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Erschienen in Ausgabe 8-2018Trends & Innovationen

Private Krankenversicherung tritt auf der Stelle

Von VW-Redaktion

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Die Zahl der privat Vollversicherten ist im vergangenen Jahr um 0,2 Prozent bzw. 19.300 nach absoluten Zahlen – auf nur noch 8,753 Millionen Personen gesunken. Eine Verbesserung steht nach Einschätzung von Assekurata nicht ins Haus. Denn durch das Entlastungsgesetz in der GKV sinken die Beiträge für Arbeitnehmer und Selbstständige, der Wettbewerb um diese Zielgruppe wird also härter werden., so der Marktausblick der Rating Agentur. Gerade in finanzieller Hinsicht ist die PKV derzeit nicht formidabel aufgestellt, zwar liegen Milliarden an Reserven bereit, doch laut Assekurata gelingt es den Versicherern nicht, die Lücke zwischen angesetztem Rechnungszins und aktuariellem Unternehmenszins (AUZ) zu verringern. Ursächlich dafür sei die seit dem Jahr 2012 stetig sinkende laufende Durchschnittsverzinsung. Im Jahr 2018 ist der AUZ von 2,87 auf 2,70 Prozent gesunken, damit entstehe beim Rechnungszins „rein rechnerisch“ weiterhin ein Absenkungsbedarf von rund 20 Basispunkten. Laut Studienautor Gerhard Reichel ziehe allein dieser Umstand „eine Beitragssteigerung von zwei bis drei Prozent nach sich“. Wegen der anhaltenden Niedrigzinsen sei eine „nachhaltige Ruhe an der Beitragsfront“ vorerst nicht in Sicht, erklärt der Experte
Zahl des Monats: 45 Pensionskassen stehen laut Bundesregierung wegen den Niedrigzinsen so unter Druck, dass sie frisches Kapital benötigen, um ihre Leistungen garantieren zu können.