Erschienen in Ausgabe 6-2019Trends & Innovationen

Huk-Coburg gewinnt Dauerfehde gegen Check24

Von VW-Redaktion

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Aus Kostengründen hatte der deutsche Kfz-Primus die Zusammenarbeit mit dem Vergleichsportal eingestellt. Denn genau wie jeder menschliche Vermittler hält auch der Mechanische bei einem Abschluss die Hand auf. Der Versicherer kam zu dem Schluss, dass es „Huk-Preise künftig auf keinem Vergleichsportal mehr gebe“, wie Kfz-Vorstand Jörg Rheinländer erklärte. Dieser Einwand muss Check 24 entgangen sein, denn das Portal nutzte weiterhin Logo und Tarife des Versicherers. Zudem wies das Portal darauf hin, dass ein Abschluss des Huk-Tarifes über das eigene Portal nicht möglich sei. Mit dieser Taktik hatte die Vergleichsseite in der ersten gerichtlichen Instanz noch Erfolg, allerdings nicht mehr vor dem Oberlandesgericht Köln. „Wir freuen uns, dass das OLG in Köln unsere Rechtsauffassung teilt und es Check24 untersagt, Kfz-Versicherungen der Huk-Coburg Versicherungsgruppe in seine Online-Preisvergleiche aufzunehmen, wenn für diese Versicherungsprodukte kein Preis angegeben wird“, schreibt der Kfz-Versicherer. „Unsere Autoversicherungen zählen preislich zu den günstigsten im Markt. Um diese Preisposition nicht zu gefährden, haben wir uns 2017 entschieden, auf die relativ teuren Vergleichsportale zu verzichten.“ Die Nutzung der Huk-Tarife und Logos sieht Check24 trotz des Urteils bestätigt. Beim OLG-Urteil handele es sich nicht um ein „pauschales Urteil gegen die Auflistung der Huk-Coburg in unseren Vergleichen“, schreibt das Unternehmen. Check24 dürfe die Tarife der Huk „weiterhin in unseren Vergleichen auflisten, auch inkl. Logo, wenn der Preis gegeben ist“. Untersagt wurde lediglich, die Kfz-Versicherungen der Huk „in der bisherigen Darstellungsform in den Vergleich aufzunehmen“. Daher werden wir „unsere Darstellung im Kfz-Vergleich überarbeiten und das OLG-Urteil adressieren.“