Erschienen in Ausgabe 5-2018Schlaglicht

Schwarze Null

Das Kfz-Geschäft der Schadenversicherer bleibt profitabel, das Sorgenkind ist nach wie vor die Sparte Wohngebäude

Von Monika LierVersicherungswirtschaft

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Bei den Schadenversicherern ist 2016 brutto im selbstabgeschlossenen Geschäft mehr Gewinn hängengeblieben: Laut Bafin-Statistik stieg das Brutto-Ergebnis auf 4,6 (3,5) Mrd. Euro und machte damit 6,5 (5,1) Prozent der verdienten Brutto-Beiträge aus. Im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft erhöhten sich die verdienten Brutto-Beiträge um 1,7 Prozent auf 70,7 Mrd. Euro – legten damit aber weniger stark zu als das preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Zu berücksichtigen ist bei diesen Zahlen, dass hier nur die 208 (211) unter Bundes- oder. Landesaufsicht stehenden Gesellschaften erfasst werden – die Zurich, der das deutsche Kompositgeschäft über seine irische Konzernschwester zeichnet, bleibt dabei beispielsweise außen vor. Die zehn größten Gesellschaften in der Bafin-Erstversicherungsstatistik kommen auf einen Marktanteil von 47,24 (46,7) Prozent; das sind rund acht Prozentpunkte mehr als 2001. Dabei haben allein die beiden Allianz-Gesellschaften einen Anteil von 17,6 Prozent. Treiber des besseren Bruttoergebnisses 2016 war die Schadenentwicklung: Die Brutto-Schadenquote vor Abwicklung sank auf 75,3 (76,0) Prozent; nach höheren Abwicklungsgewinnen kam die Schadenquote gar auf 66,8 (68,1) Prozent. Die Kostenlage hat sich trotz aller Sparprogrammen nicht verbessert: Gemessen an den Beiträgen kostet der Versicherungsbetrieb brutto 25,5 (25,4) Prozent bzw. netto unverändert 25,2 Prozent. Hier hat die Digitalisierungswelle ihre Spuren hinterlassen. Was beim Personal eingespart wird, fließt in IT-Lösungen. Netto fiel das versicherungstechnische Ergebnis wegen höherer Zuführung zur Schwankungsrückstellung mit 1,86 (2,1) Mrd. Euro bzw. 3,5 (4,1) Prozent der verdienten Netto-Beiträge geringer aus.
Allen Unkenrufen zum Trotz ist das Beitragsaufkommen in der Kraftfahrtversicherung nicht gesunken. Share-Ökonomie, Telematik oder besserer Schadentrend schlagen sich noch nicht nieder. So hat die K-Sparte ihren Anteil an den gesamten verdienten Brutto-Beiträgen des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts auf 35,8 (35,4) Prozent  ausgebaut. Dahinter steckt ein Plus bei den verdienten Brutto-Beiträge von 2,9 Prozent auf 24,6 Mrd. Euro. Damit ist dieses Tür-Öffner-Geschäft wegen des anhaltend starken Preiskampfs zwar weniger als im Vorjahr (+ 4,1 %) gewachsen, hat aber immer noch stärker als die Vertragszahlen (+ 1,9 %) zugelegt. 2017 stieg die Zahl der Fahrzeuge weiter auf 64,1 (63,0) Millionen. Nach GDV-Berechnungen erhöhte sich die durchschnittliche…