Walter Capellmann, Generalbevollmächtigte der DELA Lebensversicherung: „Wir sind ein kleines, aber schlagkräftiges Team.“
Walter Capellmann, Generalbevollmächtigte der DELA Lebensversicherung: „Wir sind ein kleines, aber schlagkräftiges Team.“Quelle: Dela
Erschienen in Ausgabe 9-2018Unternehmen & Management

"Wir rennen offene Türen ein"

Der niederländische Versicherer DELA will mit seiner deutschen Tochter  den Sterbegeldmarkt aufmischen. Ein Portrait.

Von Elke PohlVersicherungswirtschaft

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Seit März dieses Jahres gibt es auf dem deutschen Versicherungsmarkt einen neuen Risikolebensversicherer, die DELA Lebensversicherungen, Zweigniederlassung der holländischen DELA Natura-en levensverzekeringen N.V. Was erwartet der erfolgreiche Risikoleben- und Sterbegeldversicherer vom deutschen Markt? Und wie verlief der Start Überaus positiv sei man gestartet, erklärt der Generalbevollmächtigte der DELA in Deutschland, Walter Capellmann. Als erfahrener Berater und Begleiter der Markteinführung ausländischer Versicherer in Deutschland darf man seinem Urteil wohl vertrauen. Zuletzt betreute er zehn Jahre lang sehr erfolgreich die Einführung und Entwicklung der Monuta, die sich ausschließlich mit Sterbegeldversicherungen befasst. Insofern hat er nicht nur Beratungs-, sondern auch fachliche Expertise aufgebaut, die dem jungen Unternehmen sicher zugutekommt.
Wobei die DELA in Deutschland im Moment nicht Sterbegeldversicherungen anbietet, sondern eine Risikolebensversicherung. Die hat natürlich auch mit dem Tod zu tun, zielt aber auf das Weiterleben – nämlich der Hinterbliebenen, die im Falle des Ablebens des Versicherten über Mittel verfügen, um den Verlust zumindest finanziell zu überstehen. Dabei, so Capellmann, plane man 2019 mit einem weiteren Produkt an den Start zu gehen. Ob mit einer Sterbegeldversicherung oder mit einem neuen Risikolebentarif, der vielleicht eine Pflege-Komponente hat oder die Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeit einschließt, sei noch nicht entschieden. Gerade die Notwendigkeit von Sterbegeld sei angesichts der steigenden Zahl von Sozialbestattungen in Deutschland nicht von der Hand zu weisen. Dabei haben höchstens zehn Prozent der Deutschen für das eigene Begräbnis mit einer Sterbegeldversicherung vorgesorgt – in den Niederlanden sind es 60 Prozent. Viele der Holländer sind bei DELA versichert: Bei 18 Millionen Einwohnern hat DELA vier Millionen Kunden bzw. Mitglieder, die entweder Risikoleben oder Sterbegeld oder beides bei dem Versicherer abgeschlossen haben. Damit ist DELA Marktführer in den Niederlanden. Zudem ist das Unternehmen seit 80 Jahren im Markt unterwegs und kann auf jede Menge Erfahrung zurückgreifen. Mit dieser Manpower soll nun auch der deutsche Markt aufgemischt werden. Seit April zeichnet die Zweigniederlassung Risikolebensversicherungen. Man sei bereits gut aufgestellt, so Capellmann: Mitglied beim GDV, gute Ratings bei Morgen & Morgen, Franke und Bornberg sowie Assekurata, binde Makler an, arbeite mit Pools…