Erschienen in Ausgabe 5-2018Trends & Innovationen

PKV-Beitragserhöhungen werden zum Politikum

Von VW-Redaktion

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Einige private Krankenversicherer haben die Beiträge womöglich zu stark erhöht. Darauf deuten mehrere Gerichtsurteile hin, die die Treuhänder, welche die Erhöhungen durchgewunken haben, als nicht neutral einstufen. Betroffen sind davon unter anderem die Axa und die DKV. Nach einem Bericht der Welt hätten einige Treuhänder über mehr als zehn Jahre fast ausschließlich alle Tarifanpassungen eines Versicherungskonzerns begutachtet, weshalb ihre Unabhängigkeit infrage gestellt wird.  Die bisherigen Urteile sind allerdings noch nicht rechtskräftig. Schlägt sich aber auch der Bundesgerichtshof auf die Seite der Versicherten, haben diese in vielen Fällen Anspruch auf hohe Rückzahlungen. Im Rahmen einer parlamentarischen Anfrage wollen die Grünen nun von der Bundesregierung eine Stellungnahme mehr über die Rolle dieser Treuhänder erfahren, deren Unabhängigkeit von der Bafin kontrolliert wird. "Wir wollen unter anderem Transparenz über die mögliche Größe des Sachverhalts und vor allem über die Prüfungspraxis der Bafin schaffen, die laut Gesetz für die Wahrung der Belange der Versicherten zuständig ist“, sagt Gerhard Schick, finanzpolitischer Sprecher der Grünen. Für den PKV-Verband ist das Treuhänder-Verfahren hingegen "absolut gesetzeskonform" und "hat sich seit vielen Jahrzehnten bewährt."