Erschienen in Ausgabe 4-2018Politik & Regulierung

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Wie die Allianz Digital Natives für das Unternehmen begeistert

Von Dr. (RAEN) Diana Seibold und Dr. Bernhard Seitz und Daniel LachenmeirVersicherungswirtschaft

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Die Digitalisierung ist neben der Globalisierung einer der prägenden Treiber von Veränderung in Unternehmen. Sie erfasst alle Unternehmensbereiche, wirft Geschäftsmodelle um und schafft zugleich neue Chancen. Um diese zu nutzen, braucht man qualifizierte Mitarbeiter. Die Frage ist: Wie kann „digitales Lernen“ in der Versicherungswirtschaft strategisch neu gedacht werden und welche Kompetenzen werden benötigt, um wirksam und effizient zur digitalen Transformation beizutragen? Die globale Allianz Corporate University (AllianzU) beschäftigt sich intensiv damit und sieht folgende Herausforderungen: 

  • Einfach zugängliche, technologisch unterstützte und vermehrt globale Lernlösungen für alle Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt und am Ort des Geschehens zur Verfügung zu stellen. Außerdem muss Learning auf die Unternehmensstrategie der Allianz zielen und echte Lösungen für das Business liefern.
  • Die Entwicklung einer neuen Lernkultur, die zunehmend auf selbstgesteuertem und sozialem Lernen beruht, um die „employability“ aller Mitarbeiter zu fördern.
  • Der Erwerb neuer Kompetenzen bei den Weiterbildungsexperten, um innovative und maßgeschneiderte digitale Lernlösungen zu konzipieren und umsetzen zu können.

Die Kooperation zwischen der Allianz Holding und dem Institute for Learning Design and Learning Management (LDM) der Steinbeis Hochschule zielt unmittelbar darauf ab. Institutsleiter Bernhard Seitz fasst die Aufgabe des LDM-Instituts so zusammen: „Digitales Lernen erfordert eine originär interdisziplinäre Perspektive und dabei einen radikalen Fokus auf die Aufgaben, denn nur so ist es möglich, die enorme Komplexität des Themas handhabbar zu machen. nur so wird die Integration von unendlich vielen denkbaren Lernbedürfnissen, unzähligen didaktischen, technologischen und gestalterischen Optionen in eine funktionierende Lernlösung gefördert, die dann in der Komplexität eines Unternehmens, mit unterschiedlichen Stakeholdern, mit vielfältigen Mitarbeitern und vielleicht Kunden funktionieren muss.“ Das vom LDM-Institut entwickelte Modell setzt neben dem strikten Fokus auf das Thema auf eine einmalig intensive Verschränkung von Theorie und Praxis. „Bei uns kann nur studieren, wer in der Praxis im digitalen Lernen tätig ist,“ sagt Seitz. Und: „Der Lebensschwerpunkt unserer Studierenden ist weniger die Hochschule, sondern das Unternehmen, in dem im Tagesgeschäft mitgearbeitet wird. Für den Kern der Wissensvermittlung holen wir zugleich die Studierenden aus der intensiven…