Vernetztes Wohnen: 40 Prozent der Deutschen würden ihr Heim smarter machen, wenn die Sicherheitsstandards besser wären, berichtet das Umfrageinstitut Yougov in einer Studie zum Risikobewusstsein im Smart-Home-Bereich.
Vernetztes Wohnen: 40 Prozent der Deutschen würden ihr Heim smarter machen, wenn die Sicherheitsstandards besser wären, berichtet das Umfrageinstitut Yougov in einer Studie zum Risikobewusstsein im Smart-Home-Bereich.Quelle: Deutsche Telekom
Erschienen in Ausgabe 5-2018Politik & Regulierung

Smart Sweet Home

Das intelligente Zuhause eröffnet Versicherern ein interessantes Geschäftsfeld. Indes lauern im Hintergrund schon die Gefahren aus dem Cyberspace. Die Risikoeinschätzung dürfte nicht einfach werden.

Von Elke PohlVersicherungswirtschaft

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Smart Home ist in vieler Munde. Hierbei handelt es sich nicht um einzelne Elemente, die Haus und Haushalt schützen, wie etwa ein Bewegungsmelder. Smart Home-Systeme bestehen aus mehreren Bestandteilen, die zusammenarbeiten. Ihre Intelligenz beziehen sie aus dem Sammeln und Auswerten von Informationen. Nur so können zum Beispiel Überwachungskameras auf Bewegungsmelder reagieren und gegebenenfalls eine Alarmsirene einschalten. Gerade durch die Vernetzung und Verschaltung vieler Geräte besteht allerdings ein erhebliches Manipulationsrisiko. Wem es gelingt, die Steuerungszentrale zu knacken, der kann auf alle anderen Komponenten zugreifen. Grundsätzlich lohnt es sich für die Versicherer alle Bestandteile eines Smart Homes gründlich zu schützen. Wenn man dem Bundeswirtschaftsministerium glaubt, wird laut einer von ihr erstellen Studie der Umsatz im Bereich Smart Home von 2015 bis 2025 von 2,3 auf 19 Mrd. Euro anwachsen. Man kann also getrost von einem Wachstumsmarkt sprechen. Ziel von Smart-Home-Systemen ist es, die Wohnqualität, die Sicherheit bzw. die Energieeffizienz der heimischen vier Wände zu erhöhen. Visionen wie der Kühlschrank, der je nach Füllung einen Einkauf auslöst, werden hierzulande noch mit Skepsis betrachtet. Dagegen sind Systeme, mit denen man die Heizung steuern, die Beleuchtung regeln und Geräte ein- oder ausschalten oder das Haus bzw. die Wohnung aus der Ferne überwachen kann, bereits in vielen Haushalten beliebter. Vor allem junge, gutverdienende Leute stehen diesen Trends aufgeschlossen gegenüber. Wie die Studie Smart Home Monitor Deutschland 2017 der Splendid Research GmbH herausgefunden hat, lehnen nur ein knappes Viertel der Deutschen derartige Systeme ab. Der Hamburger Marktforscher weiß zudem, dass Anwender vor allem zusätzlichen Komfort, Spaß, Sicherheit und Energieeinsparungen damit verbinden. Wer ein Haus bauen will, steht Smart Home besonders aufgeschlossen gegenüber.

Sorge um die eigene Privatsphäre

Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Vor allem sorgen sich die Deutschen um den Verlust ihrer Privatsphäre, wenn sehr intime Daten in Umlauf geraten. Fehlende Sicherheit ist für Viele ein Grund zum Zögern. Laut der YouGov-Studie Risikobewusstsein im Smart-Home-Bereich würden 40 Prozent der Deutschen ihr Heim smarter machen, wenn die Sicherheitsstandards besser wären. Hacker (62 %), Datenverluste an Dritte (60 %) und Einbrüche durch gehackte Sicherheitstechnik (58 %) sind die Horrorszenarien, die Nutzer derzeit noch abhalten. Hier…