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Erschienen in Ausgabe 5-2019Unternehmen & Management

Schöne, smarte Schadenwelt

Wie Versicherer den Weg zur Echtzeit-Schadenbearbeitung mit Blick auf das vernetzte Auto meistern

Von Sven KrügerVersicherungswirtschaft

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Fehlercodeanalysen, Find-My-Car-Funktionen, Parkplatzsuche oder Notfalldienste – immer mehr Menschen erwarten selbstverständlich vernetzte Dienste im Fahrzeug. Laut Prognosen werden im Jahr 2025 alle neuen Autos mit dem Internet of Things (IoT) verbunden sein. Das Smart Car der Zukunft wird als Teil eines integrierten Mobilitätssystems neue, intelligente Realtime-Dienste bieten, die Zeit sparen, Sicherheit schaffen, Stress reduzieren und natürliche Ressourcen schonen. Ähnliche Services und Leistungen in Echtzeit erwarten Kunden auch, wenn sie einen Unfall haben und den Kfz-Schaden ihrem Versicherer melden. 
Ein Schadenfall ist aus Kundensicht eine Bewährungsprobe für Versicherer. Die Anbieter werden daran gemessen, wie schnell, effektiv und unbürokratisch sie im Ernstfall Hilfe leisten. Das gilt umso mehr, als die Anforderungen der Kunden im Zuge der Digitalisierung kontinuierlich steigen: Wer an Wartungsinformationen oder Verkehrsprognosen in Echtzeit gewöhnt ist, wird nicht in Kauf nehmen, dass die Bearbeitung seines Kfz-Schadens nach einem Unfall mehrere Tage dauert. Wollen Versicherer wettbewerbsfähig bleiben, müssen sie den Prozess von der Erstmeldung eines Schadens bis zur Regulierung radikal vereinfachen und verkürzen. Neben der gefühlten Fairness der Schadenregulierung werden Geschwindigkeit und Transparenz aus Kundensicht den Ausschlag geben.
Die Voraussetzungen im Zeitalter intelligenter, vernetzter Produkte sind günstig: Digitale Technologien ermöglichen es, komplexe Prozesse einfach abzuwickeln und die Schadenabwicklung zum smarten Kundenerlebnis werden zu lassen. Fahrer werden nach einem Unfall zunehmend nur noch Fotos des Schadens sowie Details zum Unfallhergang digital an ihren Versicherer übermitteln und kurze Zeit später bereits Informationen zur Schadenhöhe erhalten. Dann können sie entscheiden, ob sie die veranschlagte Summe ausbezahlt haben möchten oder den Wagen in der Werkstatt reparieren lassen. Der Großteil der Kfz-Schadenvorgäge wird künftig in wenigen Stunden abgearbeitet werden; rund 90 % der Prozesse werden mithilfe von modernen Technologien und der schnellen Verarbeitung großer Datenmengen automatisiert ablaufen. Um diese Effizienz- und Servicepotenziale realisieren zu können, müssen Versicherer sich jedoch für die Zukunft in Stellung bringen.

Ökosysteme aufbauen und Datenkompetenz nutzen 

Die exponentiell steigende Vernetzung im Bereich Connected Mobility wie auch die branchenübergreifende Nutzung von Daten werden die Art und…