Quelle: ak
Erschienen in Ausgabe 12-2019Köpfe & Positionen

Alte Schule, neues Lernen

Führende Versicherungsexperten stellen sich die Systemfrage

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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„Transformation jetzt – wie kann die Assekuranz digitaler, schneller und flexibler werden?“ Unter diesem Motto trafen sich im Rahmen des Handelsblatt Insurance Summit in München Vorstände, Verbandsvertreter und Wissenschaftler, um die Folgen der digitalen Transformation für das Geschäftsmodell Versicherung zu erörtern. Den Auftakt machte Munich Re CEO Joachim Wenning, der „beim Kunden digital punkten will“. Langsam, aber zielstrebig tastet sich die Versicherungswirtschaft in die digitale Zukunft voran. Behutsamkeit ist tatsächlich auch angezeigt. Nicht nur, weil bei der großen Transformation gigantische Managementaufgaben – Stichwort Parallelität von Old- und Newschool – auf die Verantwortlichen zukommen, sondern weil „die digitale Transformation die Systemfrage stellt“.

Online erwarteten die Kunden, so Wennings Erfahrung, die gleiche Performance, die sie bei den Bigtechs vom Schlage Amazon, Apple, Google und Co. erlernt hätten. Das sei der Maßstab, der für alle gilt mit Blick auf Transparenz, Komfort und Schnelligkeit. Genau hier sieht sich die Munich Re in Position, wie Wenning am Beispiel einer neuartigen Police ausführte, bei der der Rückversicherer z.B. Fehler, die von Algorithmen ausgelöst werden, versichert. „Die Digitalisierung ist nicht der Feind“ bekundete der Top-Manager abschließend.

Alles bleibt anders

„Die Risiken ändern sich“. Es ist eine kurze, nichtsdestotrotz weitgreifende Botschaft, die Jo Willaert, scheidender der Ferma beim Treffen Berlin. „Heutzutage sprechen wir von Risiken, deren Tragweite und Schadenspotenzial wir noch gar nicht absehen können.“ Gemeint sind damit nicht nur Themen wie die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, sondern auch der Klimawandel. „Dessen Auswirkungen spüren wir bereits heute – jeden Tag.“

Quelle: agcs

Bühne frei für die Start-ups

„Generali sieht viele Tech-Start-ups, die kluge Lösungen anbieten“, sagte Vorstandsmitglied David Stachon auf der DIA 2019 in München. „Wir unterstützen die Szene. Es gilt die aktuellsten Entwicklungen in der Industrie immer genau im Blick zu behalten.“ Die Kernfrage des diesjährigen Treffens: „Wie lassen sich die Milliarden, die in Insurtech investiert wurden, in Umsatz- und Ertragwachstum verwandeln?”

Cyber-Meldesystem für Europa

Die Eiopa sieht Defizite bei der Datenlage über Cyber-Attacken. „Es hapert häufig an zugänglichen Informationen und einem Überblick über solche Attacken“, sagte der Chef der Aufsichtsbehörde, Gabriel Bernadino, am Rande der Jahreskonferenz in Frankfurt…