Erschienen in Ausgabe 10-2019Trends & Innovationen

Thomas-Cook-Aus trifft Versicherer

Von VW-Redaktion

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Der britische Reiseanbieter Thomas Cook hat das Geschäft eingestellt. Man habe keine Alternative gehabt, als mit sofortiger Wirkung das Konkursverfahren einzuleiten, teilte der älteste Touristikkonzern der Welt mit. Kurz zuvor war mit Investoren noch über eine zusätzliche Finanzierung in Höhe von 200 Mio. Pfund verhandelt worden, doch die Verhandlungen scheiterten. Eine Finanzierungsbitte über 150 Millionen Pfund (knapp 170 Mio. Euro) des Reisekonzerns an die britische Regierung hat diese abgelehnt. Von der Pleite betroffen sind etwa 600 000 Touristen, darunter Zehntausende Deutsche. Dutzende Flugzeuge im Konzern sind für den deutschen Ferienflieger Condor im Einsatz. Die deutschen Veranstaltertöchter, zu denen Marken wie Neckermann Reisen, Bucher Last Minute, Öger Tours, Air Marin und Thomas Cook Signature gehören, haben den Verkauf von Reisen nach eigenen Angaben komplett gestoppt. Die Pleite trifft vor allem Versicherer, die Kautionsversicherungen für Reisebüros anbieten oder Partnerschaften mit Kreditkartenfirmen haben. Auch Kreditversicherer sind betroffen. Thomas Cook war durch eine milliardenschwere Abschreibung auf ein britisches Tochterunternehmen und ein schwächeres Reisegeschäft ins Schleudern geraten. Der Reiseveranstalter beschäftigt 21 000 Mitarbeiter in 16 Ländern - allein 9000 im Vereinigten Königreich.

Quelle: Hans Braxmeier/ Pixabay