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Erschienen in Ausgabe 9-2018Trends & Innovationen

Schaden-Prisma August 2018

Brücken-Katastrpohe in Genua

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Noch immer liegen schwere Brückentrümmer und Autoteile am Unglücksort, noch immer schaufeln Bagger Schutt zur Seite. Mindestens 39 Menschen sind beim Einsturz der vierspurigen Autobahnbrücke am 14. August in der italienischen Hafenstadt Genua ums Leben gekommen. Etwa 400 Menschen mussten ihre Häuser in der Nähe der Brücke verlassen. Möglicherweise wurden die Brückenpfeiler unterspült, es gab zur Zeit des Unglücks ein schweres Unwetter. Experten sprechen hingegen von Mängel bei der Instandhaltung und Materialermüdung. Die Schrägseilbrücke wurde in den 1960er-Jahren erbaut. Die italienische Regierung macht den privaten Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia für das Unglück verantwortlich. Rom hat den Notstand für die Hafenstadt verhängt und fünf Mio. Euro Nothilfe bereit gestellt. Vieles deutet darauf hin, dass die Brücke abgerissen und eine neue errichtet wird.

Schlammlawine reißt Häuser mit

Eine gewaltige Schlammlawine ist am 6. August mit rasender Geschwindigkeit durch eine Schweizer Bergsiedlung in Grugnay (Kanton Wallis) gedonnert und hat erheblichen Sachschaden angerichtet. Zwei Brücken wurden überflutet, einige Autos und Häuser beschädigt. Die Masse schob sich an einigen Wohnhäusern im Abstand von nur wenigen Metern vorbei. Auslöser soll ein Hagelsturm gewesen sein.  Verletzt wurde niemand. 
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Zeitgleiche Großbrände

Den 14. August wird die Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen so schnell nicht vergessen. In Essen-Karnap brannte die Halle einer Fabrik mit bis zu 1000 Paletten, auf denen jeweils rund 500 Kilo Kunststoff gelagert waren, im rund 50 Kilometer entfernten Olfen ein Baustoffhandel. Beides waren Feuer, die vollen Einsatz der Helfer benötigten. Der Schaden in Olfen beläuft sich auf mehrere hunderttausend Euro, in Essen auf mehrere Millionen.
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Wutanfall kostet Millionen

Nach einem Streit mit seinem Arbeitgeber hat ein Bauarbeiter in Großbritannien mit einem Bagger fünf nagelneue Reihenhäuser zerstört. Augenzeugen zufolge hatte der 31-Jährige Rumäne nach seiner Tat gesagt, dass er kein Geld für seine Arbeit bekommen habe und ihm gekündigt wurde. Offenbar aus Rache hat er einen Bagger gestohlen und dann die fünf Häuser zerstört, jedes davon hatte einen Wert von 850.000 Pfund. Weil sie noch im Bau waren, befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen in den Gebäuden.
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