Versicherungswirtschaft: 06/2019
6-2019
Briefing
Bilanzen

Axa Konzern AG

Der Umbau des Geschäftsmodells hat die deutsche Axa Gruppe 2018 offenkundig Wachstum gekostet. Die Gruppe wuchs mit einem Plus um 0,6 % auf 10,74 Mrd. Euro Beitrag deutlich langsamer als der Markt. Man habe „wegweisende strategische Entscheidungen zur Umsetzung gebracht und wichtige Meilensteine der Strategie Ambition 2020 erreicht“, so eine Pressemitteilung zu den Geschäftsberichten 2018. Insbesondere der Umbau des Portfolios und die weitere Fokussierung auf strategisch wichtige Segmente hätten im Mittelpunkt gestanden. Selektiv sei man in strategisch wichtigen Segmenten der Sach- und der Krankenversicherung stärker als der Markt gewachsen und „weiterhin auf Kurs in den richtigen Geschäftsfeldern“.  Trotz der Investitionen in die digitale Transformation, habe sich das operative Ergebnis (Underlying Earnings) um 10 % auf 612 Mio. Euro und der Konzernjahresüberschuss um rund 14 % auf 708 Mio. Euro verbessert.
Die Sparte Schaden- und Unfallversicherung legte um 3,3 % auf rund 4 Mrd. Euro Beitrag zu, was nach Unternehmensangaben von einer gewachsenen Nettoproduktion im Industriegeschäft sowie die Akquisition weiterer Anteile an der Roland Rechtschutz liegt, die mit ihrem Prämienaufkommen von 458 Mio. Euro ja nun voll im Axa-Konzern konsolidiert wird. Die größte Einzelgesellschaft Axa Versicherung AG (deren Zahlen mit der Konzerntabelle bedingt vergleichbar sind, da sie nach HGB bilanziert) wuchs um von 1,2 % auf 4,0 Mrd. Euro. Das direkte Privatkundengeschäft belief sich auf 2,3 (2,2), das Industrie- und Firmenkundengeschäft erhöhte sich um 1,6 % auf 1,4 Mrd. Euro. 63,6 (63,3) % des Geschäfts bleibt in den eigenen Büchern. 
Nach Unternehmensangaben wurden die Kosten stärker reduziert als für 2018 prognostiziert. Die Bruttokostenquote verringerte sich auf 25,9 (26,2) %, die Brutto-Verwaltungskostenquote auf 13,6 (13,9) %. Die Gesamtschadenquote sank auf 65,6 (67,3) %. Das versicherungstechnische Ergebnis ist mit 161,2 (158,1) Mio. Euro netto nur geringfügig besser als im Vorjahr, infolge der Auflösung von Schwankungs- sowie sonstigen Rückstellungen schließt die versicherungstechnische Rechnung f.e.R. aber mit 254,6 (158,4) Mio. Euro. Die versicherungstechnischen Rückstellungen machen 329,6 (330,5) % der Beiträge aus. Das Kapitalanlageergebnis stieg um 18,8 % auf 325,6 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf höhere laufende Erträge aus Rentenfonds zurückgeführt wird. Die Nettoverzinsung wird mit 3,6 (3,0) % angegeben. An die Konzernholding wurden 351,7 (290,1) Mio. Euro Gewinn abgeführt.

Axa Konzern AG (in Mio. Euro, nach IFRS)20182017
Beitragseinnahmen (brutto) *10.73810.672
– davon in Vorsorge3.5593.696
– davon in Komposit4.0063.879
– davon in Kranken3.1313.059
Neugeschäft Leben (Beitragssumme)**4.9374.885
Schaden-Kosten-Quote 95,60%96,00%
Zahl der Vollversicherten (Personen)795.005797.356
Kapitalanlagen *79.32080.872
Ergebnis aus Kapitalanlagen *k.A.k.A.
Versicherungstechnisches Ergebnis (f.e.R.) *612556
Gewinn (nach Steuern) *708621
* Konzernzahlen nach Angaben des Unternehmens, Konzerngeschäftsbericht wird nicht mehr veröffentlicht
** nur Axa Lebensversicherung AG

