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Erschienen in Ausgabe 2-2019Märkte & Vertrieb

Nach oben keine Grenzen

Nur jeder zweite Deutsche wohnt im Eigenheim, aber die Niedrigzinsen sorgen für steigende Nachfrage. Mit den richtigen Mitteln können Versicherungsvermittler vom Baugeschäft in vielen Bereichen profitieren.

Von Elke PohlVersicherungswirtschaft

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Rund 70 Prozent der Europäer wohnen im eigenen Heim. Die Deutschen belegen in dieser Hinsicht mit rund 50 Prozent mit Abstand den letzten Platz in der EU. Das allein zeigt die Chancen auf, die Vermittler mit diesem Standbein nutzen können. Die anhaltende Niedrigzinsphase sorgt zudem trotz steigender Immobilienpreise dafür, dass sich immer mehr Menschen den Traum vom Eigenheim erfüllen wollen. Und auch für diejenigen, die eine aussichtsreiche und langfristige Geldanlage suchen, bietet der Markt immer noch gute Bedingungen. Zumal es ansonsten schwierig ist, etwas Adäquates zu finden.
Das Neugeschäft in der privaten Baufinanzierung lag laut Bundesbank in den letzten drei Jahren mit 244 (2015), 233 (2016) und 230 Milliarden Euro (2017) deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. „Der Anteil unabhängiger Vermittler wie Interhyp mit einem Marktanteil von 8,4 Prozent im Jahr 2017 am Gesamtmarkt wächst überproportional“, wie ein Sprecher des Münchener Maklerunternehmens betont. „Daraus schließen wir, dass das Vermittlergeschäft immer wichtiger wird und Kunden nach unabhängiger Expertise und einem breiten Angebot an Finanzierungsmöglichkeiten suchen.“  Auch unabhängige Vermittler könnten von dem Know-how und dem Service seines Hauses profitieren. Die Sterne stehen also offenbar günstig. Darum kann es sich lohnen, als Vermittler dieses Geschäftsfeld einmal unter die Lupe zu nehmen, um entweder Einkommensverluste an anderer Stelle auszugleichen oder die Geschäftstätigkeit auf ein breiteres Fundament zu stellen. 51.264 Vermittler hatten dies bis Anfang Oktober 2018 bereits erkannt und haben sich als Immobiliardarlehensvermittler nach Paragraf 34i Gewerbeordnung (GewO) ins Vermittlerregister eingetragen. Dazu kommen laut Statistik des Deutschen Industrie- und Handelskammertages 640 Vermittler, die als Honorar-Immobiliardarlehensberater nach Paragraf 34i Abs. 5 GewO tätig sind. Allerdings ist der Zuwachs im Vergleich zu 2017 nicht wesentlich: Im Oktober 2017 gab es 49.119 registrierte 34i-Vermittler, die Zahl der Honorarvermittler betrug 731 – hier gab es also sogar einen Rückgang.

Kunden als Tippgeber an sich binden

Wer sich als Vermittler von Baufinanzierungen registrieren lassen will, muss über eine entsprechende Sachkunde verfügen, die er auch nachweisen muss. Basisqualifizierung ist die zum/zur „Geprüften Fachmann/-frau für Immobiliardarlehensvermittlung IHK“. Dem gleichgestellt sind einige andere Abschlüsse laut (§ 4 ImmVermV), die ebenfalls für die Tätigkeit…