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Erschienen in Ausgabe 1-2019Märkte & Vertrieb

Lernen auf die intuitive Art

Insurance Distribution Directive eröffnet ungeahnte Potenziale für digitale Vertriebsschulungen

Von Sebastian WalkerVersicherungswirtschaft

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Mit der Ankündigung und Einführung der allseits heiß diskutierten Insurance Distribution Directive kamen neue Standards, eine Menge Arbeit und eine gehörige Portion Verunsicherung auf den Versicherungsvertrieb zu. Bei allem Fokus auf die Kundenorientierung der neuen Verfahren und Anforderungen tat die IDD eines im Besonderen: Sie stellte die Agilität und Zukunftsfähigkeit jeder Versicherung und Vermittlers auf den Prüfstand. Mit der europaweiten Richtlinie und der lange offen gebliebenen Frage, wie diese in Deutschland umgesetzt werden sollte, wurden gleichsam die Bereitschaft zur Flexibilität und die Zeitgemäßheit von unternehmensinternen Prozessen offen gelegt. Denn die Erstellung neuer, einheitlicher Produktinformationsblätter, die Überprüfung und Neuaufstellung von Datenschutzprozessen und die Schulung von Mitarbeitern nach neuen Standards erforderten angesichts einer unklaren Zukunft nicht nur vorausschauende Planung und viele Ressourcen, sondern auch die Fähigkeit, diese Ressourcen bei Bedarf schnell und mit möglichst wenig Risiko neu zu allokieren. Eine Herausforderung für die Branche, ohne Zweifel, die einen langen Atem erfordert und das Potential zu Frustrationen birgt. Jedoch auch eine Chance. Denn gerade der Umfang der IDD und die Notwendigkeit einer flexiblen Herangehensweise sind eine Gelegenheit, um neue Ansätze und Prozesse zu entdecken, die für Versicherer einen Schritt in die agile und digitale Zukunft bedeuten können. Als innovative Art des Wissenstransfers ist videobasiertes E-Learning ein solcher Schritt. In erster Linie ist es natürlich für die Schulung von Mitarbeitern relevant, Anwendung findet es jedoch auch in der internen Kommunikation und zahlreichen anderen Bereichen. Trotz seiner Möglichkeiten als intuitive Methode der Wissensvermittlung und der einfachen Mittel, die dazu vonnöten sind, nutzen nur wenige Versicherungsunternehmen das Potenzial von Videotrainings und E-Learning im Allgemeinen voll aus – sei es aus Mangel an Information oder Unklarheit über die Vorteile der Methode.

E-Learning reduziert Kosten

„Die Welt wird sich in der Versicherungsbranche definitiv verändern, es wird schneller werden. Andere Branchen haben das schon hinter sich, die Versicherung ist jetzt mittendrin“, stellt Alois Gschrey, Personal-Außendienstentwicklung Vertrieb bei Generali, fest. Das Unternehmen nutzt Videotrainings, um fachliche Themen zu transportieren, sowie für Vertriebsbotschaften und Software-Schulungen. Unter E-Learning wird eine…