Die Axa Leben blieb bei Neugeschäft und Bestand teils sehr deutlich hinter der Branchenentwicklung zurück. Die Entwicklung des gesamten Geschäftsverlaufs entsprach aber offenbar auch nicht den eigenen Erwartungen, wie dem Geschäftsbericht 2018 zu entnehmen ist: „Im Berichtsjahr konnten wir aufgrund einem moderat unter unserer Planung liegenden Neugeschäft die erwarteten Beitragseinnahmen nicht erreichen. Die Kosten lagen moderat unter Plan, in erster Linie wegen der geringeren Abschlussprovisionen. Das Kapitalanlageergebnis lag merklich unter Plan, da wegen der erstmaligen Anwendung der Korridormethode deutlich weniger Mittel für die Erhöhung der Zinszusatzreserve benötigt wurden. Bei einem moderat unter Plan liegenden Rohüberschuss haben wir der Rückstellung zur Beitragsrückerstattung einen deutlich geringeren Betrag zugeführt. Das geplante Ergebnis vor Gewinnabführung wurde erreicht.“ In Zahlen bedeutet dies: Im Berichtsjahr nahm das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag um 0,6 % auf 157,3 Mio. Euro zu und das Neugeschäft gegen Einmalbeitrag um 9,6 % auf 327,2 Mio. Euro ab. Die Beitragseinnahmen gingen um 2,5 % auf 2,57 Mrd. Euro zurück. Im gesamten Segment Vorsorge betrug der Rückgang 3,7 %, was hauptsächlich mit der Veräußerungen der ProbAV Pensionskasse und eines kleineren Bestands in der fondsgebundenen Versicherung begründet wird. Ohne diese Transfers an eine Run-Off-Plattform wird der Rückgang auf 1,1 % beziffert. Gemessen am laufenden Jahresbeitrag sank der Versicherungsbestand auf 2,21 (2,25) Mrd. Euro.
Die Abschlusskostenquote verbesserte sich wegen des leicht rückläufigen Neugeschäfts auf 5,0 (5,1) %.  Wegen des geringeren Beitrag und leicht höherer Kosten nahm die Verwaltungskostenquote auf 3,2 (3,1) % zu. Für Abläufe, Rückkäufe, Todes- und Heiratsfälle und Unfall sowie für Renten einschließlich der zugehörigen Überschussanteile und Anteile aus der Direktgutschrift wurden 3,52 (3,54) Mrd. Euro aufgewendet. Die Stornoquote wird mit 1,9 (2,0) % angegeben. Die Rückstellungen für Leistungsverpflichtungen verringerten sich um 1,9 % auf 39,2 Mrd. Euro. Neben dem rückläufigen Bestand und der geringeren Zinszusatzreserve entfiel rund die Hälfte des Rückgangs auf die Veräußerung des fondsgebundenen Bestands der ehemaligen DBV. Aus dem Kapitalanlagebestand von 37,5 (37,3) Mrd. Euro wurden per Saldo 1,28 Mrd. Euro Ergebnis (- 27,3 %) erwirtschaftet. Das laufende Ergebnis betrug 1,09 (1,60) Mrd. Euro. Die Nettoverzinsung sank auf 3,4 (4,7), weil zur Dotierung der ZZR weniger versilbert werden musste. Die Zinszusatzreserve wurde gemäß der neuen Korridormethode um 200,1 (752,4) Mio. Euro auf 3,44 Mrd. Euro verstärkt. Infolge der geringeren ZZR-Zuführung stieg der Rohüberschuss nach Ertragsteuern auf 341,8 (287,6) Mio. Euro. Davon wurden der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) 106,8 (85,1) Mio. Euro zugewiesen. Wegen höherer Entnahmen verkleinerte sich die RfB auf 1,60 (1,71) Mrd. Euro; davon waren 878 (957) Mio. Euro freie RfB. Nach Zuführung zur RfB und Steuern verbleiben 74,5 (62,3) Mio. Euro Gewinn, die an die Axa Konzern AG abgeführt wurden.
Die Axa Kranken verlor sowohl Voll- wie auch Zusatzversicherte und damit in beiden Segmenten Marktanteile. Die Zahl der Versicherten nahm insgesamt auf 1,729 (1,736) Millionen Personen ab. Dass die Beitragseinnahmen mit einem Plus von 2,4 % auf über 3,1 Mrd. Euro marktüberdurchschnittlich stiegen, wird mit Beitragsanpassungen sowohl in der Voll- wie auch der Zusatzversicherung sowie einem starken Firmengeschäft begründet. Nach einer Schadenquote von 77,9 (75,9) % erreicht die versicherungstechnische Ergebnisquote 14,3 (15,8)%. Der Krankenversicherer führt 79,9 (80,5) Mio. Euro Gewinn ab. lie

