Quelle: Schunck Group
Erschienen in Ausgabe 9-2018Schlaglicht

Spielball globaler Interessen

Deutsche Produkte sind weltweit gefragt. Die Erschließung neuer Märkte ist jedoch mit zunehmenden Risiken verbunden. Internationale Versicherungsprogramme gewinnen an Bedeutung.

Von Alexander KrausVersicherungswirtschaft

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Das Jahr 2018 wird ein "Rekordjahr für deutsche Auslandsinvestitionen" – das erwartet der DIHK auf Basis seiner Umfrage "Auslandsinvestitionen in der Industrie", welche im April 2018 vorgelegt wurde. Deutsche Industrieunternehmen wollen demnach ihre Ausgaben für Investitionsprojekte im Ausland sogar noch stärker steigern. Diese betreffen unter anderem den Aufbau von Vertriebsstrukturen vor Ort sowie den Aus- und Aufbau von eigenen Standorten und Produktionsstätten im Ausland. Investitionsstandort Nummer 1 ist die Eurozone, aber auch Asien ist wieder im Aufwind aufgrund des dynamischen wirtschaftlichen Wachstums.
Im Zuge ihrer Auslandsplanungen müssen sich Unternehmen mit vielen Unsicherheitsfaktoren auseinandersetzen, wie zum Beispiel den jeweiligen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die ein Risiko für Auslandsinvestitionen darstellen. Darüber hinaus ergeben sich unübersichtliche Risikosituationen aufgrund unterschiedlicher Rechts- und Haftungssysteme der jeweiligen Länder. So gibt es länderspezifische Haftungs-, Steuer- und Aufsichtsrechte, die international nicht angewendet oder übertragen werden können. Auch bei der Risikoabsicherung durch Versicherungen gilt es Vorgaben zu beachten. Hinzu kommt, dass es eine Vielzahl geschlossener oder nur teiloffener Märkte gibt, bis hin zu Ländern, in denen lokale Behörden sogar Versicherungstarife vorgeben, wie beispielsweise in Brasilien. Die Lösungen und Versicherungsprogramme, die zur Verfügung stehen, um ein Unternehmen und seine Mitarbeiter im Ausland umfassend zu versichern sind vielfältig. Den individuellen Vorstellungen, Bedürfnissen und Wünschen stehen die Versicherer mit den unterschiedlichsten Versicherungslösungen und -bausteinen, sowie Bedingungswerken gegenüber. Hier den Überblick zu behalten und für internationale Tätigkeiten die beste Lösung zu finden, ist als versicherungsfremdes Unternehmen fast unmöglich – insbesondere wenn international die gleiche Qualität in der Risikobewertung, Tarifierung, Informationsbeschaffung oder Dokumentierung gewünscht wie im eigenen Land. Die beste Wahl ist hier der Versicherungsmakler, der im Auftrag und im Interesse seiner Kunden handelt. Große Versicherungsmakler sind international zudem bestens vernetzt, entweder durch eigene Tochtergesellschaften vor Ort oder Netzwerkkooperationen. Dadurch ist sichergestellt, dass Kunden vor Ort adäquat begleitet und beraten werden.

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