Set-Up für neue Wege: Verwahrstellen müssen im Sachwerte-Bereich sämtliche Unterlagen wie Verträge, Gutachten oder Registerauszüge auf Nebenabsprachen, Kleingedrucktes oder andere normabweichende Aspekte prüfen, die sich nachteilig auf die Situation des Anlegers auswirken könnten.
Set-Up für neue Wege: Verwahrstellen müssen im Sachwerte-Bereich sämtliche Unterlagen wie Verträge, Gutachten oder Registerauszüge auf Nebenabsprachen, Kleingedrucktes oder andere normabweichende Aspekte prüfen, die sich nachteilig auf die Situation des Anlegers auswirken könnten.Quelle: Den-Belitsky/ Fotolia
Erschienen in Ausgabe 5-2018Märkte & Vertrieb

Depots für das große Los

Versierte Verwahrstellen als Erfolgsfaktor für Sachwerte-Investments

Von Ludger WibbekeVersicherungswirtschaft

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Fondsinvestments gewinnen bei der Kapitalanlage von Versicherungen immer mehr an Bedeutung. So ist der Anteil des indirekt über Fonds gehaltenen Kapitals in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zum Jahresende 2016 lag er bei 33,6 Prozent der Gesamt-Kapitalanlagen der Versicherer und damit um neun Prozentpunkte höher als noch fünf Jahre zuvor. Das ergeben Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). Mit etwa 97 Prozent entfällt dabei der weitaus größte Teil auf die für institutionelle Investoren passgenau zugeschnittenen Spezialfonds. Lediglich rund drei Prozent sind in – häufig hauseigenen – offenen Publikumsfonds investiert. Die wachsende Nachfrage ist klarerweise zu einem erheblichen Teil dem anhaltend besonderen Marktumfeld geschuldet, das weiterhin keine auskömmlichen Erträge für sichere Rentenanlagen verspricht. Hinzu kommt eine zunehmende Abkehr vom klassischen Geschäft mit kapitalgedeckten Lebensversicherungen, die eine spürbar höhere Flexibilität bei der Kapitalanlage zur Folge hat. Für die daraus resultierende notwendige beziehungsweise mögliche Portfoliodiversifizierung bieten sich Fonds in besonderem Maße an: Als strikt regulierte, transparente und über viele Jahre etablierte Vehikel liefern sie den Versicherern eine Möglichkeit, veränderte Anlagebedürfnisse umzusetzen. Neben Vehikeln für die Renten- und insbesondere die Aktienanlage werden von den Assekuranzen wie auch von anderen institutionellen Investoren zunehmend auch Fonds für Immobilien und andere Sachwerte nachgefragt. Schließlich bieten sie einen vergleichsweise einfachen Zugang zu Anlageklassen, die sich nicht immer einfach abbilden lassen. Vor allem für kleinere Versicherer, die ihre Kapitalanlagen um Immobilien, Infrastrukturbeteiligungen, Private Equity oder andere Sachwertinvestments erweitern wollen, kommen Fonds infrage. Einerseits können sie nicht immer die für Direktanlagen in diesen Segmenten häufig hohen Anlagesummen aufbringen. Andererseits fehlt es häufig schlicht am nötigen Know-how in Bezug auf unterschiedliche alternative Anlageklassen und möglichen Strukturierungen eines Investments. Von Fachleuten individuell auf die Bedürfnisse des jeweiligen Investors zugeschnittene Lösungen in Form von Spezialfonds sind daher gerade auch im Sachwertbereich vielfach das Vehikel der Wahl. Das gilt umso mehr, seit die Spezialfonds-Landschaft durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) neu…