„Man braucht Leuchttürme, an denen man den Erfolg sieht“, sagt Dr. Sebastian Rapsch, der seit Januar 2018 Vorstandsvorsitzender der Ergo Direkt in Nürnberg ist. Er war 15 Jahre bei Boston Consulting bevor er 2015 zur Ergo wechselte.
„Man braucht Leuchttürme, an denen man den Erfolg sieht“, sagt Dr. Sebastian Rapsch, der seit Januar 2018 Vorstandsvorsitzender der Ergo Direkt in Nürnberg ist. Er war 15 Jahre bei Boston Consulting bevor er 2015 zur Ergo wechselte.Quelle: Ergo
Erschienen in Ausgabe 5-2019Schlaglicht

„Unsere Produktivität ist in manchen Segmenten um fast 20 Prozent gestiegen.“

Ergo-Vertriebschef Olaf Bläser und der Vorstandsvorsitzende der Ergo Direkt, Dr. Sebastian Rapsch, über den neuen Omnikanal-Vertrieb und dessen Auswirkungen auf Kunden und Mitarbeiter

Von David GorrVersicherungswirtschaft

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Ergo Deutschland hat ein Stück weit sein Markenportfolio sortiert und auf eine Marke reduziert. Wie wird das von Kunden und Mitarbeitern bsilang angenommen?

Olaf Bläser: Unter dem Dach der Ergo führen wir die Marken zusammen. Die europäische Reiseversicherung beispielsweise haben wir als Ergo Reiseversicherung positioniert, die Marke D.A.S. wird zu Ergo Rechtsschutzversicherung.  Wir kriegen dazu sehr gutes Feedback von der Vertriebsorganisation und den Mitarbeitern, wenn z.B. den Standort Nürnberg nehmen als ehemaliger Ergo Direkt Standort. Ähnlich ist die Rückkopplung auf der Kundenseite. Denn nach unseren empirischen Untersuchungen haben Kunden beispielsweise den Zusatz „Direkt“ bei Ergo Direkt nicht verstanden oder umgekehrt haben Ergo-Kunden bei Ergo Direkt angerufen und die beiden Marken nicht auseinanderhalten können. Das hat uns dazu bewogen, sehr klar auf eine Marke zu setzen. Neben dem positiven Feedback haben wir noch Wachstum bei den Geschäftszahlen, nicht nur auf Seiten der Profitabilität, sondern was unsere Entwicklung im Neugeschäft im ersten Quartal angeht.

Dr. Sebastian Rapsch: Wir leiten eines der Teilprojekte von unserem Ergo Strategieprogramm (ESP), nämlich das Teilprojekt – nennt sich intern „hybrider Kunde“ - was eigentlich den modernen Kunden abbildet, der omnikanalfähig bedient werden möchte. Deshalb steht für uns schon seit drei Jahren diese strategische Richtung fest. Für denjenigen Kunden, der ein reiner Online-Shopper ist, haben wir Nexible gegründet als bewusst neue Marke, die weit weg von Ergo positioniert ist. Daneben steht das Angebot für den „normalen“ Kunden, der über alle Kanäle mal was braucht – Internet, Telefon und ein Beratungsgespräch mit dem Vermittler. Aus unserer Sicht ergänzen sich die Kanäle wunderbar. Natürlich ist das ein kultureller Wandel, den man da durchlaufen muss. An diesem Wandel arbeiten wir seit drei Jahren und bei den Mitarbeitern kommt das inzwischen überzeugend an. Anfang April ist vieles davon Live gegangen. Bereits vergangenes Jahr haben wir ein gemeinsames Kundenportal gegründet. Kunden der Ergo und Ergo Direkt können nun ihre Verträge in einem gemeinsamen Kundeportal einsehen. Anfang April dieses Jahres ist die gemeinsame Website live gegangen mit den Inhalten beider Welten – Ergo und Ergo Direkt. Und auf der Vertriebsseite verkaufen wir alle Produkte der Ergo.

Haben Kunden der Ergo Direkt überhaupt Interesse an einer persönlichen Beratung?

Olaf Bläser: Wir haben in langwierigen Tests untersucht…