Erschienen in Ausgabe 3-2019Trends & Innovationen

Axa streicht 711 Stellen und verkauft Fondspolicen an Mylife

Von VW-Redaktion

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Im März 2018 hatte Axa die XL-Group mit Sitz auf den Bermudas gekauft. Knapp 12,4 Mrd. Euro kostete der Zukauf und machte den französischen Versicherer zum Weltmarktführer im Schaden- und Unfallgeschäft mit Gewerbekunden. Seit Juli 2018 bastelt der Konzern am Aufbau der neuen Einheit. Diese soll das Versicherungs-Geschäft der XL Group, Axa Corporate Solutions, Axa Matrix und Axa Art vereinen, auch die Rückversicherung der XL-Gruppe soll in die neue Sparte eingebaut werden. Im Rahmen dieser Zusammenlegung werden in Europa 711 Stellen abgebaut, teilte Axa mit. Dies betreffe vornehmlich die Länder Frankreich, Italien, Deutschland und Großbritannien. Die Pläne wurden den Arbeitnehmervertretern in den entsprechenden Ländern vorgelegt. Dies könnte für die betroffenen Mitarbeiter der Weg in einen Wechsel innerhalb des Konzerns münden. Aber auch Abfindungen bei einem freiwilligen Ausscheiden seien denkbar, erklärt der Versicherer. Die teure Übernahme hat beim französischen Konzern deutliche Spuren in der Jahresbilanz 2018 hinterlassen. Die Verschuldungsquote im Jahr 2018 stieg deutlich von 25 auf 31 Prozent, der Gewinn sank  um 66 Prozent.
Wie vor einem Jahr angekündigt, vollzieht Axa Leben gleichzeitig den Verkauf der rund 30.000 fondsgebundene Policen an Mylife. Die Beitragssumme liegt bei rund 21 Mio. Euro im Jahr. Der Göttinger Lebensversicherer gehört seit Mitte 2018 vollständig zur Schweizer Beteiligungsgesellschaft Inlife und übernimmt diese Verträge nun von der deutschen Tochter des französischen Axa-Konzerns. Nachdem Axa Anfang vergangenen Jahres zunächst ihre stillgelegten Bestände der Pensionskasse Pro BAV sowie im Sommer rund 230.000 Fondspolicen „Twin Star“ verkauft hatte, ist nun der dritte Verkauf vollzogen.