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Erschienen in Ausgabe 3-2019Trends & Innovationen

Schadenprisma Februar 2019

Stromausfall legt Berlinder Stadtteil Köpenick lahm

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Der größte Stromausfall Berlins legte über mehr als 30 Stunden fast ganz Köpenick lahm. Bei 31.000 Haushalten und 2.000 Gewerbebetrieben brannte kein Licht, gab es kein warmes Wassern, funktionierte das Telefon und die Heizung nicht.  In den Truhen von Privathäusern und Supermärkten taute die Tiefkühlkost. Die Polizei fuhr verstärkt Streife, um Plünderungen im dunklen Kiez zu verhindern. Der Schaden ist erheblich. Ausgelöst wurde der Blackout bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke. Ein Bauarbeiter einer Schweizer Firma durchtrennte mit einem hydraulischen Bohrer zwei wichtige Stromadern. Die Betriebshaftpflicht der Firma wird für die Schaden aufkommen müssen. Unklar ist, ob die betroffene Firma überhaupt über eine solche Police verfügt und ob sie den Schaden fahrlässig, grob fahrlässig oder vorsätzlich verursacht hat. Der Berliner Netzbetreiber selbst hat bereits angekündigt, dass er für mögliche Schäden nicht aufkommen wird, da er sich selbst zu den Geschädigten zählt.

Versicherer verklagt Brandstifter

Am 25. August 2015 hatten Rechtsextremisten eine Mehrzweckhalle in Brand gesetzt, weil dort Flüchtlinge einziehen sollten. Die Ostdeutsche Kommunalversicherung finanzierte den Wiederaufbau und will  vom Haupttäter, den ehemaligen NPD-Politiker Maik Schneider, 2,9 Mio. Euro Schadenersatz. Sein Pflichtverteidiger will nun prüfen, ob der Versicherer den Schaden überhaupt hätte regulieren dürfen. Schneider wurde für den Brandanschlag schuldig gesprochen, legte aber Berufung ein.
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Milliardengrab Dieselskandal

Die deutschen Rechtsschutzversicherer hat der Dieselskandal nach Zahlen des GDV bislang bereits 380 Mio. Euro gekostet. Bis Ende des vergangenen Jahres haben 144.000 Diesel-Fahrer ihre Rechtsschutzversicherung für eine Klage gegen die Hersteller oder Händler ihres Autos genutzt. Der durchschnittliche Streitwert betrug 23.000 Euro. Insgesamt lag der Streitwert der Fälle bei rund 3,3 Mrd. Euro. Allein Volkswagen hat der Abgasskandal bislang nach eigenen Angaben etwa 28 Mrd. Euro gekostet.
Quelle: Volkswagen AG

Millionenschaden bei Großfeuer

Mit einem Großaufgebot musste die Feuerwehr am 21. Februar einen Groß-Brand auf dem Düsseldorfer Messegelände löschen. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Bereits 2016 hatte die 50 mal 50 Meter große Halle im Stadtteil Stockum gebrannt, die bis Mitte 2016 als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurde…