Quelle: picture alliance/KEYSTONE
Erschienen in Ausgabe 4-2018Trends & Innovationen

Schaden-Prisma März 2018

Von VW-RedaktionVersicherungswirtschaft

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Ein Großbrand hat im thurgauischen Egnach am Bodensee in der Nacht zum 17. März eine Lagerhalle eines Obsthändlers zerstört. Geschäftsführer Benno Neff beziffert den Sachschaden auf mindestens 13 Mio. Franken. "Darin sind der Rückbau und die Kosten des Betriebsausfalls nicht eingerechnet", sagt er. Die tatsächliche Schadenhöhe werde erst in ein bis zwei Jahren bekannt sein. Laut Neff könnte die Summe bis auf 20 Mio Euro. steigen. Vier Jugendliche werden verdächtigt das Feuer gelegt zu haben. Sie sind zwischen 14 und 16 Jahre alt und gaben zu, dass sie sich zum fraglichen Zeitpunkt auf dem Firmengelände aufhielten. Die Polizei geht jedoch davon aus, dass das Feuer nicht absichtlich gelegt wurde. Es droht ein Prozess wegen Fahrlässigkeit. Die Jugendlichen könnten jedoch durch ihre Eltern eine Haftpflichtversicherung mit einer Schadensdeckung von mehreren Mio. Euro haben.

Millionenraub bei Lufthansa

Mehrere Männer haben die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa an einem Frachtflughafen in Brasilien um fünf Mio. Dollar erleichtert. Der Coup dauerte sechs Minuten. Die Täter kamen auf das Flughafengelände mit einem Wagen, auf dem sie das Logo der zuständigen Sicherheitsfirma beklebten. Sie bedrohten die Wachmänner und verschwanden mit der Beute. Lufthansa Cargo bietet auch den Transport von Wertsachen wie Gold, Schmuck oder Banknoten an.
Quelle: Lufthansa Bildarchiv, FRA CI/P

Veruntreuung der Vermittler

Über sieben Mio. Euro Schäden sind den Versicherern 2016 durch Veruntreuungen hauptsächlich von Vermittlern entstanden, wie aus der Bafin-Erstversicherungs-Statistik zu entnehmen ist. Knapp 4,4 Mio. Euro wurden von 88 gebundenen Vermittlern veruntreut, fast 1,7 Mio. Euro von 35 Versicherungsmaklern. Am meisten Schaden (rund 40 Prozent der insgesamt veruntreuten Summe) entstand durch fingierte Verträge, die größtenteils der Lebensversicherung zuzuordnen waren.
Quelle: Axa

Teurer Vergleich für Autobauer

Kläger haben gegenüber der US-Justiz erstmals beziffert, wie hoch sie ihre Einbußen durch die Kartellabsprachen deutscher Autobauer wie VW, Daimler und BMW schätzen: 20 Mrd. Dollar. Die Maximal forderung liegt bei 60 Mrd. Dollar, da das US-Recht erlaubt, das bis zu Dreifache des eigentlichen Schadens geltend zu machen. Die Autohersteller können beantragen, die Klage zurückzuweisen.Weist der Richter dies ab, kommt es in der Regel zu einem Vergleich. 

Quelle: Audi AG