Erschienen in Ausgabe 2-2018Trends & Innovationen

Generali gibt Standortgarantie und weitet Vitality auf PKV aus

Von VW-Redaktion

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Die Generali widerspricht Medienberichten, wonach beim geplanten Arbeitsplatz-Abbau die Verhandlungen zwischen Konzernspitze und Betriebsrat ins Stocken geraten seien. Im Gegensatz: Man habe sich im Grundsatz darauf geeinigt, dass es an den zentralen Innendienststandorten in Hamburg, München und Aachen keine Betriebsschließungen geben wird, erklärte Stefan Göbel, Leiter der externen Kommunikation der Generali Deutschland. Das zählen auch die Lebensversicherungs-Mitarbeiter in München und Hamburg, die von einem möglichen “Run-off”, unabhängig ob extern oder intern, betroffen sein könnten.Der nach  Prämieneinnahmen von 16,2 Mio. Euro zweitgrößter Erstversicherer Deutschlands beschäftigt nach eigenen Angaben 12.400 Mitarbeiter. Im Zuge des Konzernumbaus werden viele Arbeitsplätze im Innendienst überflüssig. Das Lebenversicherungs-Geschäft der Generali Deutschland wird künftig durch die bisherige Aachen Münchener Lebensversicherung, die dann in Generali Lebensversicherung umbenannt wird, sowie die Dialog und den Direktversicherer Cosmos betrieben. Weil Generali kein Neugeschäft mehr annimmt, werden die Leben-Policen künftig über die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) verkauft, an dem der Versicherer 40 Prozent hält. Weniger Marken, weniger Kosten. Dafür investiert Generali weiter in sein Prestigeprojekt „Vitality“, welche  nun auf die private Krankenversicherung ausgeweitet wird. Dieser Schritt war absehbar. Allerdings solle gesundheitsbewusstes Leben – im Gegensatz zum bisherigen Ansatz in der BU- und der Risikolebensversicherung – keinen Einfluss auf die Beiträge haben. Bislang hat das Programm den Verkauf in den beiden eingesetzten Sparten um 70 Prozent angekurbelt, bilanzierte Generali nach einem Jahr. Der Start im privaten Krankengeschäft ist für Ende 2018 oder Anfang 2019 geplant.