Erschienen in Ausgabe 9-2018Unternehmen & Management

Bilanzen

Stuttgarter, Ösa Versicherungen, Minerva, Interlloyd

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

Lesen Sie den vollständigen Artikel

Erhalten Sie Zugang zu allen Artikeln unserer Fachzeitschriften und Publikationen.

Stuttgarter Gruppe

Die Stuttgarter Lebensversicherung a. G. hat 2017 einen Rohüberschuss von 70,4 (79,0) Mio. Euro erwirtschaftet. Daraus wurden 53,4 (69,0) Mio. Euro bzw. 75,9 (8,3)% der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugeführt. Zusammen mit der Garantieverzinsung, welche auch die Zuführung zur Zinszusatzreserve enthält, seien den Versicherungsnehmern dadurch 94,1 (96,4)% der Summe aus Bruttoüberschuss und Garantieverzinsung zugute (Beteiligungsquote) gekommen. Die RfB betrug zum Bilanzstichtag 402,6 (411,0) Mio. Euro; davon waren 93,8 (92,6) Mio. Euro freie RfB.
Im Geschäftsbericht schreibt Vorstandschef Frank Karsten: "Wir stehen zu unseren zugesagten Garantien und tun alles, um unsere Versprechen zu erfüllen. Wir geben unsere Lebensversicherungsverträge nicht ab. Ganz im Gegenteil: Wir wollen unser Neugeschäft weiter ausbauen. Dafür sind wir gut aufgestellt. Trotz der enormen Belastungen durch die Zinszusatzreserve von 81,5 Mio. Euro konnten wir das Eigenkapital um 17 Mio. Euro auf einen Höchststand von 149 Mio. Euro aufstocken." Der Lebensversicherungsverein weist eine SCR-Bedeckungsquote von 464,4 (556,9)% (einschließlich Rückstellungstransitional und Volatititätsanpassung) aus.  Der Rückgang der Bedeckungsquote sei auf die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Kapitalanforderung (SCR) zurückzuführen, so der SFCR-Report. Der Anstieg resultiere im Wesentlichen aus der Weiterentwicklung des Bewertungsmodells hinsichtlich der Berücksichtigung zukünftiger Managemententscheidungen. Der endgültige SCR-Betrag unterliege aber noch der aufsichtsrechtlichen Prüfung. De Stuttgarter hat die Standardformel unternehmensindividuell angepasst. So seien im Austausch mit der Bafin die Managementregeln im Modell erweitert worden. Je nach Kapitalmarktsituation im Modell könnten bezüglich der Risikotreiber Zins, Aktien, Immobilien und Spread differenzierte Managementhandlungen vorgegeben werden.  Ohne das Rückstellungstransitional kommt die Stuttgarter auf eine Quote von 156 (153)%. Die Beitragssumme des Neuzugangs rutschte 2017 um rund ein Fünftel unter das Vorjahresniveau. Nach Unternehmensangaben entfielen 20,2 (19,3)% des Neugeschäfts auf die betriebliche Altersvorsorge. Von den Beiträgen von 604,5 Mio. Euro sind knapp 524 (504,9) Mio. Euro laufende Beitragseinnahmen. Reine Fondspolicen machten 176,7 (163,8) Mio. Euro aus.
Bei der Tochtergesellschaft Direkte Leben Versicherung AG lag 2017 der Gesamtzugang mit 13,5 (12,1) Mio. Euro deutlich unter dem…