in seiner Amtszeit „sehr bemüht, dass wir als Team stets um die beste Lösungen ringen. Ich habe keine Lösungen vorgegeben. Es war immer ein lebhafter Prozess,“ so Faßbender. „Ich gehe davon aus, dass sich daran nichts ändern wird.“

Arag SE (in Mio. Euro; HGB)20182017
Bruttobeiträge1.6401.585
– davon in Rechtsschutz1.004939
– davon in Komposit276281
– davon in Kranken374365
Zahl der Vollversicherten45.50044.713
Schaden-Kosten-Quote 88,60%89,90%
Kapitalanlagen4.3534.216
Ergebnis aus Kapitalanlagen81136
Versicherungstechnisches Ergebnis (f.e.R.)97,473,5
Gewinn (nach Steuern)34,727,8

Die im Dezember vorgestellten vorläufigen Zahlen für 2018 wurden im Wesentlichen bestätigt. 2018 stiegen die Konzernbeiträge um 4,3 Prozent auf 1,65 Mrd. Euro; davon entfielen rund eine Milliarde Euro auf den Rechtsschutz, der damit um sieben Prozent zulegte. Der Krankenversicherer wuchs um 2,4 Prozent auf 373,7 Mio. Euro, wozu nicht nur die Ergänzungsversicherung, sondern auch die Vollversicherung beitrug. Letztere stand in der Vergangenheit nicht im Fokus. 2018 erhöhte sich hier jedoch die Zahl der Vollversicherten um 1,6 Prozent auf rund 45.500 Personen. Für diesen Herbst wurde ein neuer Tarif mit Hausarztprinzip angekündigt. Die Combined Ratio verbesserte sich 2018 auf 88,6 (89,9) Prozent Das versicherungstechnische Ergebnis legte um mehr als ein Drittel auf 97,4 Mio. Euro zu. Alle Sparten trugen positiv zu Ergebnissituation bei.
Als Folge starker Kursrückgänge in Spezialfonds und damit entsprechender Abschreibungen sank das Kapitalanlagen auf 81,2 (136,1) Mio. Euro. Dies drückte das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 70,2 (81,2) Mio. Euro. Infolge geringerer Steuern stieg der Konzernüberschuss doch noch um ein Viertel auf 34,7 Mio. Euro. Der Wachstumsschub setzte sich seinen Angaben zufolge im ersten Quartal 2019 mit einem Plus von 5,8 Prozent auf 502 Mio. Euro Beitrag fort. „Unsere Erwartungen für 2019 sind gut. Wir erwarten, dass der Konzern seinen spürbaren Wachstumskurs fortsetzen und auch ertragsstark bleiben wird.“
Die Digitalisierung läuft bei der Arag als „Smart Insurer Programm“ und soll in den nächsten drei Jahren rund 80 Millionen Euro kosten. In diesem Zusammenhang wurden bereits alle Mitarbeiter mit neuen Rechnern ausgestattet. Sie durften frei zwischen drei Laptop- bzw. Tablet-Typen wählen. Jeder vierte Arag-Kunde kommt bereits über einen online-Kanal. Im Bestand machen diese Kunden zwölf Prozent aus. Auch in die Digitalisierung des Stammvertriebs wird kräftig investiert. Seit Anfang des Jahres sind die rund 1.200 Ausschließlichkeitsvertreter auf einen vollständig digitalen Verkaufsprozess umgestellt. Sie können nun vor Ort von der Erfassung der Risikosituation bis zum Abschluss alle ohne Medienbruch online beraten. Zum Start wurden alle anderen Online- und Offline Instrumente für die AO abgeschaltet. lie

