Erschienen in Ausgabe 7-2018Trends & Innovationen

Verbände sind entsetzt über geplanten Provisionsdeckel

Von VW-Redaktion

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Das Bundesfinanzministerium (BMF) arbeitet derzeit an einer Überprüfung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG). Unter Berufung auf Regierungskreise sickerten erste Details durch: Bei den Lebensversicherungsprovisionen wird ein Deckel eingezogen. Wie der letztlich aussehen wird, steht noch nicht fest, es ist aber nur schwer vorstellbar, dass er vorteilhafter ausfallen wird, als der zuletzt von der Bafin ins Spiel gebrachte Vorschlag. Dieser sah 2,5 Prozent der Laufzeit-Kundenbeiträge und einem Zusatz von maximal 1,5 Prozent als Qualitätszuschuss als Vergütung vor. Es könnte gut sein, dass letztlich die Vermittler die Zeche zahlen müssen, weil bei den Provisionen nach Ansicht der Politik nicht ausreichend gespart wurde. Vermittler und ihre Interessenvertreter befürchten durch die eventuelle Einführung starke Umsatzeinbußen, die für viele Maklerbetriebe die Geschäftsaufgabe zur Folge hätten. „Der Kampf gegen den Deckel ist noch lange nicht vorbei und schon gar nicht verloren", sagt AFW-Vorstand Norman Wirth. Er befürchtet einen "schmutzigen Deal" mit den Versicherern in dem der Gesetzgeber einer Erleichterung bei der ZZR zustimmt und gleichzeitig einen Provisionsdeckel einzieht. Der Deal sei deswegen dreckig, weil die Zeche die beratenden Finanzdienstleister begleichen müssten, obwohl sie für die Situation am wenigsten könnten, erklärt Wirth.