Gothaer

Der Gothaer-Konzern ist im Gj. 2018 voraussichtlich um 2,1 % auf 4,38 Mrd. Euro gebuchten Bruttobeitrag „branchen- und strategiekonform“ gewachsen, hat mit einem hohen Neugeschäft aber das Fundament für einen deutlichen Ausbau in diesem Jahr gelegt. In der Bilanzpressekonferenz wurden die im Dezember für 2018 vorgelegten vorläufigen im Wesentlichen Geschäftszahlen bestätigt. Für 2018 wurden Mitte April die Geschäftsberichte der drei Haupt-Risikoträger vorgelegt, der Konzernabschluss befand sich noch in der Prüfung. Insofern sind die Konzernzahlen (siehe auch Tabelle) vorläufig. Der Konzern ist im Übrigen zur Bilanzierung nach HGB-Vorschriften zurückgekehrt, weil der Standard nach IFRS hohe Investitionen erfordert hätte. „Unser Neugeschäft ist exorbitant gewachsen: 18 % mehr Produktion in Leben, 38 % mehr bei der Gothaer Allgemeinen und 21 % mehr in der Krankenversicherung. Dies wird sich erst in den gebuchten Bruttobeiträgen 2019 niederschlagen“, sagte Gothaer-Chef Dr. Karsten Eichmann in der Bilanzpressekonferenz. Auf dieser Basis rechnet er für 2019 mit einem höheren Beitragswachstum als im Markt. Zielzahlen für 2019 wollte er nicht nennen. Beim Konzernjahresüberschuss nach Steuern wird für 2018 mit 119 (212) Mio. Euro gerechnet. Der Rückgang ergibt sich zum einen aus einer ungünstigeren Versicherungstechnik. Belastet durch hohe Natcat-Schäden von 101 Mio. Euro erhöhte sich die Combined Ratio auf 95,1 (91,2) %.
Des Weiteren fiel das Kapitalanlageergebnis auf 885 (1.297) Mio. Euro. Im Zuge der taktischen Portfoliosteuerung und auch vor dem Hintergrund von Solvency II war 2017 ein Teil einer großen Unternehmensbeteiligung verkauft worden, um deren dominierende Gewichtung innerhalb des Beteiligungsportfolios zu beseitigen. Diesen positiven Sondereffekt gab es 2018 nicht mehr. Der Anteil der Anlagen mit einem Investmentgrade-Rating wurde 2018 weiter auf 96,7 (95,7) % erhöht. „Es stehen der weitere Abbau von Credit-Positionen und der Aufbau nicht börsen-notierter Assets bei uns im Fokus. Wir wollen staatlich besicherte Exportkredite im Volumen von bis zu 500 Mio. Euro und besicherte Handelsfinanzierungen von bis zu 500 Mio. Euro kaufen“, kündigte Finanzvorstand Harald Epple an. Das Konzerneigenkapital nahm auf 1,16 (1,04) Mrd.  Euro zu. Die Solvenzquote auf Gruppenebene hat sich auf 200 (186) % erhöht; bei der Gothaer Lebensversicherung AG sind es 239 (177) %, bei der Gothaer Krankenversicherung AG 525 (515) % (jeweils nur mit Volatilitätsanpassung).

Gothaer (in Mio. Euro, nach HGB)20182017
Beitragseinnahmen (brutto) *4.4444.390
– davon in Leben1.1911.144
– davon in Komposit1.8101.822
– davon in Kranken841834
Neugeschäft Leben (Beitragssumme)1.5901.498
Schaden-Kosten-Quote 95,10%91,20%
Zahl der Vollversicherten (Personen)137.777141.397
Kapitalanlagen *28.74628.264
Ergebnis aus Kapitalanlagen *8851.297
Versicherungstechnisches Ergebnis (f.e.R.) *120232
Gewinn (nach Steuern) *119212
* Konzernzahlen noch vorläufig, Zahlen der operativen Risikoträger bereits testiert.

