Quelle: dpa
Erschienen in Ausgabe 10-2019Trends & Innovationen

Schadenprisma September 2019

Hurrikan Dorian verwüstet das Paradies

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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„Es ist ein sehr schlimmer Schaden, aber es hat immerhin nicht die am stärksten besiedelte Region der Bahamas getroffen“, sagte Torsten Jeworrek, Vorstand der Munich Re, beim diesjährigen Rückversicherungstreffen in Monte Carlo. Gemeint war Hurrikan Dorian, der am 1. September die Abaco-Inseln im Norden der Bahamas als Hurrikan der höchsten Kategorie getroffen hat. Erst nach 68 Stunden mit enormen Zerstörungen zog er komplett über die Bahamas hinweg. Nach Angaben der Karibischen Katastrophenschutzagentur CDEMA handelte es sich um den stärksten je gemessenen Hurrikan, der im Atlantik-Gebiet direkt auf Land getroffen war - zusammen mit einem Sturm im US-Bundesstaat Florida im Jahr 1935. Analysten der Rückversicherer rechnen mit einer Schadenbelastung von maximal zehn Mrd. Euro. Die Zahl der Vermissten lag bei Redaktionsschluss bei 1300 Menschen. vw

Spanien unter Wasser

Nach den Balearen traf es das Festland. Heftige Unwetter zogen über Spanien hinweg.  In mehreren Regionen wurden Unwetterwarnungen herausgegeben: In den Provinzen Almeria, Alicante, Valencia und Murcia galt zunächst die Alarmstufe Rot. Der Sturm brachte teilweise sintflutartige Regenfälle mit sich. In Ontinyent, südlich von Valencia, fielen innerhalb von 24 Stunden fast 300 Liter Regen pro Quadratmeter. Der spanische Wetterdienst sprach vom schlimmsten Unwetter in der Region seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1917.  Der versicherte Schaden dürfte in die Millionen gehen.

Quelle: PublicDomain Pictures/ Pixabay

Taifun Faxai trifft Tokio

Taifun Faxai hat im Großraum Tokio schwere Schäden angerichtet. Auf Fernsehbildern waren umherfliegende Gegenstände und beschädigte Autos zu sehen. Japan wird jedes Jahr von mehreren Taifunen getroffen. Laut Reuters ist es jedoch ungewöhnlich, dass die Unwetter die Hauptstadt treffen. Die Versicherungsbranche indes muss mit einem Milliardenschaden rechnen. So schätzt der Versicherungsdienstleister AIR Worldwide die versicherten Schäden infolge des Sturms auf etwa drei bis sieben Mrd. US-Dollar.

Quelle: Kurosuke/Fotolia

Basler muss zahlen

Knapp viereinhalb Jahre nach dem Brand im Bremer Textilkaufhaus Harms am Wall kommt die Basler für den Schaden auf. Der Insolvenzverwalter des Geschäfts hat sich vor dem Landgericht Bremen mit Vertretern des Versicherers auf eine Summe von 2,5 Mio. Euro geeinigt. Harms am Wall hatte nach dem Feuer im Mai 2015 Insolvenz angemeldet. Die Basler hatte sich ursprünglich mit dem Vorwurf der Brandstiftung gegenüber Geschäftsinhaber…