Erschienen in Ausgabe 2-2018Unternehmen & Management

Nicht mal der Tod ist umsonst

Im Familienkreis wird viel über die Trauerfall-Vorsorge gesprochen, doch nur wenige schließen eine Police ab. Der hohe Beratungsbedarf kurbelt das Maklergeschäft an.

Von Oliver SuhreVersicherungswirtschaft

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Die Absicherung der Risiken eines Trauerfalls gehört zu den wichtigsten Vorsorgethemen, die den Einfluss des demografischen Wandels einbeziehen und auf Veränderungen gesellschaftlicher und familiärer Strukturen eingehen. Die Ergebnisse einer im Auftrag der Monuta vom forsa Institut durchgeführten Umfrage unterstreichen den Beratungsbedarf beim Kunden: Zwei Drittel der Befragten haben im Familienkreis bereits über Themen wie Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht oder Nachlassregelung gesprochen. Lediglich 32 Prozent haben diese Themen tatsächlich für sich und ihre Angehörigen geregelt. Bei der finanziellen Absicherung und der organisatorischen Vorsorge für den Trauerfall zeigt sich ein ähnliches Bild. 53 Prozent haben sich bereits zu diesem Thema Gedanken gemacht. Eine finanzielle Vorsorge für den Trauerfall haben jedoch nur 31 Prozent der getroffen. Und nur acht Prozent haben die eigene Bestattung und Trauerfeier für sich geregelt. Unser Nachbarland zeigt ein anderes Bild: Rund 80 Prozent der Niederländer haben für sich und ihre Angehörigen eine Trauerfall-Vorsorge abgeschlossen. Die Gründe dafür liegen unter anderem im deutlich offeneren Umgang mit Tod und Trauer. In Deutschland waren diese Themen lange Zeit tabuisiert. Das hat sich mittlerweile jedoch gewandelt – auch weil Vorbehalte gegenüber einer aktiven Auseinandersetzung mit den Folgen einer schweren Krankheit unangebracht sind.

Steuerfrei und sicher vor den Sozialbehörden

Makler müssen sich selbst und ihren Kunden bewusst machen, dass eine Beratung zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Sorgerechtsverfügung, Nachlassregelung und Trauerfall-Vorsorge grundsätzlich positiv besetzt ist. Der Kunde hat dadurch die Möglichkeit, wichtige Vorsorgethemen frühzeitig und selbstbestimmt über den Tod hinaus für sich und seine Angehörigen zu regeln. Ein wichtiger Aspekt in der Beratung ist nach wie vor auch das vielen Kunden noch bekannte Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkassen. Das allerdings wurde bereits 2004 mit der Reform der gesetzlichen Krankenkassen ersatzlos gestrichen. Makler sollten diesen Irrtum ihrer Kunden in der Beratung aufklären.
Das Produkt der Sterbegeldversicherung oder Trauerfall-Vorsorge ist per Definition eine lebenslange Versicherung für den Todesfall mit einer zuvor festgelegten Versicherungssumme. Sie deckt nach dem Tod des Versicherten vor allem die Bestattungskosten ab, um Angehörige und Hinterbliebene nicht zusätzlich finanziell zu belasten. Eine finanzielle und auch…