Wachstumstreiber waren 2018 nach Unternehmensangaben neue Produkte und starke Vertriebe über alle Kanäle hinweg. Noch bis Ende diesen Jahres modernisiert die Gothaer Allgemeine ihre gesamte Produktpalette. Im Fokus von Komposit steht 2019 die Architektenhaftpflicht sowie Sach-Industrie. Erstere war 2018 ebenso wie das Kraftfahrtgeschäft der Asstel saniert worden. Als Folge dieser Sanierungen wuchs die Gothaer Allgemeine 2018 nur um 0,4 % auf 1,81 Mrd. Euro Beitrag; konkret gingen die Beiträge in Haftpflicht auf 345 (356) Mio. Euro zurück. Das gesamte Neugeschäft der GA war um 38 % höher. Dieses schlägt sich zu einem Teil erst in aktuellen GJ nieder. Vorstand Dr. Christopher Lohmann, berichtete dass das Wachstum im Neugeschäft im ersten Quartal 2019 mit einem Plus um 8 % auf 25,3 Mio. Euro fortgesetzt habe. Die Beiträge seien in den ersten drei Monaten 2019 um 4,8 % aufgrund des Vertriebserfolges im Vorjahr gestiegen. Die ungünstigere Versicherungstechnik von 20,2 (100,6) Mio. Euro vor Schwankungsrückstellung stammt allein aus höheren Natcat-Schäden; denn die Brutto-Kostenquote nahm auf 29,0 (29,3) % ab. Bei einer Nettoverzinsung von 3,3 (3,1) % wurden aus den Kapitalanlagen von 3,57 /3,51) Mrd. Euro per Saldo 118,2 (107,0) Mio. Euro erwirtschaftet. Nach Steuern beträgt der Gewinn 73 (76) Mio. Euro. Die versicherungstechnischen Brutto-Rückstellungen machen mit 3,35 (3,30) Mrd. Euro 185,1 (181,2) % der verdienten Beiträge aus.
Nach einem Rückgang um 16 % in den Jahren 2015 und 2017 hat die Gothaer Leben 2018 mit einem Plus um 4,1 % auf 1,19 Mrd. Euro Beitrag den Turnaround geschafft. Wachstumsträger waren die in den letzten beiden Jahren neu eingeführten Altersvorsorge-Produkte sowie das neue Produktkonzept zur Arbeitskraftabsicherung. Nur noch 20 % des Neugeschäftes wird mit klassischen Garantie-Produkten geschrieben. Das Geschäftsfeld betriebliche Altersversorgung wuchs um 10 % auf 466 Mio.  Euro, wobei der Durchführungsweg Direktversicherung um 23 % zulegte, was Leben-Vorstand Michael Kurtenbach der verbesserten staatlichen Förderung im Rahmen des BRSG zuschreibt. Der Lebensversicherer weist eine Stornoquote von 3,8 (4,0) % aus. Die Verwaltungskostenquote blieb bei 1,9 %, der Abschlusskostensatz sank auf 5,7 (5,9) %. Der Zinszusatzreserve wurden nur noch 65,8 (243,5) Mio. Euro zugeführt. Die Umstellung auf die Korridormethode führte nach Unternehmensangaben zu einer geschätzten Entlastung von ca. 230 Mio. Euro. Da zur Finanzierung weniger stille Reserven aufgelöst werden mussten, sank die Nettoverzinsung auf 3,1 (4,5) %. Im Kapitalanlageergebnis von 475,6 (681,2) Mio. Euro stecken noch 78,8 (246,5) Mio. Euro ao. Ergebnis. Aus dem Rohüberschuss von 151,8 (162,7) Mio. Euro wurden 109,4 (121,3) Mio. Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen, die damit 528,7 (556,3) Mio. Euro beträgt. Der Krankenversicherer buchte 2018 mit 841 Mio. Euro 0,8 % mehr Beitrag; davon stammen 619,8 (609,4) Mio. Euro aus der Vollversicherung. Hier ging die Zahl erneut um 2,6 % zurück. Dagegen legte die Zahl der Zusatzversicherten um 2,1 Prozent auf 455.000 zu. Dank eines höheren Kapitalanlageergebnisses stieg der Rohertrag um 10 Prozent auf 182,4 Millionen Euro. Davon kamen 89,8 (88,2) Prozent den Versicherten zu Gute. Bei Schadenquote von 77,6 (77,5) sank die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote auf 14,5 (14,8) %. Dass das Rohergebnis dennoch um 10 % auf 182,4 Mio. Euro stieg, liegt an einem höheren Kapitalanlageergebnis von 282,1 (261,3) Mio. Euro. 
Die rumänische S. C. Gothaer Asigur˘ari Reasigur˘ari S.A. wird weiter restrukturiert. Lohmann sprach von einem Kostenproblem sowie dem Ausfall eines neuseeländischen Rückversicherers. Dies habe die Schaden- und Kostenquote 2018 auf 133 (109) Prozent getrieben. 2018 habe man das Geschäft um ein Viertel auf 33,2 Millionen ausgedehnt, im vierten Quartal aber den Fokus geändert und werde 2019 voraussichtlich auf 60 bis 70 Prozent dieses Niveaus schrumpfen. Inzwischen sei auch das Management ausgetauscht. Der Verkauf der polnischen Gothaer Towarzystwo Ubezpiecze´n S.A. an die Wiener Städtische ging erst 2019 über die Bühne, so dass damit verbundene Buchgewinn erst 2019 anfällt. Der Maklerversicherer Janitos Versicherung AG, der im Vorjahr noch Verluste machte, weist 0,154 Millionen Euro Ergebnis aus und ist „versicherungstechnisch sauber“. Janitos soll noch stärker auf große Vertriebe und Makler sowie eine schnelle Produktgestaltung fokussiert werden. lie

E+S Rückversicherung

Die E+S Rückversicherung AG hat im Geschäftsjahr 2018 zwar einen Jahresüberschuss erzielt, der deutlich unter dem durch positive Sondereffekte beeinflussten Vorjahreswert  lag, erreichte jedoch wie Vorstandschef Ulrich Wallin im Geschäftsbericht feststellt ein erfreuliches Niveau. Die Tochter der Hannover Rück (Anteil 64,79 Prozent) betreut den deutschen Markt, übernimmt aber über eine Quotenabgabe der Mutter auch internationales Geschäft. Eine wesentliche Bedeutung für den Rückversicherer haben Gegenseitigkeitsvereine, mit denen eine durch ihre Beteiligung an der E+S unterlegte strategische Partnerschaft besteht.
Im deutschen Markt herrschte dem Geschäftsbericht zufolge weiterhin ein intensiver Wettbewerb, weil das Angebot an Rückversicherungskapazitäten nach wie vor die Nachfrage übersteigt und die Versicherer angesichts ihrer guten Kapitalisierung den Selbstbehalt weiter erhöht haben. Nicht ganz ausgeglichen werden konnte dies durch das konjunkturell bedingte Wachstum der deutschen Erstversicherer, das E+S aber mehr ertragreiches Umfallgeschäft einbrachte. Erneut profitieren konnte der Rückversicherer von dem verbesserten Prämienniveau im Kraftfahrtgeschäft  Daher ging das Bruttoprämienvolumen des gesamten deutschen Geschäfts nur leicht auf 1,14 (Vj.: 1,16) Milliarden Euro zurück. Das Prämienvolumen des von der Mutter zugewiesenen internationalen Geschäfts verringerte sich etwas stärker, und zwar von 907,5 auf 882,1 Millionen Euro, da hier der Risikotransfer in die Kapitalmärkte eine wesentliche Rolle spielt. Wie prognostiziert sank das gesamte Beitragsvolumen der E+S um 2,1% auf 2,02 Mrd. Euro. Die Schaden-Rückversicherung steuerte 1,78 Mrd. Euro (-4,8%) bei und die Personen-Rückversicherung, die im Vorjahr eingebrochen war, 240,8 Mio. Euro (+24%).

