Versicherungswirtschaft 11/2018

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, 11/2018

Vertrauen

Das neue Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) zielt darauf ab, die gesetzliche Gewährleistung von Teilhabe im Rentenalter durch eine private Absicherung zu ergänzen. Damit soll sichergestellt werden, dass jede und jeder im Herbst des Lebens genug hat. Da die Antwort auf die Frage, wann jemand genug hat, sehr individuell ausfällt, ist es gut, als Resultat der gesellschaftspolitischen Debatte neben die Fürsorge des Gemeinwesens als zweite Säule die eigenverantwortliche Vorsorge zu stellen und zu stärken. Reicht als Maßnahme, die Bürgerinnen und Bürger zur eigenen Zukunftsabsicherung zu gewinnen ein gesetzlicher Rahmen aus, der durchaus mit finanziellen Anreizen zur Kapitalbildung aufwartet? 
Die Auswirkungen der Weltfinanzkrise, die vor zehn Jahren ausgebrochen ist, belasten immer noch Unternehmen wie Verbraucher. Zinszusatzreserve (ZZR) und Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), zwei Stichworte, die stellvertretend für die bilanziellen Belastungen eines abgestürzten Zinsniveaus in den Märkten stehen. Die Debatte um Run-offs von Lebensversicherungsbeständen, auf der einen Seite emotional, auf der anderen Seite technisch, statistisch argumentierend geführt. Eine Politik, die auf der einen Seite des Atlantiks mit alternativen Fakten aufwartet und dabei stets für Überraschungen sorgt und Sorgen schürt, wenn wichtige Verträge einseitig aufgekündigt werden. Auf der anderen EU-Seite die Beschäftigung mit sich selbst, Austrittserscheinungen wie der Brexit und die italienische Ignoranz der finanzstabilisierenden Maastricht-Kriterien. Weltweit ein beschleunigter Wandel mit Gewinnern und Verlierern, eine zunehmende Radikalisierung und das steigende Bewusstsein einer Übernutzung des für unser Leben und damit auch für unseren ökonomischen Wohlstand zwingend erforderlichen Umweltkapitals. Das alles sind noch nicht einmal alle Faktoren, die das Vertrauen in die Zukunft erschüttern. Mit welchen Werten kann die Teilhabe in der Zukunft überhaupt noch gewährleistet werden? Welcher Politik kann man vertrauen? Welchen Unternehmen, welchen Maklern und Vermittlern einer Branche im Umbruch? Welcher Versicherung traut man ohne Vertrauen? Ein Gesetz ist für die Beantwortung dieser Fragen nicht hinreichend, es bedarf weitaus größerer und längerfristigerer Anstrengungen.

 

Auch im Schadenfall, dem realen Moment der Wahrheit in einer diffizilen Kunde-Versicherer-Beziehung, geht es um das hohe Gut des Vertrauens. Die Unternehmen wollen unbedingt da sein, wenn sie gebraucht werden, wenn es um Finanzen, Schicksalsschläge oder ganze Existenzen geht. Der Schadenfall erzählt viel über die Beschaffenheit des Menschen und noch viel mehr über den Versicherer, schreibt Redakteur Michael Stanczyk im Schlaglicht dieser Ausgabe. Wie gut die Insurance-Player im Schadenmanagement wirklich agieren, wie viel ihre Versprechen leisten und wie stark Kontakt und Einfühlungsvermögen gegenüber dem Kunden tatsächlich ausgeprägt sind, lesen Sie ab Seite 18.


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