Versicherungswirtschaft: 05/2019
5-2019
Michael Stanczyk
Briefing
Sternenjäger

Wie gut sind die Spitzenmanager der Versicherungsbranche eigentlich? Wie viel leisten sie wirklich? Und ein Aspekt, der die breite Öffentlichkeit besonders erregt: sind ihre Leistungen das im allgemeinen Marktvergleich zwar normale, aber am Ende noch immer üppig geschnürte CEO-Gehaltspaket wert? Fragestellungen, die nicht ganz einfach zu beantworten und anzupacken sind. Schließlich gibt es reichlich Interpretationsspielräume bei statistischen Kennzeichen und Messparametern. Die Redaktion Versicherungswirtschaft hat den Versuch trotzdem unternommen, die besten amtierenden Chief Executive Officers am Standort Deutschland herauszuarbeiten. Die Leader unter den Leadern in einer seit 2015 mächtig durcheinandergewirbelten Vorstands- und Strategiewelt.

Peoples´ Business Versicherung

Eine umfangreiche Analyse scheint auch deshalb an der Zeit, weil sich das zunächst Vermutete in den meisten Fällen nicht unbedingt mit dem finalen Befund deckt. Neben der reinen Logik zählt naturgemäß das Menschliche, die Emotion – gerade im Peoples´ Business Versicherungswirtschaft. Das allerdings wird in der Wahrnehmung für unternehmerischen Erfolg nur unzureichend honoriert. Für uns war das ein Anliegen und Antrieb zugleich, eine Perspektive aufzuzeigen, die beide Punkte authentisch miteinander vermengt. Führende Köpfe der beitragsstärksten deutschen Versicherer in einem fairen Vergleich gegenüberzustellen und unter festgelegten Kriterien unter die Lupe zu nehmen. Auch diejenigen, die für gewöhnlich das große Rampenlicht scheuen.

Die Qualitäten der Managementelite hängen in unserem Verständnis nicht nur von Indikatoren wie Wachstumsperformance oder bloßer Wirtschaftlichkeit ab, sondern auch von weichen Faktoren im Zahlenkosmos der Versicherer. In dem hier präsentierten Ranking wird dementsprechend ebenso nach Innovationsgeist, Führung und Image auf einer Skala von 1 (Minimum) bis 6 (Maximum) bewertet.  

Wachstumsperformance, Innovationsgeist, Führung, Image

Unter Wachstumsperformance wird bei der Beurteilung auf die Punkte Umsatz, Gewinn und ggf. Aktienpreis geblickt. Der Innovationsgeist analysiert Raffinessen um Digitalisierung, innovative Partnerschaften, Produkte und zukunftsfähige Strukturen. In der Kategorie Führung dienen Arbeitsprozesse, Mitarbeiterzufriedenheit und Unternehmenskultur als Ranking-Grundlage. Im letzten Schritt widmen wir uns dem Image. Hier geht es in erster Linie darum, wie sich der Manager in der Öffentlichkeit präsentiert, was und wie er etwas sagt, wo er aneckt, wie er bei Auftritten wahrgenommen wird.

Die Resultate lesen Sie in unserem exklusiven Schlaglicht ab Seite 11. Erkenntnisgewinne und Überraschungen inklusive.