E+S Rück (in Mio. Euro)20182017
Beitragseinnahmen (brutto)2.0242.068
– davon Schaden-Rückversicherung1.7841.874
– davon Personen-Rückversicherung241194
Schaden-Kosten-Quote 103,9%98,1%
Kapitalanlagen8.7718.640
Ergebnis aus Kapitalanlagen232,4256,8
Versicherungstechnisches Ergebnis (f.e.R.)33,4261,1
Gewinn (nach Steuern)170,0351,0

In der Schaden-Rückversicherung lag die Großschadenbelastung mit 115,3 Mio. Euro netto deutlich unter dem katastrophenreichen Vorjahr mit 153,1 Mio. Euro. Im 1. Halbjahr war der Schadenverlauf trotz des Sturms „Friederike" moderat, im 2. Halbjahr gab es jedoch deutlich mehr Großschäden im internationalen Geschäft durch Hurrikane, Taifune und Waldbrände; hinzu kamen aber auch  zwei industrielle Großschäden in Deutschland. Die gesamten Schadenaufwendungen für Versicherungsfälle, die im Vorjahr gesunken waren, erhöhten sich 2018 um 8,7% auf 1,36 Mrd. Euro. Höhere Schadenquoten und und Verwaltungskosten ließen die Combined Ratio auf 103,9 (98,1)% steigen. Das versicherungstechnische Ergebnis verschlechterte sich von +87,0 auf -39,1 Mio. Euro. Der Schwankungsrückstellung wurden 72,5 Mio. Euro entnommen. 2017 waren es wegen des Herausfallens des schadenreichen Jahres 2001 aus der Berechnung 174,1 Mio. Euro gewesen. Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung schrumpfte auf 33,4 (261,1) Mio. Euro zusammen. Bei einem stabilen Bestand von Kapitalanlagen in Höhe von 6,9 Mrd. Euro wurde ein Anlageergebnis von 232,4 (256,8) Mio. Euro erzielt. Der Rückgang ist auf ein geringeres Realisationsergebnis und gestiegene Abschreibungen zurückzuführen. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich mit 244,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (501,4 Mio. Euro) mehr als halbiert. Der Jahresüberschuss hat sich ebenfalls mehr als halbiert – 170,0 nach 351,0 Mio. Euro -, lag damit jedoch oberhalb der Vorjahre. An die Aktionäre werden wieder 150 Mio. Euro ausgeschüttet. Das Geld fließt an die Hannover Rück sowie an Gegenseitigkeitsvereine wie die Concordia, die Mecklenburgische und die VHV.
Die größte Sparte der E+S, das Kraftfahrtgeschäft, das beim Wachstum 2017 deutlich zugelegt hatte, musste im vergangenen Jahr einen Gang zurückschalten. Die Beitragseinnahmen waren um 9,5% auf 530,9 Mio. Euro rückläufig. Dies gilt sowohl für das deutsche als auch das internationale Geschäft. In Deutschland sorgte der höhere Selbstbehalt der Erstversicherer für das Minus. International gab es Einbußen in der USA und in Osteuropa. Trotz einer leicht verbesserten Schadenquote gab das versicherungstechnische Ergebnis leicht auf -37,6 (-36,0) Mio. Euro nach. Im Feuergeschäft verringerte sich ebenfalls nach einem deutlichen Zuwachs im Vorjahr das Bruttoprämienvolumen, und zwar um 6,0% auf 320,2 Mio. Euro. Ein neuer großvolumiger Vertrag im strukturierten  Geschäft sorgte in Deutschland für ein Plus, obwohl im traditionellen Bereich  aufgrund der weiter selektiv betriebenen Zeichnungspolitik ein Beitragsrückgang verbucht wurde. Das Minus im internationalen Geschäft ist auf den Verlust eines großvolumigen strukturierten Vertrags zurückzuführen. Aufgrund höherer Schäden stieg das Minus im versicherungstechnischen Ergebnis auf 28,9 (12,8) Mio. Euro. Eine ähnliche Entwicklung wurde in der Sparte aftpflicht verzeichnet. H  Haftpflicht verzeichnet: Nach Wachstum im Vorjahr ein Rückgang der Bruttobeiträge auf 305,2 (337,1) Mio. Euro, eine fast verdoppelte Schadenquote und nach +84,2 Mio. Euro ein Verlust von 27,8 Mio. Euro beim versicherungstechnischen Ergebnis. Allerdings war das gute Vorjahresergebnis  auf die Abwicklung von Schadenreserven zurückzuführen. In den Sparten Unfall, Luftfahrt und Leben haben sich die Überschüsse in der Versicherungstechnik verringert. Während die Sparte Transport das Vorjahresminus wieder ins Plus drehte rutschten die Sonstigen Zweige ins Minus.
Für das laufende Jahr erwartet der scheidende Vorstandschef Wallin einen Prämienanstieg im deutschen Geschäft im zweistelligen Prozentbereich. Nach den seit Jahren zu beobachtenden herausfordernden Marktbedingungen in der industriellen Feuer- und Sachversicherung sind wie es heißt teilweise Sanierungsbewegungen der Erstversicherer erkennbar. Vor diesem Hintergurund sei das Geschäft der E+S partiell ausgeweitet worden. Ein steigendes Gefahrenbewußtsein für Cyberrisiken und regulatorische Anforderungen hätten die Nachfrage nach Versicherungsschutz erhöht. Die Kapitalanlageerträge der E+S dürften jedoch weiter sinken. Das Ergebnis wird nach Auffasung von Wallin dennoch wieder gut ausfallen, wenn auch nicht ganz so hoch wie 2018. cs

