Quelle: verve / fotolia 
Erschienen in Ausgabe 3-2019Trends & Innovationen

Ergo zieht in Russland den Stecker

Von VW-Redaktion

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.
Vor sechs Monaten hat Ergo sich von seiner Leben-Tochter in Russland getrennt, nun verkauft der Düsseldorfer Versicherer auch das Sachgeschäft zu einem ungenannten Preis an den Anbieter Reso-Garantia. Einzig mit dem Reiseversicherer ERV ist Ergo noch im Land vertreten. Damit setzt die zum Rückversicherer Munich Re gehörende Versicherer seine Strategie fort, sich international auf Länder mit starker Marktpositionierung zu fokussieren. Der Mutterkonzern zog sich bereits 2015 aus Russland zurück. Im russischen Nicht-Leben-Markt belegte Ergo lediglich Platz 17. Die Beitragseinnahmen von Ergo Russia Non-Life beliefen sich 2017 auf 103,4 Mio. Euro. Seit der Finanzkrise 2008 ist die Zahl der Banken und Versicherer in Russland um die Hälfte geschrumpft. Dazu kommt der Umstand, dass die russische Bevölkerung Versicherungen tendenziell eher kritisch gegenübersteht, mit Ausnahme der Kfz-Police. Selbst die auf Osteuropa spezialisierte VIG hat sich aus dem Land zurückgezogen. Allianz seit 1990, Zurich (1996) und Talanx (2006), bleiben dem russischen Markt erhalten.