Deutsche Rück

Die Deutsche Rückversicherung AG kommt per Jahresende 2018 ohne Übergangsmaßnahmen oder vereinfachte Berechnungen auf eine SCR-Quote von 234 (224)%. Der den öffentlichen Versicherern gehörende Rückversicherer verwendet das Standardmodell. Die Sicherheitsmittel im Konzern – Deutsche Rückversicherung AG und ihre Tochter Deutsche Rückversicherung Schweiz AG –  sind 2018 auf 604,1 (529,2) Mio. Euro gestiegen; was 82,9 (75,0)% der verdienten Nettobeiträge entspricht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus höheren Kapitalerträgen nach dem eigenem Bekunden nach „planmäßigen“ Verkauf von Immobilienbeteiligungen. Aus den Kapitalanlagen von knapp 2,0 (1,94) Mrd. Euro wurden netto 86,5 (57,22) Mio. Euro Ergebnis erwirtschaftet. Zusammen mit einem auf 9,4 (20,0) Mio. Euro verringerten versicherungstechnischen Verlust f.e.R. ergab sich daraus ein 56,0 (3,0) Mio. Euro gestiegener Konzernüberschuss. Dies schlägt sich in einem Anstieg um ein Viertel auf 280,8 (225,6) Mio. Euro beim bilanziellen Eigenkapital nieder. Zudem wurden die Schwankungsrückstellungen auf 261,5 (241,8) Mio. Euro aufgestockt. Netto kommt der Konzern auf 1,35 Mrd. Euro versicherungstechnische Rückstellungen (+ 0,4%; ohne Schwankungsrückstellung). Im Konzern sind im Gj 2018 die Bruttobeiträge – wie angekündigt – durch die Neuordnung des Restkreditgeschäfts um 7,8 % auf 1,101 Mrd. Euro zurückgegangen. Seit 2018 übernimmt die Deutsche Rück nur noch den Nettoanteil dieses Geschäfts und nicht mehr auch die Teile, die an die Gruppe der öffentlichen Versicherer weitergegeben werden. Ohne die Anteile wäre der Konzern laut Geschäftsbericht 2018 um 3,3% gewachsen. Davon entfielen 694,2 Mio. Euro (-0,7%) auf Sach-, 270,8 Mio. Euro (+7,5%) auf HUK- und 72,3 Mio. Euro auf die Lebensrückversicherung (+29,0%). Die verdienten Nettobeiträge nahmen um 3,3 % auf 728,8 Mio. Euro zu. Die Kunden der Deutschen Rück waren 2018 besonders vom Sturmereignis Friederike und einer Vielzahl größerer Feuerschäden betroffen, was den Schadenaufwand brutto wie netto erhöhte. Über alle Sparten nahm die Bruttoschadenquote auf 65,9 (56,0) % zu; netto erreichte sie 65,3 (65,1)%. Die Nettokostenquote berug 31,7 (30,6) %. Damit erhöhte sich die Combined Ratio des Nichtlebengeschäftes auf netto 97,2 (196,8)%. Vor Dotierung der Schwankungsrückstellungen mit 19,7 (23,8) Mio. Euro beläuft sich das versicherungstechnische Ergebnis auf 10,2 (3,8) Mio. Euro.  Für 2019 rechnet die Deutsche Rück eigenem Bekunden nach mit einer stabilen Geschäftsentwicklung mit einem insgesamt geringfügig niedrigeren Bruttoprämienvolumen und einer konstanten Combined Ratio. Auch 2019 wird die Abwicklung des Restkreditgeschäfts weitergeführt. Beitragswachstum wird für Feuer-/Sach, das Elementargefahrengeschäft und die HUK-Sparten erwartet. Bei den europäischen Verbindungen wird von einem leichten Beitragsrückgang ausgegangen. Hier zeichne man weiterhin selektiv Geschäft, das den eigenen Margenanforderungen genügt. lie

Inter Konzern

Die Inter Krankenversicherung AG weist per Ende 2018 eine SCR-Bedeckungsquote von 613 (609)%. Erleichterungen aus der Anrechnung einer Volatilitätsanpassung oder der Anwendung einer Übergangsmaßnahme werden laut SFCR-Bericht nicht beansprucht. Der eigene Zielwert liegt bei 250 %. Das Flagschiff der Gruppe erzielte im Gj 2018 einen Gesamtüberschuss von 103,38 (127,24) Mio. Euro; der hohe Vorjahreswert war im Wesentlichen durch Sondereffekte in den Kapitalanlagen und der steuerlichen Abwicklung der Bilanzänderungen 2000 bis 2014 begünstigt. Die gebuchten Bruttobeiträge nahmen um 0,3% auf 691,25 Mio. Euro zu, was auf moderate Beitragsanpassung und ein höheres Neugeschäft in der Krankenzusatzversicherung zurückgeführt wird. Während die Zahl der Vollversicherten um 1,5 % sank, erhöhte sich die Zahl der Zusatzversicherten um 4,8% auf 255.950 Verträge. Die Vollversicherung macht 78,2 (78,3)% des Beitragsaufkommens aus. Die Inter hat eigenen Angaben zufolge 1.587 (1.637) Nichtzahler im Notlagentarif. Die Zuführung zur Wertberichtigung auf Forderungen an Nichtzahler kostete 2018 rund 0,075 (-0,219) Mio. Euro. Für Versicherungsfälle wurden insgesamt 524,5 Mio. Euro und damit 3,6% mehr aufgewendet. Den Angaben zufolge stiegen die Abschlusskostenquote auf 9,06 (8,54)% und die Verwaltungskostenquote auf 2,90 (2,68)%. Aus den um 4,2% auf 5,52 Mrd. Euro gestiegenen Kapitalanlagen wurden netto 213,32 (221,1) Mio. Euro Ergebnis erzielt. Das höhere Kapitalanlageergebnis des Vorjahres resultiert aus Abgangsgewinnen, was sich auch in der auf 3,95 (4,31)% gesunkenen Nettoverzinsung zeigt. Die laufende Durchschnittsverzinsung war mit 3,90 (3,94)% fast unverändert. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wurden 78,4 (101,2) Mio. Euro zugeführt, die damit 302,2 (296,1) Mio. Euro erreichte. Vom Jahresüberschuss von 25 (26) Mio. Euro wurden 13 Mio. Euro als Dividende an den Verein ausgeschüttet.