LVM

Der LVM Landwirtschaftlicher Versicherungsverein Münster a. G. ist 2018 erneut stärker als die Branche gewachsen und hat in seinem größten Zweig, der Kraftfahrtversicherung, erneut Marktanteile hinzugewonnen. Netto wurden 96.000 Fahrzeuge 2018 neu hinzugewonnen und damit etwas weniger als geplant, so der Geschäftsbericht 2018. Mit einem Plus um 5,2 % auf 1,27 Mrd. Euro stiegen die K-Beiträge stärker als die GDV hochgerechnete Wachstumsrate von 3,2 % für den Gesamtmarkt. Rund 35 % des gesamten Geschäfts des LVM-Konzerns entfallen auf Kraftfahrtversicherungen. Der Bestand an KH-Risiken erhöhte sich um 3,2 % auf 3,460 Millionen. Für die gesamte K-Sparte wird ein Bestandswachstum von 4,0 % im Geschäftsbericht genannt. Das gesamte K-Geschäft weist eine Geschäftsjahresschadenquote von netto 92,1 (95,3) % aus; in KH waren es 100,5 (103,3)  , in der Vollkasko 87,4 (90,3) % und in der Teilkasko 54,8 (61,1) %. Die gesamte K-Sparte kommt nach Zuführung von 16,6 Mio. Euro (2017: 31,9 Mio. Euro Entnahme) auf ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von 42,2 (72,2) Mio. Euro.
Nach Unternehmensangaben wurden konzernweit 2018 über eine Million Neuverträge vermittelt, womit das Neugeschäftswachstum bei 122 % des geplanten Jahresziels lag. Auch in der Lebensversicherung, in der die Beiträge infolge auf 166,9 (157,1) Mio. Euro vermindertem Einmalbeitragsgeschäft um 1,7 % zurückfiel, um rund 2.600 auf 790.240 Verträge. In der Krankenversicherung erhöhten sich die Beiträge um 6,9 Mio. Euro auf 352,8 Mio. Euro, was zu 63,1 % aus Neugeschäft und zu 36,9 % aus Beitragsanpassungen resultiert.

LVM (in Mio. Euro, nach HGB)20182017
Beitragseinnahmen (brutto)3.6213.491
– davon in Leben *795809
– davon in Komposit2.4532.321
– davon in Kranken353346
Neugeschäft Leben (Beitragssumme) *1.786,101.611,20
Schaden-Kosten-Quote, netto93,50%91,80%
Zahl der Vollversicherten (Personen)74.79074.295
Kapitalanlagen19.56119.036
Ergebnis aus Kapitalanlagen456,8711,2
Versicherungstechnisches Ergebnis (f.e.R.)213,9175,8
Gewinn (nach Steuern)192,2205,3
* nur LVM Lebensversicherungs-AG

