Erschienen in Ausgabe 1-2019Unternehmen & Management

Es bleibt in der Familie

Traditionsversicherer Catalana Occidente gewinnt den Bieterwettbewerb um die Telefónica-Tochter Antares

Von Rolf EngelhardtVersicherungswirtschaft

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Die Catalana Occidente hat den Zuschlag für die Übernahme von Antares erhalten. Der Traditionsversicherer kauft die Assekuranztochter des spanischen Telekommunikationskonzerns Telefónica für 161 Millionen Euro. Die Catalana Occidente finanziert die Transaktion komplett aus Eigenmitteln. Unter den Interessenten war die erste Garde des lokalen Versicherermarktes wie die Mapfre, Santalucía, Mutua Madrileña mit deren Partner CaixaBank oder auch die Sanitas. Antares wurde im Jahr 1987 von der Telefónica gegründet und war zunächst nur für deren hauseigenes Belegschaftsgeschäft zuständig. Seit dem Jahr 2011 bietet Antares auch Produkte für Kunden außerhalb der Telefónica-Gruppe an. Die Telefónica ist der Ex-Monopolist der spanischen Telekommunikationsbranche und zählt zu den in Europa und weltweit führenden Unternehmen seiner Zunft. Der Konzern hat derzeit insgesamt rund 127.000 Mitarbeiter, die ein hochattraktives Geschäftspotenzial darstellen. In der Verkaufsvereinbarung mit der Telefónica hat sich die Catalana Occidente exklusiv das Kollektiv-Geschäft der Telefónica-Gruppe für die nächsten zehn Jahre gesichert. Für die Telefónica ist dieser Verkauf Teil der Unternehmensstrategie, sich von nicht strategischen Geschäftsfeldern zu trennen. Sie stellte Antares bereits im Jahr 2017 zum Verkauf, jedoch scheiterte das Vorhaben zunächst an dem Widerstand der Gewerkschaften. Die Kernsegmente von Antares sind die Kranken-, die Lebens- und die Unfallversicherung. Der Kundenstamm erreicht eine Höhe von rund 200.000 Versicherten. Der weit überwiegende Teil stammt aus der Belegschaft der Telefónica, jedoch zunehmend auch von Kunden anderer Unternehmen. Die 45 Mitarbeiter von Antares werden nach dem offiziellen Abschluss der Transaktion mit der Zustimmung der zuständigen Aufsichtsbehörden in die Catalana Occidente integriert. Der Zeithorizont hierfür ist das erste Quartal 2019. In der Rangliste der führenden Versicherungsgruppen Spaniens des Forschungsinstituts Icea rangiert die Antares mit einem Prämienvolumen von 138 Millionen Euro auf Rang 45. Im Geschäftsjahr 2017 lagen die Schaden-Kostenquote bei 89 Prozent und die Solvency-II-Quote bei 185 Prozent. Der Nettogewinn erreichte eine Höhe von 10,8 Millionen Euro.

Krankenversicherung im Fokus

„Der Kauf der Antares passt hervorragend in unsere Unternehmensstrategie und erlaubt uns den Einzug in die Top Ten der führenden Krankenversicherer“, sagt der CEO der Catalana Occidente Ignacio Álvarez. Die Catalana Occidente hatte es…