Erschienen in Ausgabe 6-2019Unternehmen & Management

Bilanzen

Axa, Gothaer, E+S Rück, LVM, Ideal Versicherungen, Alte Oldenburger

Von Monika Lier und Claudia Schmidt-WehrmannVersicherungswirtschaft

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Axa Konzern AG

Der Umbau des Geschäftsmodells hat die deutsche Axa Gruppe 2018 offenkundig Wachstum gekostet. Die Gruppe wuchs mit einem Plus um 0,6 % auf 10,74 Mrd. Euro Beitrag deutlich langsamer als der Markt. Man habe „wegweisende strategische Entscheidungen zur Umsetzung gebracht und wichtige Meilensteine der Strategie Ambition 2020 erreicht“, so eine Pressemitteilung zu den Geschäftsberichten 2018. Insbesondere der Umbau des Portfolios und die weitere Fokussierung auf strategisch wichtige Segmente hätten im Mittelpunkt gestanden. Selektiv sei man in strategisch wichtigen Segmenten der Sach- und der Krankenversicherung stärker als der Markt gewachsen und „weiterhin auf Kurs in den richtigen Geschäftsfeldern“.  Trotz der Investitionen in die digitale Transformation, habe sich das operative Ergebnis (Underlying Earnings) um 10 % auf 612 Mio. Euro und der Konzernjahresüberschuss um rund 14 % auf 708 Mio. Euro verbessert.
Die Sparte Schaden- und Unfallversicherung legte um 3,3 % auf rund 4 Mrd. Euro Beitrag zu, was nach Unternehmensangaben von einer gewachsenen Nettoproduktion im Industriegeschäft sowie die Akquisition weiterer Anteile an der Roland Rechtschutz liegt, die mit ihrem Prämienaufkommen von 458 Mio. Euro ja nun voll im Axa-Konzern konsolidiert wird. Die größte Einzelgesellschaft Axa Versicherung AG (deren Zahlen mit der Konzerntabelle bedingt vergleichbar sind, da sie nach HGB bilanziert) wuchs um von 1,2 % auf 4,0 Mrd. Euro. Das direkte Privatkundengeschäft belief sich auf 2,3 (2,2), das Industrie- und Firmenkundengeschäft erhöhte sich um 1,6 % auf 1,4 Mrd. Euro. 63,6 (63,3) % des Geschäfts bleibt in den eigenen Büchern. 
Nach Unternehmensangaben wurden die Kosten stärker reduziert als für 2018 prognostiziert. Die Bruttokostenquote verringerte sich auf 25,9 (26,2) %, die Brutto-Verwaltungskostenquote auf 13,6 (13,9) %. Die Gesamtschadenquote sank auf 65,6 (67,3) %. Das versicherungstechnische Ergebnis ist mit 161,2 (158,1) Mio. Euro netto nur geringfügig besser als im Vorjahr, infolge der Auflösung von Schwankungs- sowie sonstigen Rückstellungen schließt die versicherungstechnische Rechnung f.e.R. aber mit 254,6 (158,4) Mio. Euro. Die versicherungstechnischen Rückstellungen machen 329,6 (330,5) % der Beiträge aus. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 18,8 % auf 325,6 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf höhere laufende Erträge aus Rentenfonds zurückgeführt wird. Die Nettoverzinsung wird mit 3,6 (3,0) % angegeben. An die Konzernholding wurden 351,7…