Getragen vor allem von der Schaden-/Unfallversicherung legten die Beiträge im Konzern um 3,7 % auf über 3,6 Mrd. Euro zu. Dass die Versicherungstechnik f.e.R. mit 213,9 (175,8) Mio. Euro deutlich besser ausfiel, beruht auf der Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 40,6 Mio. Euro; im Vorjahr waren 13,6 Mio. Euro zugeführt worden. Denn 2018 war kein gutes Schadenjahr: Das Sturmtief "Friederike" schlug mit rund 70.000 bearbeiteten Schäden und 79 Mio. Euro Aufwand zu Buche und auch der Rechtsschutz realisiert nur nach 4,9 Mio. Euro Entnahme aus der Schwankungsrückstellung (Vj. Zuführung 6,6 Mio. Euro) 0,8 (2,9) Mio. Euro versicherungstechnischen Gewinn f.e.R. Im Rechtsschutz, der um 6,3 % auf 166,9 Mio. Euro Bruttobeitrag wuchs, belasteten die Widerrufsfälle zu Kreditverträgen und Klagen gegen VW aufgrund des Abgasskandals.
Die Personenversicherung trug mit 41,0 (35,1) Mio. Euro zur Versicherungstechnik bei. Einem verringerten Ergebnis aus Kapitalanlagen stand die Entlastung in der Lebensversicherung durch die Korridormethode gegenüber, die zu einer verringerten Zuführung zur Zinszusatzreserve von nur noch 38,4 (104,0) Mio. Euro führte. Die Nettoverzinsung im Konzern sank auf 2,6 (3,6)%. Der Konzern schließt in Summe mit 192,2 (205,3) Mio. Euro Gewinn. Das bilanzielle Eigenkapital wurde auf 2,453 (2,261) Mrd. Euro erhöht und macht damit 71,5 (68,1) % der verdienten Beiträge aus. lie

Ideal Versicherungen

Die Sanierung des Rechtsschutzes hat auch 2018 bei der Ideal Versicherung AG ihre Spuren hinterlassen. Die Muttergesellschaft Ideal Lebensversicherung a.G. hat 2018 Beitrag infolge geringeren Einmalbeitrags eingebüßt, weist dank der neuen Korridormethode zur Berechnung der Zinszusatzreserve (ZZR) aber mehr Gewinn aus. Der Rechtsschutz wird nach Angaben des Vorstandes auch 2019 weiter saniert, womit der Versicherungsbestand der Ideal Versicherung „noch einmal einen leicht sinken“ wird, so der Geschäftsbericht 2018. Zum Bilanzstichtag verringerte sich der Bestand um 9,4 % auf 133.654 Verträge mit einem laufenden Jahresbeitrag von 13,36 Mio. Euro (- 9,6 %). In Rechtsschutz sanken der Vertragsbestand um 21,7 % auf 27.128 Verträge mit 4,25 Mio. Euro laufenden Jahresbeitrag (- 18,4 %). Laut Geschäftsbericht stehen 2019 „weitere Produkte im Sachbereich auf dem Plan“ zur Überprüfung. Die Sanierung und Kosteneinsparungen sollen die Combined Ratio 2019 verbessern. 2018 sank diese Quote netto über alle Sparten auf 94,0 (116,9) %. Für den Rechtsschutz wird allerdings noch eine Quote von 129,5 % ausgewiesen. Defizitär sind auch der Ruhestättenschutzbrief mit 175,8 % und die Haftpflichtversicherung mit 101,2 %. Die in den Vorjahren eingeleiteten Maßnahmen zur Verbesserung der Schadensituation in der Sparte Rechtsschutz hätten „deutliche Wirkung“ gezeigt. Zwar sind die Belastungen vor allem aufgrund noch nicht geschlossener Altschäden immer noch hoch, doch habe der Vorjahresaufwand auf rund 8,58 Mio. Euro fast halbiert werden können, womit die Nettoschadenquote im Rechtsschutz auf 97,8 (163,7) % gesunken sei. 2019 soll unter dem Strich mehr Gewinn verbleiben als 2018 mit einem Jahresüberschuss von nur 0,129 (nach negativen 0,943) Mio. Euro. Das wird auch nötig sein, denn die Gewinn- und Verlustrechnung weist einen Bilanzverlust von noch knapp 12,55 Mio. Euro aus. Der Kompositversicherer hat bei 15 Mio. Euro gezeichnetem Aktienkapital de facto nur 3,58 Mio. Euro Eigenkapital.

Ideal Lebensversicherung a.G. (in Mio. Euro)20182017
Beitragseinnahmen (brutto)239,6257,4
Neugeschäft (Beitragssumme)730667
Stornoquote*2,60%2,80%
Verwaltungskosten-Quote 3,80%4,80%
Abschlusskosten-Quote** 4,60%4,80%
Kapitalanlagen1.608,901505,9
Nettoverzinsung 3,70%4,60%
Gewinn (nach Steuern)32,5
* auf den mittleren Bestand der Kapitalversicherungen nach laufendem Beitrag bezogen.
** bezogen auf die Beitragssumme des Neugeschäfts.

