Dietmar Diegel, Vorstand der Charta: 
Dietmar Diegel, Vorstand der Charta: Quelle: Charta
Erschienen in Ausgabe 10-2019Unternehmen & Management

„Wir reden hier nicht über ein Projekt, das wir zum Ende des Jahres abschließen, sondern vielmehr über eine Evolution“

Charta-Vorstand Dietmar Diegel über Konsolidierungsmaßnahmen, organisatorische Änderungen und unternehmerische Wurzeln

Von Michael StanczykVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.

Herr Diegel, Sie stehen seit knapp anderthalb Jahren an der Vorstandsspitze von Charta. Wie laufen die Geschäfte? Wie steht es um die Finanzkraft?

Wir hatten in der Tat einige Herausforderungen zu meistern, seit ich Ende April vergangenen Jahres meine Aufgabe bei der Charta AG übernommen habe. Wir haben die Zeit seitdem genutzt, notwendige Konsolidierungsmaßnahmen und organisatorische Änderungen durchzuführen. Zum heutigen Tag kann ich feststellen, dass wir ein gutes Fundament haben, auf dem wir uns in die Zukunft bewegen werden. Dass dies gelungen ist, verdanken wir nicht zuletzt dem Umstand, dass die Geschäfte, die unsere Partner im vergangenen Jahr über unseren Verbund realisiert haben, sich im Vergleich zu den Vorjahren wieder deutlich positiv entwickelt haben.

Sie ziehen also eine positive Zwischenbilanz aus Ihrer bisherigen Amtszeit?

Durchaus. Sowohl bei meinem Team hier in Düsseldorf als auch bei den in unserem Verbund organisierten Maklerunternehmen in ganz Deutschland ist deutlich spürbar, dass die Idee, für die die Charta steht, absolut zeitgemäß und zukunftsfähig ist. Wir sind der festen Überzeugung, dass der unabhängige, unternehmerisch denkende und agierende Versicherungsmakler gerade vor dem Hintergrund dessen, was landläufig als „Digitalisierung“ beschrieben wird, auch zukünftig eine wichtige und entscheidende Rolle bei der bedarfsgerechten Beratung der Privat- und Gewerbekunden spielen wird.  

Wo sehen Sie künftige Herausforderungen?

Die wichtigste Herausforderung für die Arbeit des Versicherungsmaklers allgemein sehe ich darin, dass er sich für seine Kunden auch in einer immer digitaler werdenden Welt als relevanter Partner und Ratgeber nachhaltig positioniert. Das hört sich zunächst nach einem Allgemeinplatz an – ist aber alles andere als trivial und es gibt keine „one-size-fits-all“-Lösungen. Zumal wenn ein Makler den Anspruch nach unternehmerischer Unabhängigkeit ernst nimmt, ist es hier erforderlich, neben dem notwendigen Fachwissen als Versicherungs- und Vorsorgeexperte, in gleichem Maße als Unternehmer das eigene Geschäftsmodell zukunftsfähig zu gestalten.

In Bezug auf die Charta selbst ist es eine wichtige Herausforderung, ganz schlicht wieder wahrnehmbar(er) im Markt zu werden. Wir bieten schon heute eine Vielzahl interessanter und relevanter Leistungen für Makler an – haben diese aber zumindest in der jüngeren Vergangenheit – nicht mit dem erforderlichen Selbstbewusstsein kommuniziert, so dass an der einen oder anderen Stelle ohne…