Schloss Köpenick: Im Schlosspark lohnt es sich vom Fahrrad zu steigen und die Anlage auf sich wirken zu lassen.
Schloss Köpenick: Im Schlosspark lohnt es sich vom Fahrrad zu steigen und die Anlage auf sich wirken zu lassen.Quelle: epo
Erschienen in Ausgabe 8-2018Unternehmen & Management

Entschleunigung auf zwei Rädern

Impressionen und Versicherungsanekdoten von einem grünen Berlin

Von Elke PohlVersicherungswirtschaft

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Versicherungslösungen für Wassersportfreunde

Unsere Tour startet am S-Bahnhof Köpenick und führt uns zunächst zum Amtsgericht, einem schönen, repräsentativen Bau, der am Ende des 19. Jahrhunderts noch als „Amtsgericht Cöpenick“ von Hugo Kinzer errichtet wurde. Unweigerlich muss man trotz aller Schönheit daran denken, wie segensreich im Fall der Fälle eine passende Rechtsschutzversicherung sei kann. Weiter geht es die ruhige Puchanstraße entlang, vorbei an einer Gedenkstätte für die Opfer der „Köpenicker Blutwoche“ des Jahres 1933, als die SA Hunderte Köpenicker Bürger, teils jüdischen Glaubens, teils politisch missliebig, hier zusammentrieb, folterte und viele von ihnen hinrichtete. Nach dem Überqueren der Friedrichshagener Straße stoßen wir auf ein altes Abwasserpumpwerk, 1902 ebenfalls von Kinzer erbaut, das leider von Kulturbanausen beschmiert wurde. Wer beim Sprayen erwischt wird, muss übrigens wegen Sachbeschädigung mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe rechnen.

Nun überqueren wir ein Stück unbebautes Land, das – obwohl idyllisch an der Alten Spree gelegen – keinen schönen Anblick bietet. Zu DDR-Zeiten vergnügten sich hier Ausflügler bei Bier und Bratwurst, jetzt soll es mit dringend benötigten Wohnungen bebaut werden. Doch noch ist es Brache, die wir schnell durchqueren. Wir erhaschen einen ersten Blick auf die Alte Spree, bevor wir über die Dammbrücke fahren, die die Spree hier überquert. Bis 1891 stand an dieser Stelle eine alte Holzbrücke mit dem „Dammtor“ für Schiffsdurchfahrten. Von hier aus haben wir noch einmal eine gute Aussicht auf den Fluss, der ebenso wie der Müggelsee – Berlins größtem See – stark von Wasserfahrzeugen aller Arten frequentiert wird. Die Köpenicker Versicherungsvermittler tun entsprechend gut daran, den Wassersportfreunden unter ihren Kunden passende Versicherungslösungen anzubieten. Denn zu den Privatbooten kommen rund 25 Bootsverleihe in Köpenick, und ihre Zahl wächst.

Noble Tat eines Kaufmanns

Nach einem ersten Blick auf Alt-Köpenick mit den Türmen der Stadtkirche St. Laurentius und des berühmten Köpenicker Rathauses radeln wir die älteste Köpenicker Straße entlang, die sich Alt Köpenick nennt und zum Schlossplatz führt. Auch das Rathaus zur linken Seite entstand nach Plänen von Hugo Kinzer, und zwar von 1901 bis 1904. Was er anfasste gelang ihm. Wenn das mal von den Verantwortlichen des Schadenflughafens BER zu behaupten wäre. Das Rathaus ist in erster Linie bekannt durch den schlauen Schuster Wilhelm Voigt, der aufgrund…