Erschienen in Ausgabe 6-2019Unternehmen & Management

Einsame Spitze

VidaCaixa steigt zum Branchenprimus in allen Marktsegmenten der Altersvorsorge auf

Von Rolf EngelhardtVersicherungswirtschaft

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Die Erfolgsstory der spanischen VidaCaixa setzt sich mit hohem Tempo fort. „Zum ersten Mal in unserer Unternehmensgeschichte sind wir in allen von uns betriebenen Geschäftsfeldern Marktführer“, sagt der CEO der VidaCaixa Javier Valle. Die VidaCaixa ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der spanischen Bankengruppe CaixaBank. Sie agiert in den Marktsegmenten Lebensversicherung und Pensionsfonds. 2018 konnte sie ihre Marktanteile in allen Geschäftsbereichen ausbauen, in denen sie bereits den Spitzenplatz innehatte. Das gilt für die Risikolebensversicherung, die kapitalbildende Lebensversicherung und die privaten Pensionspläne. In den Gesamtklassements der Lebensversicherung und der Pensionspläne ist sie mit Marktanteilen von 28,4 Prozent des Prämienvolumens beziehungsweise 24,1 Prozent des verwalteten Vermögens bereits seit Jahren die Nummer eins. Alleine mit ihrem Beitragsaufkommen aus der Lebensversicherung in Höhe von aktuell 8,2 Mrd. Euro hat sie auch im Gesamtmarkt die Spitzenposition übernommen und den jahrzehntelangen Branchenprimus Mapfre auf den zweiten Rang verdrängt. Nur im Teilsegment der betrieblichen Pensionspläne musste sie sich bislang mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Doch auch das hat sich 2018 geändert. Die VidaCaixa hat die in diesem Geschäftsfeld seit Jahren führende BBVA auf den zweiten Platz verdrängt. Die VidaCaixa ist im Heimatmarkt auch die Nummer eins in Sachen Gewinn unter den Versicherern. Die Allfinanztochter der Bankengruppe CaixaBank konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2018 einen Nettogewinn in Höhe von 663 Millionen Euro erwirtschaften. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent. Zum Vergleich: Der entsprechende Gewinn der Mapfre lag 2018 bei 481 Millionen Euro und jener der Versicherungstochter der Großbank BBVA, BBVA Seguros, bei 311 Millionen Euro. Der Bankenvertrieb ist in Spanien bereits seit rund 20 Jahren in einem sehr dynamischen Aufwärtstrend. Rund drei Viertel des Neugeschäfts und mehr als zwei Drittel des Bestandes in der Lebensversicherung entfallen auf ihn. Doch nie hatten die Kreditinstitute mehr Interesse an diesem Geschäftsmodell, als heute. In Zeiten niedriger Gewinnmargen aus dem originären Bankbetrieb setzen die spanischen Banken mit Nachdruck auf das gewinnträchtige Allfinanzgeschäft. Sie profitieren einerseits von den hohen Gewinnen der Allfinanztöchter. Darüber hinaus fließen von den hauseigenen Versicherern noch stattliche Provisionseinnahmen für den Produktvertrieb…