Inter Versicherungsverein a.G.20182017
Beitragseinnahmen (brutto)865,4863,4
– davon in Leben87,891
– davon in Komposit86,383,3
– davon in Kranken691,2689,2
Neugeschäft Leben (Beitragssumme)161,6144,4
Schaden-Kosten-Quote 95,20%101,00%
Zahl der Vollversicherten (Personen)136.878139.012
Kapitalanlagen7.6897.489
Ergebnis aus Kapitalanlagen279,8320,2
Versicherungstechnisches Ergebnis (f.e.R.)50,318,4
Gewinn (nach Steuern)33,830,6

Der Lebensversicherer kommt auf eine SCR-Bedeckungsquote von 658 (560)%. Laut SFCR-Bericht wären SCR und MCR auch ohne Anwendung des Rückstellungstransitional ausreichend mit anrechnungsfähigen Eigenmitteln bedeckt. Auch bei der Lebensversicherung war das Vorjahresergebnis durch Sondereffekte in den Kapitalanlagen und steuerliche Auswirkungen der Bilanzänderungen 2000 bis 2014 positiv geprägt. 2018 wurde nur ein Gesamtüberschuss von 2,42 (22,99) Mio. Euro erzielt. Die gebuchten Bruttobeiträge reduzierten sich erneut um 3,3% auf 85,07 Mio. Euro, wobei der  Rückgang sowohl aus den geringeren Einmalbeiträgen von 9,0 (10,5) als auch aus rückläufigen laufenden Beiträgen von 76,0 (77,4) Mio. Euro resultiert. Der Bestand wuchs um 0,1% auf 3,26 Mrd. Euro Versicherungssumme. Die Abschlusskostenquote fiel auf 3,59 (4,29)%, die Verwaltungskostenquote erhöhte sich aufgrund von Kostensteigerungen und gesunkenen Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft auf 4,38 (3,67)%. Die Kapitalanlagen von 1,47 Mrd. Euro (+0,8%) brachten per Saldo 51,82 (83,62) Mio. Euro. Als Folge der geänderten Berechnungsmethode für die Zinszusatzreserve (ZZR) wurden weniger ao. Erträge gehoben, was sich auch am Rückgang der Nettoverzinsung auf 3,53  (5,84)% zeigt. Der ZZR wurden 1,63 (34,97) Mio. Euro zugeführt. Vom Rohüberschuss von 6,78 (26,24) Mio. Euro wurden 4,4 (3,3) Mio. Euro direkt gutgeschrieben und 1,8 (20,0) Mio. Euro der RfB zugeführt, deren Bestand sich auf 68,1 (73,4) Mio. Euro verminderte. Die Inter Allgemeine wuchs um 2,5% auf 56,7 Mio. Euro Bruttobeitrag. Die Zahl der Verträge stieg um 0,6 % auf 310.490. Infolge einer besseren Versicherungstechnik erreichte der Jahresüberschuss 3,0 Mio. Euro nach einem Fehlbetrag von 0,6 Mio. Euro im Vorjahr. Vom Konzernüberschuss von 33,8 (30,6) Mio. Euro entfielen 29,3 (25,7) Mio. Euro auf den Bereich Versicherungen und 4,6 (4,9) Mio. Euro auf das Bauspargeschäft (Bausparkasse Mainz AG). Im Innen- und Außendienst waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 1.575 (1.535) Personen) angestellt. lie

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