Quelle: dpa
Erschienen in Ausgabe 11-2019Trends & Innovationen

Schadenprisma Oktober 2019

Taifun Hagibis stürmt Japan in Chaos

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten ganze Wohngebiete als Wirbelsturm Hagibis - philippinisch für schnell - nahe Tokio auf Land traf. Der Sturm erreichte nahe seines Zentrums Windgeschwindigkeiten von bis zu 234 Kilometern pro Stunde und zählt laut Experten zu den seit Jahrzehnten stärksten Wirbelstürmen in Japan. In weiten Gebieten gingen insgesamt 140 Erdrutsche und Schlammlawinen nieder. Tausende Häuser standen unter Wasser, Hunderte wurden teils schwer beschädigt. Später zog er Richtung Nordosten weiter in jene Region, wo es 2011 zu einer Erdbeben- und Tsunamikatastrophe mit Tausenden Toten gekommen war. Auch dort richtete der Taifun schwere Überschwemmungen und Erdrutsche an. Mehr als die Hälfte der Todesopfer wurden in den beiden nordöstlichen Provinzen Miyagi und Fukushima beklagt. Ersten Schätzungen zufolge wird der versicherte Schaden 5 bis 10 Mrd. Euro betragen.

Boeing unter Druck

Die Pilotengewerkschaft der Fluggesellschaft Southwest Airlines (SWAPA) will den US-Flugzeughersteller für den Ausfall von über 30.000 Flügen haftbar machen. Anfang Oktober reichte sie Klage ein. Durch den Flugstopp seien den Piloten mehr als 100 Millionen US-Dollar an Einnahmen entgangen. Southwest hat von allen US-Airlines die meisten 737-Max-Maschinen in der Flotte. Zudem wird Boeing von zahlreichen Angehörigen der Absturzopfer verklagt. Der Konzern steht nach den Unfällen, als deren Hauptursache ein Softwarefehler gilt, stark in der Kritik. Er wird verdächtigt, die 737 Max überstürzt auf den Markt gebracht und dabei deren Sicherheit vernachlässigt zu haben. US-Behörden prüfen derzeit, ob bei der Zulassung alles rechtmäßig verlief.

Quelle: Boeing

Start-up schließt Arbeitsplätze wegen Krebsrisiko

WeWork muss in den USA und Kanada 2.300 seiner Telefonräume schließen, weil darin Spuren von Formaldehyd entdeckt wurden, einer krebserregenden Chemikalie. Ironischerweise ist das Geschäft der Amerikaner das Vermieten von Büroräumen. Für die Firma kommt der Schaden zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Der geplante Börsengang im vergangenen Monat scheiterte, das Unternehmen kämpft um seinen wirtschaftlichen Fortbestand. Die Schließung der Räume bedeutet für WeWork Kosten und Imageverlust. Der Marktwert des Start-ups wurde Anfang 2019 auf etwa 47 Mrd. Dollar geschätzt.

Quelle: wework

Feuer im Parkhaus

Im Parkhaus des Flughafens Münster/Osnabrück (FMO) sind 70 Fahrzeuge durch ein Feuer beschädigt worden, davon 42 Wagen so schwer, dass sie nicht mehr fahrbereit waren…