Quelle: DPA
Erschienen in Ausgabe 6-2018Trends & Innovationen

Anbang-Chef zu 18 Jahren Haft verurteilt

Von VW-Redaktion

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Wu Xiaohui, ehemaliger Chef des chinesischen Versicherers Anbang ist wegen Betrugs zu 18 Jahren Haft verurteilt worden. Zugleich wurden ihm seine politischen Rechte für vier Jahre entzogen und sein Privatvermögen in Höhe von kolportierten 1,3 Mrd. Euro konfisziert. Verurteilt wurde Wu Xiaohui wegen Unterschlagung von Firmengeldern in Milliardenhöhe. Er soll die Anleger um mehr als 65 Mrd. Yuan, umgerechnet über acht Mrd. Euro, geprellt haben. Die Gelder habe er genutzt, um Schulden und persönliche Aufwendungen zu finanzieren, so der Vorwurf. Damit der Betrug nicht auffalle, seien Mitarbeiter angewiesen worden, die Bilanzen zu manipulieren und Einnahmen des Konzerns zu verschleiern. Anbang wurde erst im Jahr 2004 gegründet und ist seitdem rasant gewachsen. Genauso schnell wuchs auch die Kritik an der unübersichtlichen Firmen- und Finanzstruktur des Konzerns. Die Verurteilung gilt auch als Warnsignal an andere CEOs. 

Die versicherten Schäden für Wohnungseinbrüche beliefen sich 2017 auf rund 360 Mio. Euro, ein Rückgang um etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gemeldet wurden rund 120.000 Einbrüche.
GDV