Quelle: AK
Erschienen in Ausgabe 10-2019Köpfe & Positionen

Was Kunden wollen

Branchenexperten im Austausch über Industrieversicherung, Mobilität und neue Produktwelten

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Unter dem Motto „Von analog zu digital: Was kommt als Nächstes?“ hat in München das 14. Symposium des Gesamtverbandes der versicherungsnehmenden Wirtschaft e.V. (GVNW) stattgefunden. Giulio Terzariol betonte die gemeinsamen Interessen von Versicherungsindustrie wie deren Kunden und mahnte einen fairen Ausgleich von Preisen und Policen an, um auch in Zukunft das Geschäft für beide Seiten auskömmlich gestalten zu können. Nach der Absage von Allianz-CEO Oliver Bäte hielt der Finanzvorstand den Eröffnungsvortrag des diesjährigen GVNW-Symposiums. Er betonte in seinem Beitrag vor allem die Gemeinsamkeiten von Anbietern und Versicherungsnehmern. Angesichts einer zunehmenden Polarisierung der Welt und drohenden Handelskriegen müsse man sich auf einen gemeinsamen Nenner einigen, Effizienzgewinne heben und dabei auf eine faire Verteilung von Lasten wie Gewinnen achten. Nur so könne der Markt für beide Seiten auskömmlich gestaltet werden.

Immer wieder aufkommenden Gerüchten einer Fusion von Euler Hermes und der AGCS erteilte Terzariol auf Nachfrage eine Absage: „Unsere Position hat sich nicht verändert“, trotzdem schauen wir, wie und wo beide Unternehmen zusammen arbeiten können, so der Finanzchef. Es folgte ein klares Bekenntnis zum Industrieversicherungsgeschäft, welches Terzariol angesichts eines 700 Mrd. Euro-Volumens als Kerngeschäft der Allianz bezeichnete. Auch wenn sich die Allianz vorstellen könne, wie z.B. in Australien geschehen, aus dem ein oder anderen Markt auszusteigen, „Überraschungen wird es keine geben." Den Finger in die Wunde aller Marktteilnehmer legte der Manager mit seiner Kritik an der negativen Entwicklung der Staatsanleihen in Europa und Deutschland. Dies habe harte Konsequenzen für die Profitabilität der Versicherungswirtschaft insgesamt. Sichtbar würde dies an den durchschnittlichen Werten der drei-Jahres-Entwicklung der Combine-Ratio bei den Industrieversicherern. Dort habe bislang keines der dominierenden Unternehmen geschafft, positive Werte zu erzielen. Vor diesem Hintergrund sei ein Plus an Effizienz eine Selbstverständlichkeit, wehrte sich Terzariol gegen den eingangs erhobenen Vorwurf.

In seiner Eröffnungsrede forderte der GVNW-Vorsitzende Alexander Mahnke forderte auf Seiten der Versicherer gemeinsame technische Standards„Unverständlich und inakzeptabel“ sei es, so der Versammlungsleiter und GVNW-Chef Alexander Mahnke, dass auf Seiten der Industrieversicherer immer noch keine einheitlichen Standards zur technischen Kommunikation…