Quelle: ak
Erschienen in Ausgabe 6-2019Köpfe & Positionen

Historisch gewachsen

Von Alexander KasparVersicherungswirtschaft

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Am 18. Mai 2009 wurde an traditionsreicher Stelle in Gotha das Deutsche Versicherungsmuseum Ernst Wilhelm Arnoldi gegründet. In den historischen Vorstandsräumen der Gothaer Versicherung finden geschichtsinteressierte Besucher seitdem Exponate aus zweihundert Jahren Versicherungswirtschaft in Deutschland. Neben uralten Urkunden und Dokumenten widmet sich der Förderverein des Museums auch aktuellen Themen der Branche. Zum zehnjährigen Jubiläum wurde am 18. Mai eine neue Ausstellung eröffnet. Gleichzeitig wurde der vor vier Jahren in Aachen verstorbene renommierte Versicherungshistoriker Prof. Peter Koch geehrt.
 Mehr als 14.000 Besucher haben in den vergangenen zehn Jahren den Weg in das lichtdurchflutete Foyer und in die beeindruckenden Vorstandsräumlichkeiten der Gothaer Versicherung in der Bahnhofstr. 3a gefunden, wie Horst Gröner vom Förderverein Deutsches Versicherungsmuseum E.W. Arnoldi e.V. im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten nicht ohne Stolz berichtete. Von alten Emailleschildern über Rechenapparate, Ölgemälde und historische Unternehmensdevotionalien bestehender wie längst untergegangener Assekuranzen wird im Herzen Gothas auf zwei Ebenen die Entwicklung der Deutschen Versicherungswirtschaft nachgezeichnet. Im Mittelpunkt steht dabei das Wirken Ernst Wilhelm Arnoldi, der nicht nur Namensgeber des Hauses, sondern mit seiner Begründung einer Feuerversicherungsbank am Ort 1820 und einer ersten Lebensversicherungsgesellschaft sieben Jahre später ebenda, als „Vater des deutschen Versicherungswesens“ gilt. Unter der Sponsorenschaft der SV Sparkassenversicherung, der Ideal Versicherung, der Gothaer, dem GDV sowie der Stadt Gotha, die sich zum Jubiläum mit einer kleinen Spende erkenntlich zeigte, konnte nun eine neue Sonderausstellung eröffnet werden. Bis Ende August dreht sich in den altehrwürdigen Hallen ab sofort alles um das Thema „Telefonkarten erzählen Versicherungsgeschichte“.

„Habe schon früh Versicherungsluft eingeatmet“, sagte Professor Dr. Wolfgang Koch in seiner Laudatio. Er ist der Sohn des berühmten Versicherungshistorikers Professor Peter Koch.
„Habe schon früh Versicherungsluft eingeatmet“, sagte Professor Dr. Wolfgang Koch in seiner Laudatio. Er ist der Sohn des berühmten Versicherungshistorikers Professor Peter Koch.Quelle: ak

Riesige Sammlung an Telefonkarten als Werbung

1983 gab die Deutsche Bundespost Telekom (später Telekom AG) die ersten Telefonkarten aus. Parallel wurden mit Hologrammkarten, Lochkarten, Magnet- oder Chipkarten auch alternative Medien getestet. Bereits 1998 wurde die fünfhundertmillionste Telefonkarte verkauft. Und natürlich nutzten auch Versicherungsunternehmen die Telefonkarte als…