Der Lebensversicherer erreichte eigenem Bekunden nach wegen des nachlassenden Einmalbeitragsgeschäftes seine Planzahlen „nicht ganz“: Der Neuzugang erhöhte sich nach eingelösten Versicherungsverträgen um 29,5 % auf 41.753 Verträge und nach laufendem Jahresbeitrag um 20,0 % auf 19,2 Mio. Euro. Nach Versicherungssumme wuchs der Neuzugang um 3,0 % auf 1,20 Mrd. Euro und das Annual Premium Equivalent (laufender Beitrag +10 % des Einmalbeitrages aus Neugeschäft) um 2,9 % auf 24,6 Mio. Euro. Die Einnahmen aus Einmalbeiträgen, welche nach Unternehmensbekundungen nur für klassische biometrische Produkte angeboten werden, fielen um 31,1 % auf 54,3 Mio. Euro. Damit sanken die gebuchten Bruttobeiträge um 6,9 % auf 239,6 Mio. Euro; davon waren 183,8 (177,7) Mio. Euro laufende Beitragseinnahmen.
Der ZZR waren dank der veränderten Berechnungsweise nur 5,4 (28,5) Mio. Euro zuzuführen, wodurch der Rohüberschuss nach Steuern von 39,7 (33,9) Mio. Euro erreichte. Ohne Korridormethode hätte die Ideal eigenen Berechnungen zufolge 23,6 Mio. Euro zurückstellen müssen. Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wurden 36,7 (31,39) Mio. Euro zugeführt, womit dieses 1548,46 (136,62) Mio Euro betrug. Die freie RfB belief sich auf 101,4 (96,4) Mio. Euro. Zur Stärkung des Eigenkapitals wurde der Jahrsüberschuss von knapp 3,0 (2,5) Mio. Euro in die Verlustrücklage eingestellt. lie

Alte Oldenburger Krankenversicherungsgruppe

Die Alte Oldenburger Krankenversicherung AG hat auch 2018 bei den Vollversicherten wieder hinzugewonnen – 2,0 % nach jeweils 0,8 % in den beiden Vorjahren. Die Zahl der Ergänzungsversicherten nahm 2018 erneut weiter um 1,2 % auf 111.500 ab. „Der Verkauf von Zusatzversicherungsprodukten stößt im Maklermarkt weiterhin auf wenig Resonanz und im Bereich der gesetzlichen Kooperationspartner besteht ein gewisser Sättigungseffekt“, schreibt der Versicherer im Geschäftsbericht 2018. Für 2019 kündigt er an, dass „diverse Maßnahmen in fortwährenden Gesprächen mit den Kooperationspartnern abgestimmt“ würden. Für 2019 werde mit einem Wachstum auf Personenebene von 0,3 % gerechnet. Insgesamt rechnet der Maklerversicherer mit einem marktkonformen Wachstum von 3,0 % auf 242,5 Mio. Euro Beitrag.
Von den Beiträgen von 235,2 Mio. Euro (+ 3,1 %) entfielen 2018 88,5 % auf die Vollversicherung. Der Bestand an Monatssollbeiträgen wuchs 2018 um 3,2 % auf 19,5 Mio. Euro. Im Wesentlichen durch die Alterung des Bestandes sowie die allgemeine Kostenentwicklung im Gesundheitswesen stiegen die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle um 2,3 % auf 132,4 Mio. Euro. Die Schadenquote erreichte 75,9 (76,8) %. Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote liegt bei 17,7 (17,0) %. Aus dem Brutto-Überschuss von 40,3 (37,3) Mio. Euro wurden 35,7 Mio. Euro der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zugeführt. Zum Bilanzstichtag beträgt die RfB 111,3 (104,5) Mio. Euro. Der Jahresüberschuss von 2,9 (2,8) Mio. Euro wird in die Gewinnrücklagen eingestellt.

Alte Oldenburger Krankenversicherung AG (in Mio. Euro, nach HGB)20182017
Beitragseinnahmen (brutto)235228
Neugeschäft (gemessen am Neubeitrag)0,4710,376
Zahl der Vollversicherten49.69648.738
Verwaltungskosten-Quote1,70%1,70%
Abschlusskosten-Quote4,70%4,50%
Alterungsrückstellungen1.610,171.4956,00.
Kapitalanlagen1.787,701.695,64
Kapitalanlageergebnis51,1152,6
Gewinn (nach Steuern)2,92,8

Die Alte Oldenburger Krankenversicherungsgruppe, die zudem die Provinzial Krankenversicherung Hannover AG beinhaltet, weist für 2018 rund 309,5 Mio. Euro (+ 3,1 %) Bruttobeitrag aus. Die Zahl der Versicherten wuchs um 0,3 % auf insgesamt 330.587 Personen; davon waren 64.224 (63.346) Vollversicherte. Die Provinzial Kranken, die vor allem in Niedersachsen und Bremen tätig ist und schwerpunktmäßig Zusatzversicherungen verkauft, erzielte 2018 rund 74,2 Mio. Euro Beitragseinnahmen (+ 3,1 %). Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle stiegen um 5,5 % auf 33,8 Mio. Euro. Die einer Schadenquote wird mit unverändert 75,2 % angegeben. Die Verwaltungskostenquote erreichte 2,3 (2,2) %, die Abschlusskostenquote 7,0 (7,4) %. Insgesamt erzielt die Provinzial Kranken 11,89 (11,38) Mio. Euro Rohüberschuss von 11,9 Mio. Euro. lie

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