Erschienen in Ausgabe 5-2019Unternehmen & Management

Bilanzen

Allianz, Lloyd’s of London, Talanx, Hannover Rück, DVAG, OVB, Itzehoer Versicherungen, MLP

Von Philipp Thomas und Monika Lier und Claudia Schmidt-Wehrmann und Alexander KasparVersicherungswirtschaft

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Allianz

Schadentechnisch betrachtet war das Jahr 2018, laut Sigma Studie, das viertteuerste Schadenjahr seit 1970 und das hat auch Deutschlands erfolgreichster Finanzkonzern, die Allianz SE aus München zu spüren bekommen. Charakterisiert wurde das Jahr aus Versicherersicht zwar durch viele dezentrale Schäden kleinerer und mittlerer Dimension. Doch schlugen allein Ereignisse wie der europaweite Sturm "Frederike" Anfang des Jahres mit einer Belastung von 114 Mio. Euro, ausgiebiger Hagelschlag in Australien mit 56 Mio. Euro und der Taifun "Jebi" in Japan mit 52 Mio. Euro herbe ins Kontor der Allianz. Wie hoch die Belastungen für den "Blauen Riesen", wie der Deutsche Marktführer mit seinen weltweit mehr als 92 Millionen Privat- und Unternehmenskunden ehrfürchtig in der Branche genannte wird, aus dem Dammbruch in Brasilien sein werden ist bis heute allerdings noch unklar. Der Finanzchef des Unternehmens Giulio Terzariol, rechnet mit einem niedrigen zweistelligen Millionenbetrag, welcher sich aber auch auf maximal 150 Mio. Euro ausweiten könnte.  So bleibt die Schaden- und Unfallversicherung, die ihr operatives Ergebnis um dreizehn Prozent ausbauen konnte, mit ihrem 50-Prozent-Anteil am Unternehmensgewinn weiter eine der tragenden Säulen des Unternehmens. Etwas verhaltener präsentierte sich in diesem Zusammenhang die Lebens- und Krankenversicherungsparte. Hier gab das operative Ergebnis nach und belief sich 2018 auf insgesamt 4,2 Mrd. Euro. Als ein Umsatz- und Ertragsgarant, auch in schwierigen Zeiten, kristallisiert sich zuverlässig die internationale Vermögensverwaltung heraus. Bei Pimco und Allianz Global Investors addieren sich im Geschäftsjahr 2018 die Versicherungsprämien und Fondsgebühren auf mittlerweile 130,6 Mrd. Euro, was einen Zuwachs von 3,5 Prozent markiert. Trotz Mittelabflüsse von rund drei Mrd. Euro. werden in dieser Sparte 1,44 Billionen Euro Kundengelder und Einlagen betreut, das Ergebis stieg hier auf 2,5 Mrd. Euro. 
Gut Lachen hatte auf jeden Fall Oliver Bäte, der mit der Bilanz 2018 sein drittes Jahr als Vorstandsvorsitzender der Allianz verantwortet und das Geschäftsjahr mit einem Rekordgewinn abschließen konnte. Das operative Konzernergebnis stieg demnach im vergangenen Jahr um respektable vier Prozent auf nunmehr 11,5 Mrd. Euro und lag damit am oberen Ende der eigenen Erwartungen die der Konzern bei zwölf Mrd. Euro veranschlagt hatte. Davon blieb am Ende ein Nettogewinn von gut 7,5 Mrd. Euro (6,8 Mrd. Euro im Vergleich zum Vorjahr), wie…