Abbildung 1: Dashboard mit umfangreichen Auswertungsoptionen
Abbildung 1: Dashboard mit umfangreichen AuswertungsoptionenQuelle: Die Bayerische
Erschienen in Ausgabe 7-2018Schlaglicht

Neue Impulse für die Geschäftssteuerung

„die Bayerische“ zeigt, wie sie ihre Kennzahlen mit neuer Software ermittelt, analysiert und adäquate Schlussfolgerungen zieht – bis ins kleinste Detail.

Von Martin Gräfer und Christian Veit und Dr. Gero NießenVersicherungswirtschaft

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In Zeiten von Niedrigzinsen und überbordender Regulierung kommt es entscheidend auf die Ertragskraft der Schaden-/Unfall-Versicherer an. Gerade auch in Unternehmensgruppen mit Fokus auf die Lebensversicherung ist es heute von großer Bedeutung, dass auch der Schaden-/Unfallversicherer einen spürbaren Beitrag zur Konzernfinanzierung leistet und damit von strategischer Bedeutung auch für die unternehmerische Zukunft der Gruppe ist. Dies bedingt, dass die eigene Kompetenz sowie die eigenen Instrumente zur Steuerung der Ertragskraft signifikant ausgebaut werden. Eine wesentliche Grundlage dabei ist die Fähigkeit, die IST-Situation richtig einschätzen und geeignete Impulse für die Geschäftssteuerung daraus ableiten zu können. Dies gelingt jedoch nur mit einer detaillierten Aufbereitung und adäquaten Darstellung der relevanten Kennzahlen wie HGB-Ergebnisse, Profitabilitätsschätzungen oder Neugeschäftszahlen. Dass solch ausgefeilte Steuerungssysteme nicht nur den Großen der Branche vorbehalten sind, zeigt „die Bayerische“ (Bayerische Beamten Versicherung AG, BBV). In Zusammenarbeit mit Willis Towers Watson wurde ein umfassendes Software Tool zum Monitoring der Kennzahlen sowie zur Geschäftssteuerung entwickelt.

Zentrales Instrument für unterschiedliche Stakeholder

Der Leitgedanke im Projekt war, unterschiedlichste interne Stakeholder (wie Vorstand, Controlling, Schadenabteilung, Vertrieb, Aktuariat, etc.) mit einem einzigen System bedienen zu können. Unter anderem sollten die folgenden Handlungsfelder geeignet abgedeckt werden:

  • Darstellung wesentlicher HGB-Steuerungsgrößen im IST und bei unterjähriger Betrachtung als Hochrechnung per Jahresende inklusive Vergleich zu den beiden Vorjahren
  • Einschätzung der Profitabilität ausgewählter Segmente durch geeignete Kombination von Bestandsdaten mit aktuariellen Prognosemodellen, z.B. „Die erwartete Schaden-Kosten-Quote des im letzten Quartal abgeschlossenen Geschäfts in der Sparte Hausrat beträgt 74 Prozent. Für Geschäft in den Hausratzonen 1 – 3 beträgt sie 53 Prozent, für die Zonen 4 und 5 89 Prozent sowie 103 Prozent für Zone 6.“
  • Analyse der Neugeschäftsproduktion nach unterschiedlichen Vertriebswegen oder Vertriebspartnern
  • Übersicht über die Rabattvergabe nach einzelnen Tarifmerkmalen
  • Ableitung von Maßnahmen zur personellen Besetzung und Steuerung der Schadenabteilung beispielsweise in Peak-Phasen.

Granulare Datenbasis erlaubt Transparenz bis in feinste Details

Einige der hierfür notwendigen Auswertungen – z.B. die…