Erschienen in Ausgabe 9-2018Schlaglicht

Eine Frage der Schnittmenge

Der Markt für Gewerbeversicherungen hinkt in Sachen Digitalisierung schwer hinterher. Von der Risikoanalyse über den Tarifvergleich bis hin zur Ausschreibung – die meisten Prozesse müssen noch immer analog bearbeitet werden. Um das Segment zu revolutionieren, kommen branchenübergreifende Plattform-Lösungen ins Spiel.

Von Christopher LeifeldVersicherungswirtschaft

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Von Strukturvertrieben über Online-, Hybrid- und klassische Makler bis hin zu Banken – die Points of Sale sind im Gewerbesegment zahlreich. Doch auch wenn sich die Vertriebsprozesse selbst unterscheiden, haben alle doch das gleiche Ziel: den gewerblichen Kunden bestmöglich zu versichern. Dabei sollten Vermittler auf Plattformen setzen, um flexibel und digital zu agieren. So bunt, wie die Gewerbeversicherungen sind, so vielfältig sind auch die Anforderungen an die Vermittler eines jeden Vertriebskanals. Beim Online-Makler buchen typischerweise onlineaffine Existenzgründer. Die Bank hingegen bedient den Kunden zu allererst mit klassischen Bankenprodukten und möchte Cross-Selling betreiben. Ebenso agiert der Vermittler im Strukturvertrieb, der den Geschäftsführer eines Unternehmens primär zu dessen privaten Versicherungs- und Anlagefragen berät. Der klassische Versicherungsmakler betreut verschiedenste gewerbliche Kunden – von mittelständischen bis hin zu Industrieunternehmen. Als Technologie-Spieler im Markt sollte man deshalb nicht die optimale Lösung für eine dieser Gruppen finden, sondern bestenfalls eine Plattform, die so flexibel ist, dass sie alle Vertriebskanäle digital begleiten kann.

Gewerbemarkt bislang kaum digitalisiert

Eine besondere Herausforderung des Gewerbemarktes: Der Vertriebsprozess ist branchenweit kaum digitalisiert. Von der Risikoanalyse über den Tarifvergleich bis hin zur Ausschreibung – die meisten Prozesse müssen noch immer analog bearbeitet werden. Ein vollständig digitalisierter Vertriebsprozess ist bisher noch Zukunftsmusik. Lediglich Online-Makler bedienen einen Teil des Marktes mit einer voll digitalen Abschlussstrecke. Dies liegt vor allem an mangelnden digitalen Hilfstools. Selbstverständlich gibt es hier und da unterstützende Software – wie beispielsweise Vergleichsrechner für die Standardrisiken im Markt. Derartige technische Tools sind dazu gedacht, den Vertriebsprozess zu digitalisieren, decken jedoch nur einen Teil des Prozesses ab und kommen im Zuge dessen auch oftmals nur für einen einzigen Vertriebskanal in Frage. Um das Gewerbesegment nachhaltig zu revolutionieren, bedarf es einer anpassungsfähigen und branchenübergreifenden Plattform-Lösung. Die digitale Zukunft des Gewerbemarktes kommt daher in Form einer Platform as a Service. Anders als bisherige Lösungen auf dem Markt, deckt die Gewerbeplattform den kompletten Vertriebsprozess – abgestimmt auf den jeweiligen Vertriebskanal – ab. Risikoerfassung, Tarifvergleich…